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Chronik

Sommerhitze in Österreich: Wohnungen werden zu gefährlichen Hitzefallen!

12. Juni 2025 um 05:38
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Österreich schwitzt – und das nicht nur draußen! Eine neue Umfrage von Greenpeace enthüllt schockierende Fakten: Zwei Drittel der Österreicher leiden in ihren eigenen vier Wänden unter der drückenden Sommerhitze. Während die Temperaturen steigen, verwandeln sich viele Wohnungen in regelrechte Hitzef

Österreich schwitzt – und das nicht nur draußen! Eine neue Umfrage von Greenpeace enthüllt schockierende Fakten: Zwei Drittel der Österreicher leiden in ihren eigenen vier Wänden unter der drückenden Sommerhitze. Während die Temperaturen steigen, verwandeln sich viele Wohnungen in regelrechte Hitzefallen. Doch was bedeutet das für die Betroffenen und was kann dagegen getan werden?

Hitzealarm in den eigenen vier Wänden

Die von Greenpeace beauftragte Umfrage zeigt ein erschreckendes Bild: 66 Prozent der Menschen in Österreich fühlen sich während Hitzewellen auch in ihrer Wohnung von der Hitze geplagt. Besonders alarmierend ist, dass 18 Prozent der Befragten angeben, die Situation sei sogar unerträglich. Die Hauptleidtragenden sind Menschen in unsanierten Wohnungen, die sich in wahren Glutöfen verwandeln.

Die unsichtbare Gefahr: Gesundheitliche Folgen der Hitze

Die gesundheitlichen Risiken sind enorm. Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich, warnt: „Die Klimakrise macht unsere Wohnungen zu Hitzefallen. Besonders in schlecht sanierten Gebäuden wird es im Sommer unerträglich heiß. Das raubt Schlaf, schadet der Gesundheit und mindert die Lebensqualität.“

Laut der Umfrage spüren 80 Prozent der Befragten während Hitzewellen körperliche Folgen. Schlafprobleme, verminderte Leistungsfähigkeit und sogar Kreislaufbeschwerden sind weit verbreitet. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Kinder, die sich oft nicht ausreichend vor der Hitze schützen können.

Die Rolle der Klimakrise

Die Klimakrise ist der Motor hinter diesen beängstigenden Entwicklungen. In Wien wurden im letzten Jahr an 45 Tagen Temperaturen über 30 Grad gemessen – ein neuer Rekord. Und die Prognosen für diesen Sommer sind nicht besser. Die Hitzewellen nehmen drastisch zu und werden immer extremer.

Zu wenig Grün, zu wenig Schatten

Ein weiteres Problem: Österreichs Städte und Gebäude sind oft schlecht auf die steigenden Temperaturen vorbereitet. Es fehlt an Grünflächen, Schatten und thermischer Sanierung. Die Folge: Die Hitze staut sich und macht das Wohnen unerträglich.

Die Forderungen von Greenpeace sind klar: „Statt beim Klimaschutz zu kürzen, muss die Bundesregierung Sanierungen fördern, Eigentümer in die Pflicht nehmen und Hitzeschutz gesetzlich verankern“, so Dengler. Doch die Realität sieht anders aus. Aufgrund aktueller Budgetkürzungen drohen die Förderungen drastisch zu sinken.

Was können die Betroffenen tun?

Doch was können die Menschen selbst tun, um der Hitze zu entkommen? Einige hilfreiche Tipps und Tricks können dabei helfen, die Temperaturen in den eigenen vier Wänden zu senken:

  • Richtiges Lüften: Lüften Sie nur in den frühen Morgenstunden oder spät abends, wenn die Temperaturen gesunken sind.
  • Verdunkeln: Halten Sie tagsüber die Fenster geschlossen und die Rollos oder Vorhänge zu.
  • Ventilatoren und Klimageräte: Nutzen Sie Ventilatoren oder mobile Klimageräte, um die Luft in Bewegung zu halten.
  • Wasserverdunstung: Stellen Sie eine Schüssel mit kaltem Wasser vor den Ventilator – das sorgt für eine angenehme Erfrischung.

Politische Verantwortung und Forderungen

Greenpeace fordert nicht nur die Regierung, sondern auch Vermieter auf, Verantwortung zu übernehmen. Eine Möglichkeit wäre, dass eine zu heiße Wohnung die Miete mindert. Dies könnte Vermieter dazu anregen, in Hitzeschutzmaßnahmen zu investieren.

Die Forderungen der Bevölkerung sind ebenfalls klar: Über die Hälfte der Befragten verlangt, dass in Österreich mehr entsiegelt, begrünt und renaturiert wird. Vier von zehn Menschen fordern zudem, dass der Staat mehr in thermische Sanierungen investiert.

Ein Blick in die Zukunft

Die Zukunft sieht düster aus, wenn nicht schnell gehandelt wird. Experten sind sich einig, dass die Hitzewellen in den kommenden Jahren noch intensiver und häufiger auftreten werden. Der Klimawandel ist längst nicht mehr ein Problem der Zukunft, sondern eine gegenwärtige Bedrohung.

Die Umfrage von Greenpeace ist ein Weckruf an die Politik und die Gesellschaft. Die Zeit zu handeln ist jetzt!

Für weitere Informationen zur Umfrage und Bildmaterial besuchen Sie bitte die offizielle Seite von Greenpeace hier.

Schlagworte

#Gesundheit#Greenpeace#Hitze#Klimakrise#Österreich#Sanierung#Wohnungen

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