In einem dramatischen Appell kritisiert Greenpeace das jüngst vorgestellte Steuerpaket der Regierung scharf. Die Umweltschutzorganisation sieht in den geplanten Maßnahmen eine gefährliche Ausweitung klimaschädlicher Anreize und fordert eine dringende Kurskorrektur.Greenpeace: Regierung auf dem Holzw
In einem dramatischen Appell kritisiert Greenpeace das jüngst vorgestellte Steuerpaket der Regierung scharf. Die Umweltschutzorganisation sieht in den geplanten Maßnahmen eine gefährliche Ausweitung klimaschädlicher Anreize und fordert eine dringende Kurskorrektur.
Greenpeace ist empört: Statt die Klimakrise endlich ernsthaft zu bekämpfen, setzt die Regierung mit ihrem neuen Steuerpaket auf die falschen Maßnahmen. Der Umweltschutzorganisation zufolge werden Öl- und Gaskonzerne weiterhin zu lasch besteuert, während erneuerbare Energien stärker belastet werden. Das sei ein klarer Rückschritt im Kampf gegen die Klimakrise.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace, findet deutliche Worte: „Klimaschädliches Verhalten in Zeiten von Klimakrise und knappem Budget nicht nur weiter zu fördern, sondern sogar noch auszubauen, ist der komplett falsche Weg.“ Die Expertin fordert die Regierung auf, endlich die wahren Verursacher – die fossilen Konzerne – angemessen zu besteuern.
Ein weiterer Kritikpunkt von Greenpeace ist der geplante verdreifachte Pendlereuro, der bis 2029 rund 710 Millionen Euro zusätzlich kosten soll. Diese Maßnahme fördere laut Greenpeace lange Arbeitswege und die Nutzung von Autos statt öffentlicher Verkehrsmittel und sei somit klar klimaschädlich.
Greenpeace fordert, die Pendler:innenförderung umweltfreundlich und sozial gerecht neu zu gestalten, anstatt den Pendlereuro zu erhöhen.
Auch die geplante Steuer auf Gewinne aus der Umwidmung von Grundstücken sei laut Greenpeace unzureichend. Obwohl der Schritt zu mehr Gerechtigkeit überfällig sei, reiche der aktuelle Entwurf nicht aus, um den Bodenverbrauch und das Artensterben zu stoppen.
Greenpeace fordert eine konsequente Abschöpfung der Gewinne aus Baulandwidmungen, um Spekulationen zu vermeiden und echten Wandel zu ermöglichen.
Die Umweltschutzorganisation hat eine Petition gestartet, um Druck auf die Regierung auszuüben und eine dauerhafte Ausweitung des fossilen Energiekrisenbeitrags zu fordern. Weitere Informationen finden Sie in der Greenpeace-Stellungnahme und der Petition.