Am 28. Januar 2026, inmitten der winterlichen Kulisse Wiens, wurde eine Dokumentation vorgestellt, die ein lange unbeachtetes Kapitel der Geschichte ins Rampenlicht rückt. „Vom Paradies in die Hölle – Schwarze Menschen im Nationalsozialismus“ ist mehr als nur ein Film; es ist eine bewegende Reise in
Am 28. Januar 2026, inmitten der winterlichen Kulisse Wiens, wurde eine Dokumentation vorgestellt, die ein lange unbeachtetes Kapitel der Geschichte ins Rampenlicht rückt. „Vom Paradies in die Hölle – Schwarze Menschen im Nationalsozialismus“ ist mehr als nur ein Film; es ist eine bewegende Reise in die Vergangenheit, die durch die Augen von Lionel Romney, einem afro-karibischen Seemann, erzählt wird. Diese Geschichte, die am 6. Februar 2026 im ORF 2 Premiere feiert, ist für Österreich von besonderer Bedeutung, da sie die dunklen Schatten des Kolonialismus und des Rassenwahns aufzeigt.
Die Dokumentation, eine Koproduktion von ORF, BR/ARTE und DOTS & CIRCLES GmbH, beleuchtet die Erfahrungen von Lionel Romney, der 1944 ins KZ Mauthausen deportiert wurde. Jahrzehnte später vertraut er seine Erlebnisse seiner Tochter Mary an, die sich auf eine Spurensuche begibt, die von der Karibik über Italien bis nach Österreich führt. Diese Geschichte ist nicht nur ein persönliches Zeugnis, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Erinnerungskultur. In Österreich, einem Land, das stark mit der Geschichte des Nationalsozialismus verbunden ist, wirft diese Dokumentation ein neues Licht auf die Schicksale Schwarzer Menschen während dieser dunklen Epoche.
Während in Deutschland und der Schweiz die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit seit Jahrzehnten intensiv betrieben wird, sind die Geschichten von Schwarzen Menschen oft im Schatten geblieben. In Österreich zeigt sich ein ähnliches Bild, doch mit Produktionen wie „Vom Paradies in die Hölle“ wird dieser blinde Fleck zunehmend ins Bewusstsein gerückt. Diese Dokumentation reiht sich in eine wachsende Zahl von Projekten ein, die die Vielfalt der Opfergruppen des Holocausts beleuchten.
Die Premiere der Dokumentation in Österreich könnte weitreichende Auswirkungen haben. Sie bietet nicht nur eine Plattform für die oft übersehenen Geschichten Schwarzer Menschen, sondern regt auch zu einer breiteren Diskussion über Rassismus und Kolonialismus an. In einer Zeit, in der das Thema Rassismus weltweit an Brisanz gewinnt, ist es entscheidend, dass solche Geschichten erzählt werden. Sie tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Vergangenheit zu schärfen und die Notwendigkeit von Toleranz und Inklusion in der Gegenwart zu betonen.
Die Dokumentation wird von einem internationalen Team realisiert, das sich aus Historikern, Filmemachern und Kulturwissenschaftlern zusammensetzt. Zu den Experten, die an der Produktion beteiligt sind, gehören Walter Sauer, Historiker an der Universität Wien, und Clemens Radauer, Kultur- und Sozialanthropologe. Der Film nutzt eine Vielzahl von Quellen, darunter Archivmaterial, Interviews und fiktionale Szenen, um ein umfassendes Bild der Ereignisse zu zeichnen.
Die Veröffentlichung von „Vom Paradies in die Hölle“ könnte ein Katalysator für weitere Projekte sein, die sich mit der Geschichte marginalisierter Gruppen befassen. In Österreich besteht ein wachsendes Interesse an der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit, und solche Produktionen tragen dazu bei, das Verständnis für die Komplexität dieser Epoche zu vertiefen. Die Dokumentation könnte auch international Beachtung finden und als Vorbild für ähnliche Projekte dienen, die den Fokus auf vergessene Geschichten legen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „Vom Paradies in die Hölle“ nicht nur ein weiterer Film über den Zweiten Weltkrieg ist, sondern ein wichtiges Werk, das die Erinnerungskultur bereichert und zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit anregt. Die Premiere wird mit Spannung erwartet und könnte einen bedeutenden Beitrag zur Diskussion über Rassismus und Geschichtsbewusstsein leisten.
Für weitere Informationen zur Dokumentation und zur Premiere am 6. Februar 2026 besuchen Sie bitte die ORF-Presseaussendung.