Am 3. Februar 2026 veröffentlichte die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) eine Studie, die die immense wirtschaftliche Bedeutung der Trinkwasserinvestitionen in Österreich hervorhebt. Die Untersuchung zeigt, dass die Investitionen in die Trinkwasserversorgung im Jahr 2024
Am 3. Februar 2026 veröffentlichte die Österreichische Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW) eine Studie, die die immense wirtschaftliche Bedeutung der Trinkwasserinvestitionen in Österreich hervorhebt. Die Untersuchung zeigt, dass die Investitionen in die Trinkwasserversorgung im Jahr 2024 zu einer Bruttowertschöpfung von etwa 12,8 Milliarden Euro führten und 100.500 Arbeitsplätze sicherten. Diese Zahlen unterstreichen die Relevanz der Wasserversorgung als wirtschaftlicher Motor für Österreich.
Die Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung, die im Auftrag der ÖVGW erstellt wurde, verdeutlicht die weitreichenden Effekte der Trinkwasserinvestitionen auf die österreichische Wirtschaft. Mit einem Anteil von 2,8 % an der gesamten Bruttowertschöpfung ist die Wasserversorgung ein zentraler Pfeiler der nationalen Wirtschaft. Die Kofinanzierung der Wasserversorgung durch öffentliche Mittel erweist sich als besonders effektiv, da sie gesamtwirtschaftliche Effekte generiert, die sich über Staatseinnahmen refinanzieren.
Die Trinkwasserversorgung hat in Österreich eine lange Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert wurden erste zentrale Wasserversorgungssysteme aufgebaut, um die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Über die Jahrzehnte hinweg wurde das Netz kontinuierlich ausgebaut und modernisiert. Heute zählt Österreich zu den Ländern mit der besten Trinkwasserqualität weltweit, was nicht zuletzt den fortwährenden Investitionen in die Infrastruktur zu verdanken ist.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich bei der Trinkwasserinfrastruktur besonders gut abschneidet. Während Deutschland in den letzten Jahren verstärkt in die Modernisierung seiner Wasserversorgung investiert hat, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, setzt die Schweiz auf innovative Technologien zur Wasseraufbereitung. Österreich hingegen profitiert von einem hohen Anteil an Grundwasser, das ohne aufwendige Aufbereitung genutzt werden kann.
Die Investitionen in die Trinkwasserversorgung haben direkte Auswirkungen auf die Lebensqualität der österreichischen Bevölkerung. Eine sichere und qualitativ hochwertige Wasserversorgung ist nicht nur ein Grundpfeiler der öffentlichen Gesundheit, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für Unternehmen. Die Verfügbarkeit von sauberem Wasser ist entscheidend für zahlreiche Industriezweige, von der Lebensmittelproduktion bis zur Pharmaindustrie.
Die fiskalischen Effekte der Trinkwasserinvestitionen im Jahr 2024 verteilten sich wie folgt: Der größte Anteil entfiel mit jeweils rund 37 % auf die Sozialversicherungen und den Bund, gefolgt von den Ländern mit 11 %, den Gemeinden mit 10 % und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts mit knapp 5 %. Diese Verteilung zeigt, dass alle Ebenen der öffentlichen Hand von den Investitionen profitieren.
Bis 2030 sind Investitionen in Höhe von etwa 4,3 Milliarden Euro erforderlich, um die Infrastruktur der Trinkwasserversorgung in Österreich zu erhalten und zu modernisieren. Diese Investitionen könnten langfristig zu einer Bruttowertschöpfung von knapp 3 Milliarden Euro führen und rund 30.000 Jahresbeschäftigungsverhältnisse sichern oder schaffen. Eine verstärkte Investition des Bundes könnte die Anzahl der gesicherten Arbeitsplätze nahezu verdoppeln.
Die Studie der ÖVGW verdeutlicht, dass Investitionen in die Trinkwasserversorgung nicht nur die Versorgungssicherheit langfristig stärken, sondern auch als Konjunkturmotor für die österreichische Wirtschaft wirken. Die eingesetzten Fördermittel verbleiben überwiegend in der heimischen Wirtschaft und tragen zur Sicherung von Arbeitsplätzen bei. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels wird die Bedeutung dieser Investitionen in Zukunft noch weiter zunehmen. Wie können wir sicherstellen, dass diese wichtigen Investitionen auch in den kommenden Jahren aufrechterhalten werden?