Die österreichische Immobilienbranche steht vor einem dramatischen Umbruch: Die Bundesregierung plant weitreichende Änderungen bei der Grunderwerbsteuer, die ab dem 1. Juli 2025 in Kraft treten sollen. Trotz politischer Versprechen, keine neuen Steuern einzuführen, wird hier tief in die Taschen der
Die österreichische Immobilienbranche steht vor einem dramatischen Umbruch: Die Bundesregierung plant weitreichende Änderungen bei der Grunderwerbsteuer, die ab dem 1. Juli 2025 in Kraft treten sollen. Trotz politischer Versprechen, keine neuen Steuern einzuführen, wird hier tief in die Taschen der Immobiliengesellschaften gegriffen. Besonders betroffen sind Share Deals, die künftig strenger behandelt werden sollen.
Obwohl sich die ÖVP und die NEOS im Vorfeld klar gegen zusätzliche Steuerbelastungen ausgesprochen hatten, zeigt sich nun: Die Realität sieht anders aus. Der erste Gesetzesentwurf zur geplanten Budgetsanierung, analysiert von der Prodinger Steuerberatung, enthält tiefgreifende Änderungen im Grunderwerbsteuerrecht.
Ein zentrales Ziel des Entwurfs ist die Gleichstellung zwischen Asset Deals (direkter Verkauf von Grundstücken) und Share Deals (Übertragung von Gesellschaftsanteilen an grundstückshaltenden Unternehmen). Share Deals galten bislang als steuerlich günstiger – ein Schlupfloch, das die Regierung nun schließen will.
Besonders brisant: Selbst geringfügige Anteilsabtritte eines Mehrheitsgesellschafters können zur Steuerpflicht führen, wenn er weiterhin über der 75 %-Schwelle bleibt.
Private Immobilieneigentümer bleiben verschont, doch die Verschärfungen treffen gesellschaftsrechtliche Strukturen hart. Experten wie Dr. Manfred Schekulin und Mag. Sigrid Schnitzhofer von der Prodinger Steuerberatung raten, geplante Transaktionen umgehend zu prüfen und bis zum Stichtag 30. Juni 2025 umzusetzen, um Nachteile zu vermeiden. Noch besteht Hoffnung auf Klarstellungen im Gesetzgebungsverfahren – andernfalls drohen erhebliche Mehrbelastungen.