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Chronik

Sonnenschutz-Mythen enthüllt: Was Apotheker wirklich raten!

2. Juli 2025 um 06:40
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Die Sonne lacht vom Himmel, die Temperaturen steigen, und die Menschen strömen in Scharen an die Badeseen und in die Freibäder. Doch während viele die Sonne genießen, lauert eine unsichtbare Gefahr: die UV-Strahlung. Die Österreichische Apothekerkammer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerun

Die Sonne lacht vom Himmel, die Temperaturen steigen, und die Menschen strömen in Scharen an die Badeseen und in die Freibäder. Doch während viele die Sonne genießen, lauert eine unsichtbare Gefahr: die UV-Strahlung. Die Österreichische Apothekerkammer hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung über die Wichtigkeit des richtigen Sonnenschutzes aufzuklären. Doch was bedeutet das konkret für jeden Einzelnen von uns? Und welche Mythen ranken sich um das Thema Sonnenschutz?

Die Bedeutung des Lichtschutzfaktors (LSF)

Der Lichtschutzfaktor, kurz LSF, ist eine der wichtigsten Kennzahlen, wenn es um Sonnenschutz geht. Doch was genau bedeutet dieser Wert? Der LSF gibt an, wie viel länger man sich mit dem entsprechenden Sonnenschutzmittel in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, im Vergleich zur ungeschützten Haut. Ein LSF von 30 bedeutet also, dass man theoretisch 30-mal länger in der Sonne bleiben kann, ohne Schaden zu nehmen. Doch dies ist nur die halbe Wahrheit.

Wie Mag. pharm. Susanne Ergott-Badawi von der Österreichischen Apothekerkammer betont, hängt die Wahl des richtigen LSF auch vom individuellen Hauttyp ab. Helle Hauttypen benötigen einen höheren LSF als dunklere, um den gleichen Schutz zu gewährleisten. Zudem spielt die Menge, die aufgetragen wird, eine entscheidende Rolle. Laut der Apothekerkammer sollten pro Quadratzentimeter Haut zwei Milligramm Creme aufgetragen werden. Das ist mehr, als die meisten Menschen gewöhnt sind.

Widerstandsfähig oder nicht? Der Mythos des wasserfesten Sonnenschutzes

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass wasserfeste Sonnencremes nicht nachgecremt werden müssen. Doch auch diese Produkte verlieren nach einem Bad im Wasser oder durch Schweiß und Abrieb an Wirksamkeit. Die Apothekerkammer rät daher, spätestens alle zwei bis drei Stunden nachzucremen. Und das gilt natürlich auch für den wasserfesten Sonnenschutz.

Schatten und Bräune: Kein sicherer Schutz!

Ein weiterer Mythos, der sich hartnäckig hält, ist der Glaube, dass der Aufenthalt im Schatten ausreichend Schutz bietet. Doch auch im Schatten kann man einem erheblichen Anteil der UV-Strahlung ausgesetzt sein. Besonders reflektierende Oberflächen wie Wasser, Sand oder Schnee verstärken die Strahlung zusätzlich. Ebenso schützt eine bereits gebräunte Haut nicht ausreichend vor weiteren Schäden durch UV-Strahlen. Daher ist es wichtig, auch im Schatten und bei bereits gebräunter Haut einen geeigneten Sonnenschutz zu verwenden.

Medikamenteneinnahme und Sonnenschutz

Ein oft unterschätztes Risiko ist die Wechselwirkung von Medikamenten mit UV-Strahlen. Bestimmte Medikamente, wie Antibiotika, Psychopharmaka oder Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, können die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen. Dies kann zu unerwünschten Hautreaktionen führen, die von leichten Rötungen bis hin zu schweren Verbrennungen reichen können. Die Apothekerkammer empfiehlt daher, sich in der Apotheke über mögliche Wechselwirkungen zu informieren und gegebenenfalls den Sonnenschutz anzupassen.

Alte Cremes entsorgen: Gefahr durch Schadstoffe

Wer kennt das nicht: Der Sommer ist vorbei, und die halbvolle Flasche Sonnencreme wandert in den Schrank, um im nächsten Jahr wiederverwendet zu werden. Doch Vorsicht! Französische Wissenschaftler der Pariser Universität Sorbonne haben herausgefunden, dass sich bei bestimmten Produkten mit der Zeit Schadstoffe bilden können. Diese können nicht nur die Wirksamkeit der Creme beeinträchtigen, sondern auch gesundheitsschädlich sein. Daher rät die Apothekerkammer dringend dazu, Sonnenschutzmittel, die älter als ein Jahr sind, zu entsorgen und sich beim Kauf neuer Produkte beraten zu lassen.

Expertenmeinungen und Tipps für die Zukunft

Ein fiktiver Experte erklärt: "Die Aufklärung über Sonnenschutz ist in Österreich auf einem guten Weg, aber es gibt noch viel zu tun. Wir müssen vor allem die Mythen entkräften, die sich hartnäckig in den Köpfen der Menschen halten. Nur so können wir langfristig Hautkrebs und andere durch UV-Strahlung verursachte Schäden reduzieren."

Für die Zukunft plant die Apothekerkammer, noch intensiver auf die Aufklärung der Bevölkerung zu setzen. Gezielte Kampagnen sollen vor allem junge Menschen ansprechen, die oft unvorsichtig mit ihrer Haut umgehen. Auch die Zusammenarbeit mit Schulen und Sportvereinen wird als wichtiger Baustein zur Prävention gesehen.

Fazit: Der richtige Schutz für jeden Hauttyp

Abschließend lässt sich sagen, dass der richtige Sonnenschutz individuell angepasst werden muss. Ob in der Apotheke oder beim Dermatologen – eine fachkundige Beratung ist unerlässlich, um den passenden Schutz zu finden. Und auch wenn das Angebot an Sonnenschutzmitteln groß ist, sollte man sich nicht von vermeintlichen Wundermitteln blenden lassen. Der beste Schutz ist immer noch, die Haut so wenig wie möglich der direkten Sonne auszusetzen und bei Bedarf auf hochwertige Produkte zurückzugreifen.

Für weitere Informationen und Beratung stehen die Apotheken in ganz Österreich bereit. Nutzen Sie diese Expertise, um Ihre Haut effektiv zu schützen und den Sommer unbeschwert genießen zu können.

Schlagworte

#Apothekerkammer#Hauttyp#Lichtschutzfaktor#Medikamentenwechselwirkungen#Sonnencreme#Sonnenschutz#UV-Strahlung

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