In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt besonders wichtig ist, startet SOS Mitmensch am 26. Januar 2026 eine umfassende Zivilcourage-Offensive. Diese Initiative, die in Zusammenarbeit mit Amnesty International Österreich ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, Zivilcourage von einer
In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt besonders wichtig ist, startet SOS Mitmensch am 26. Januar 2026 eine umfassende Zivilcourage-Offensive. Diese Initiative, die in Zusammenarbeit mit Amnesty International Österreich ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, Zivilcourage von einer seltenen Ausnahme zu einer gesellschaftlichen Norm zu machen. Auf der Webseite www.sos-zivilcourage.at finden sich praxisnahe Tipps, wie man im Alltag hinschaut, eingreift und Menschen in schwierigen Situationen unterstützt. Ergänzt wird die Kampagne durch eine fünfteilige Social Media Video-Kampagne, die alltägliche Szenen aufgreift und zeigt, wie Unterstützung möglich ist, ohne sich selbst zu gefährden.
Der Begriff Zivilcourage beschreibt das mutige Eingreifen von Einzelpersonen in Situationen, in denen Unrecht geschieht oder Menschen in Not sind. Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu werden, anstatt wegzusehen. In Österreich, einem Land, das auf demokratischen Werten und Menschenrechten basiert, ist Zivilcourage ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens.
Die Geschichte der Zivilcourage in Österreich ist eng mit den politischen und sozialen Entwicklungen des Landes verknüpft. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Besatzungszeit entwickelte sich Österreich zu einer stabilen Demokratie. In dieser Zeit wurde Zivilcourage zunehmend als wichtiger Wert anerkannt, der nicht nur in politischen, sondern auch in alltäglichen Situationen von Bedeutung ist. Die 1960er und 1970er Jahre, geprägt von gesellschaftlichen Umbrüchen und der Studentenbewegung, brachten eine neue Welle des Bewusstseins für soziale Gerechtigkeit und individuelle Verantwortung mit sich.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz gibt es in Österreich ähnliche Herausforderungen und Ansätze im Umgang mit Zivilcourage. In Deutschland wird Zivilcourage häufig durch staatliche Initiativen und Bildungskampagnen gefördert, während in der Schweiz der Fokus stärker auf der lokalen Gemeinschaft und der direkten Demokratie liegt. Beide Länder haben ebenfalls Programme entwickelt, um Bürger zu ermutigen, in kritischen Situationen einzugreifen, was zeigt, dass Zivilcourage ein universelles Bedürfnis in modernen Gesellschaften darstellt.
Die Zivilcourage-Offensive von SOS Mitmensch zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Bedeutung von Zivilcourage zu schärfen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ein Beispiel ist die Einführung von Workshops, in denen Bürger lernen, wie sie in verschiedenen Situationen sicher eingreifen können. Diese Workshops bieten Rollenspiele und praktische Übungen, um die Hemmschwelle zum Eingreifen zu senken. Ein weiteres Beispiel ist die Verbreitung der Social Media Videos, die alltägliche Szenen darstellen, in denen Zivilcourage gefordert ist. Diese Videos sollen die Zuschauer dazu ermutigen, in ähnlichen Situationen aktiv zu werden.
Statistiken zeigen, dass in Österreich die Bereitschaft zur Zivilcourage in den letzten Jahren gestiegen ist. Laut einer Umfrage des Österreichischen Instituts für Familienforschung geben 65% der Befragten an, dass sie in der Vergangenheit bereits in einer Situation eingegriffen haben, in der jemand Hilfe benötigte. Diese Zahl verdeutlicht, dass Zivilcourage in Österreich bereits fest verankert ist, aber dennoch Raum für Verbesserungen besteht.
Maiko Sakurai, Projektleiterin bei SOS Mitmensch, betont, dass Zivilcourage eine zentrale Voraussetzung für ein solidarisches Zusammenleben ist. „Dennoch fehlt in Alltagssituationen oftmals das Wissen und die Erfahrung, wie man aufmerksam und zivilcouragiert handeln kann, ohne sich selbst zu gefährden“, erklärt Sakurai. Shoura Hashemi, Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich, ergänzt, dass Zivilcourage ein Schlüssel für Menschenrechte ist, die man mit Leben füllt. „Menschenrechte werden im Alltag verteidigt“, betont Hashemi. Diese Expertenstimmen unterstreichen die Bedeutung der Initiative und die Notwendigkeit, Zivilcourage zu fördern.
Die Zukunftsperspektive der Zivilcourage-Offensive von SOS Mitmensch ist klar: Zivilcourage soll zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags werden. Die Kampagne zielt darauf ab, langfristig das gesellschaftliche Bewusstsein zu verändern und Zivilcourage als Norm zu etablieren. Durch die kontinuierliche Sensibilisierung und die Bereitstellung von Ressourcen und Unterstützung sollen Bürger ermutigt werden, aktiv zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.
Zusammenfassend zeigt die Zivilcourage-Offensive von SOS Mitmensch, dass bereits kleine Schritte viel verändern können. Wenn Menschen eingreifen, Haltung zeigen und andere stärken, entstehen Räume, in denen Respekt wächst und Zusammenhalt spürbar wird. SOS Mitmensch ruft dazu auf, die Zivilcourage-Videoclips zu teilen und Zivilcourage zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags zu machen. Denn Zivilcourage braucht uns alle.
Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite www.sos-zivilcourage.at oder lesen Sie unsere Pressemitteilung.