Am 28. Mai 2025 versammelten sich in Salzburg die klügsten Köpfe Österreichs, um die Zukunft unserer Städte zu gestalten. Der Anlass? Der fünfte Circular Cities & Regions Roundtable, organisiert vom Circular Economy Forum Austria, das sich als Plattform für den Austausch von Ideen und Strategien
Am 28. Mai 2025 versammelten sich in Salzburg die klügsten Köpfe Österreichs, um die Zukunft unserer Städte zu gestalten. Der Anlass? Der fünfte Circular Cities & Regions Roundtable, organisiert vom Circular Economy Forum Austria, das sich als Plattform für den Austausch von Ideen und Strategien zur Förderung der Kreislaufwirtschaft etabliert hat.
Die Kreislaufwirtschaft ist ein Wirtschaftsmodell, das darauf abzielt, Abfall zu minimieren und Ressourcen so lange wie möglich zu nutzen. Im Gegensatz zu der traditionellen linearen Wirtschaft, die nach dem Prinzip „nehmen, herstellen, wegwerfen“ funktioniert, setzt die Kreislaufwirtschaft auf Wiederverwendung, Reparatur und Recycling. Dadurch werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern auch die Umweltbelastung erheblich reduziert.
Die Idee der Kreislaufwirtschaft ist nicht neu. Bereits in den 1970er Jahren begannen Wissenschaftler, über nachhaltigere Wirtschaftsmodelle nachzudenken. Mit der zunehmenden Verknappung von Ressourcen und dem steigenden Umweltbewusstsein gewann die Kreislaufwirtschaft jedoch erst in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung.
Auf dem Roundtable wurde deutlich, dass Städte und Regionen eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft spielen. Mit konkreten Beispielen aus Graz und Stuttgart wurden innovative Ansätze präsentiert, wie Städte ihre Bevölkerung einbinden und regionale Wertschöpfung fördern können.
Graz setzt auf die Einbindung der Bevölkerung, um die Lebensqualität zu steigern und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Thessa Doncheva, Klimaökonomin der Stadt Graz, betonte: „Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft gehen Hand in Hand. Die Synergie dieser beiden Themen bringt uns viele Vorteile bei der Kommunikation und Umsetzung.“
Stuttgart hingegen hat sich auf die Förderung regionaler Wertschöpfung spezialisiert. Durch die Unterstützung lokaler Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen trägt die Stadt nicht nur zur Wirtschaft bei, sondern stärkt auch die Gemeinschaft.
Seit 2024 bietet der Circular Cities & Regions Roundtable viermal jährlich eine Plattform für den Austausch von Ideen und Erfahrungen. Philipp Preuner von der Stadt Wien lobte den Roundtable als wichtigen Beitrag zur Integration der Kreislaufwirtschaft: „Wir schätzen den Austausch mit anderen Städten bei der schrittweisen Integration der Kreislaufwirtschaft in Projekte und Prozesse der Stadt.“
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) unterstützt den Roundtable, um die Kreislaufwirtschaft in Österreich voranzutreiben. Diese Förderung zeigt, wie wichtig die Regierung die Kreislaufwirtschaft für die Zukunft des Landes erachtet.
Die Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein österreichisches Phänomen. Weltweit setzen immer mehr Städte auf nachhaltige Konzepte. Städte wie Amsterdam und Kopenhagen gelten als Pioniere, die anderen als Vorbild dienen.
Für die Bürger bedeutet die Kreislaufwirtschaft vor allem eins: mehr Lebensqualität. Durch die Reduzierung von Abfällen und Emissionen wird die Umwelt sauberer und gesünder. Gleichzeitig schafft die Förderung lokaler Wirtschaftszweige neue Arbeitsplätze und stärkt die Gemeinschaft.
Die Zukunft der Kreislaufwirtschaft in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der Unterstützung von Institutionen und der aktiven Beteiligung der Bevölkerung könnte Österreich zu einem Vorbild für andere Länder werden. Valerie-Sophie Schönberg, Vorstandsmitglied des Circular Economy Forum Austria, fasst es treffend zusammen: „Städte, Gemeinden und Regionen sind Schlüsselakteure für die Umsetzung der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie.“
Der Circular Cities & Regions Roundtable zeigt eindrucksvoll, dass die Transformation hin zu einer klimafreundlichen, ressourcenschonenden Wirtschaft möglich ist. Mit kontinuierlichem Engagement und Innovation könnte Österreich die Wende zur Kreislaufwirtschaft schaffen und damit einen wesentlichen Beitrag zum globalen Klimaschutz leisten.
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