Expertenrunde analysiert Friedensgespräche und Österreichs Rolle im Konflikt
ORF-III-Diskussion "zur SACHE" beleuchtet am 18. Februar die aktuellen Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg mit hochkarätiger Expertenrunde.
Der Krieg in der Ukraine hat mittlerweile sein fünftes Jahr erreicht und prägt weiterhin die europäische Sicherheitslage maßgeblich. Während die militärischen Auseinandersetzungen auf beiden Seiten unvermindert andauern, richten sich die Blicke der internationalen Gemeinschaft auf die laufenden Friedensgespräche in Genf. ORF III widmet sich dieser hochbrisanten Thematik am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, in einer Sonderausgabe der Diskussionssendung "zur SACHE".
Die diplomatischen Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts haben in den vergangenen Wochen an Dynamik gewonnen. In der Schweizer Metropole Genf treffen sich derzeit Vertreter der Ukraine, Russlands und der Vereinigten Staaten zu einer neuen Runde von Friedensgesprächen. Diese Verhandlungen gelten als einer der vielversprechendsten Ansätze seit Beginn der groß angelegten russischen Invasion.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich auf der kürzlich zu Ende gegangenen Münchner Sicherheitskonferenz optimistisch. Er äußerte die Hoffnung, dass dieser Krieg "mit Würde" beendet werden könne – eine Formulierung, die sowohl Zuversicht als auch die Komplexität der Situation widerspiegelt. Denn die Frage, was ein würdevoller Frieden für alle Beteiligten bedeutet, ist keineswegs einfach zu beantworten.
Moderator Reiner Reitsamer begrüßt in der Sendung vier ausgewiesene Fachleute, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten werden. Die Zusammensetzung der Diskussionsrunde verspricht einen vielschichtigen Austausch verschiedener Standpunkte und Einschätzungen.
Die Sendung wird sich mit mehreren drängenden Fragen auseinandersetzen, die nicht nur die internationale Gemeinschaft, sondern auch Österreich unmittelbar betreffen. Im Mittelpunkt steht zunächst die grundsätzliche Frage: Wie wahrscheinlich ist ein echter, nachhaltiger Frieden unter den gegebenen Umständen?
Die Friedensverhandlungen in Genf werfen zahlreiche Fragen auf. Welche Zugeständnisse sind die Konfliktparteien bereit zu machen? Wie können die territorialen Streitigkeiten gelöst werden? Und welche Sicherheitsgarantien könnten einen dauerhaften Frieden gewährleisten?
Ein weiterer zentraler Aspekt der Diskussion wird die Frage nach dem Preis des Friedens sein. Nach fast fünf Jahren Krieg hat die Ukraine enorme Verluste erlitten – menschlich, wirtschaftlich und infrastrukturell. Ein Friedensabkommen wird zwangsläufig schwierige Kompromisse erfordern, deren Akzeptanz in der ukrainischen Bevölkerung keineswegs gesichert ist.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, welchen Preis die internationale Gemeinschaft für den Wiederaufbau der Ukraine zu zahlen bereit ist. Die wirtschaftlichen Kosten werden in die Hunderte Milliarden Euro geschätzt – eine Summe, die auch die europäischen Haushalte erheblich belasten wird.
Für das österreichische Publikum besonders relevant ist die Frage nach der weiteren Unterstützung der Ukraine durch die Europäische Union und Österreich selbst. Als neutrales Land nimmt Österreich eine besondere Stellung ein, die immer wieder Gegenstand innenpolitischer Debatten ist.
Die humanitäre Hilfe, die Aufnahme von Geflüchteten und die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland haben auch in Österreich spürbare Auswirkungen gezeigt. Die Diskussion wird beleuchten, wie sich die österreichische Position in den kommenden Monaten entwickeln könnte und welche Rolle das Land bei möglichen Friedensbemühungen spielen kann.
Ein weiteres Thema, das in der Sendung zur Sprache kommen wird, ist die Frage eines möglichen EU-Beitritts der Ukraine. Seit der Verleihung des Kandidatenstatus hat die Ukraine erhebliche Reformanstrengungen unternommen, doch der Weg zur Vollmitgliedschaft bleibt lang und steinig.
Die Experten werden erörtern, wie realistisch ein baldiger Beitritt ist und welche Auswirkungen dies auf die Europäische Union hätte. Dabei spielen nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Überlegungen eine zentrale Rolle – schließlich wäre die Ukraine eines der größten und bevölkerungsreichsten Länder der EU.
Die kürzlich zu Ende gegangene Münchner Sicherheitskonferenz hat einmal mehr die unterschiedlichen Positionen der internationalen Akteure deutlich gemacht. Während westliche Verbündete ihre Unterstützung für die Ukraine bekräftigten, zeichneten sich auch Risse in der transatlantischen Allianz ab.
Die Rolle der Vereinigten Staaten bleibt dabei ein entscheidender Faktor. Die amerikanische Beteiligung an den Genfer Gesprächen signalisiert ein fortgesetztes Engagement, doch die innenpolitischen Entwicklungen in den USA könnten die Dynamik der Verhandlungen maßgeblich beeinflussen.
Militärexperte Gustav Gressel wird in der Sendung die aktuelle Lage an der Front analysieren und die strategischen Optionen beider Seiten erläutern. Nach fast fünf Jahren Krieg hat sich eine weitgehend statische Frontlinie etabliert, doch kleinere Gebietsgewinne und -verluste prägen weiterhin das Geschehen.
Die Frage, ob militärische Erfolge die Verhandlungsposition einer Seite entscheidend verbessern können, wird dabei ebenso zur Sprache kommen wie die Auswirkungen der westlichen Waffenlieferungen auf den Kriegsverlauf.
Die Diskussionssendung "zur SACHE" mit dem Thema "Vier Jahre Ukraine-Krieg: Frieden in Sicht?" wird am Mittwoch, dem 18. Februar 2026, um 22.30 Uhr auf ORF III ausgestrahlt. Zusätzlich zur linearen Ausstrahlung ist die Sendung auch über die Streaming-Plattform ORF ON verfügbar, sodass Interessierte die Diskussion auch zeitversetzt verfolgen können.
Weitere Informationen zum Programm von ORF III Kultur und Information finden sich auf der Website des Senders unter tv.ORF.at/orf3. Die Sendung bietet eine wichtige Gelegenheit, sich umfassend über die komplexe Situation zu informieren und verschiedene Perspektiven kennenzulernen.
In Zeiten, in denen der Ukraine-Krieg das wichtigste außen- und sicherheitspolitische Thema Europas darstellt, kommt der öffentlichen Debatte eine besondere Bedeutung zu. Sendungen wie "zur SACHE" leisten einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung, indem sie unterschiedliche Standpunkte zu Wort kommen lassen und komplexe Zusammenhänge verständlich aufbereiten.
Die Frage, ob und wie ein Frieden in der Ukraine erreicht werden kann, betrifft nicht nur die unmittelbar Betroffenen, sondern hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte europäische Sicherheitsarchitektur. Umso wichtiger ist es, dass die österreichische Öffentlichkeit die Möglichkeit hat, sich ein differenziertes Bild der Lage zu machen.