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Kultur

Sekt-Revolution in Krems: Traditionelle Flaschengärung sorgt für Furore!

3. September 2025 um 07:41
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Die Weinbauschule Krems sorgt für Schlagzeilen: Erstmals wurde hier Sekt nach der traditionellen Flaschengärung, auch bekannt als Méthode Traditionelle, hergestellt. Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe und könnte die österreichische Sektlandschaft revolutionieren!Ein Blick hinter die Kulissen

Die Weinbauschule Krems sorgt für Schlagzeilen: Erstmals wurde hier Sekt nach der traditionellen Flaschengärung, auch bekannt als Méthode Traditionelle, hergestellt. Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe und könnte die österreichische Sektlandschaft revolutionieren!

Ein Blick hinter die Kulissen der Sektherstellung

Die Herstellung von Sekt ist ein komplexer Prozess, der in der Regel drei verschiedene Verfahren umfasst: die Tankgärung, das Transvasierverfahren und die traditionelle Flaschengärung. Letztere gilt als die hochwertigste und aufwendigste Methode der Sektherstellung. Doch was macht diese Methode so besonders?

Die Méthode Traditionelle entschlüsselt

Bei der Méthode Traditionelle, die früher auch als Champagner-Methode bekannt war, findet die zweite Gärung des Grundweines direkt in der Flasche statt. Diese Methode erfordert nicht nur dickwandige Sektflaschen, die mit einem Kronkorken verschlossen werden, sondern auch eine sorgfältige Überwachung des Gärprozesses. Kellermeister Rudolf Völker erklärt: „Dieser Qualitätsschaumwein muss mindestens neun Monate auf der Hefe liegen, die den Zucker in Alkohol umwandelt, wobei Kohlensäure entsteht.“

Doch damit nicht genug: Nach dieser Phase werden die Flaschen bis zu sechs Wochen lang regelmäßig gedreht – ein Prozess, der im Fachjargon als „Rütteln“ bekannt ist. Dieser Vorgang kann bis zu 32 Mal wiederholt werden, bis sich alle Hefepartikel im Flaschenhals absetzen und entfernt werden können.

Eine Investition in die Zukunft

Die Einführung dieser Methode an der Weinbauschule Krems ist nicht nur ein technischer Meilenstein, sondern auch eine Investition in die Zukunft des österreichischen Sektmarktes. „Mit der neuen Abfüllanlage befinden sich die NÖ Landesweingüter in der Elite der Sektherstellung in Österreich“, betont Landesgüterdirektor Erhard Kührer. Diese Anlage ist das Herzstück des Herstellungsprozesses und ermöglicht es, den Sekt vom ersten bis zum letzten Produktionsschritt in derselben Flasche zu belassen. Dieser Umstand erfordert besondere Sorgfalt und Fachkenntnis.

Der Trend zu regionalen Produkten

Der Konsum von Sekt ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen, wobei der Trend zu regionalen und qualitativ hochwertigen Produkten anhält. Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister hebt hervor: „Ein weiterer Kaufanreiz ist die Qualität, die die Weinbauschule Krems mit der Sektherstellung durch die traditionelle Flaschengärung bestens erfüllt.“

Die Auswirkungen auf den Konsumenten

Doch was bedeutet dies für den durchschnittlichen Konsumenten? Zunächst einmal können sich Sektliebhaber auf ein Produkt freuen, das durch seine feine Perlage und seinen komplexen Geschmack überzeugt. Zudem unterstützt der Kauf dieses Sekts die lokale Wirtschaft und trägt zur Erhaltung traditioneller Herstellungsmethoden bei.

Historische Hintergründe der Sektherstellung

Die Kunst der Sektherstellung hat eine lange Tradition, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich wurde die Methode in der Champagne-Region in Frankreich entwickelt, wo sie als „Méthode Champenoise“ bekannt ist. Diese Methode wurde später in „Méthode Traditionelle“ umbenannt, um die Bezeichnung „Champagner“ ausschließlich für Weine aus der Champagne zu reservieren.

In Österreich hat die Sektherstellung ebenfalls eine lange Geschichte. Die ersten Sektkellereien wurden im 19. Jahrhundert gegründet und haben sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Einführung der traditionellen Flaschengärung an der Weinbauschule Krems markiert einen weiteren wichtigen Schritt in dieser Entwicklung.

Vergleich mit anderen Bundesländern

Während Niederösterreich nun mit dieser Innovation auf sich aufmerksam macht, haben auch andere Bundesländer in Österreich ihre eigenen Besonderheiten in der Wein- und Sektherstellung. Die Steiermark beispielsweise ist bekannt für ihre frischen und fruchtigen Weißweine, während das Burgenland sich auf kräftige Rotweine spezialisiert hat. Die Einführung der traditionellen Flaschengärung könnte nun dazu beitragen, dass Niederösterreich auch im Bereich der Schaumweine eine führende Rolle einnimmt.

Ein Blick in die Zukunft

Der Schritt der Weinbauschule Krems könnte wegweisend für die gesamte österreichische Sektindustrie sein. Experten prognostizieren, dass die Nachfrage nach hochwertigem, regional produziertem Sekt weiter steigen wird. „Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass weitere Weingüter in Österreich in die traditionelle Flaschengärung investieren und so das Angebot an Qualitätsschaumweinen erweitern“, so ein Experte.

Fazit

Die Premiere der traditionellen Flaschengärung an der Weinbauschule Krems ist ein bedeutender Meilenstein für die österreichische Sektindustrie. Mit dieser Methode wird nicht nur die Qualität der Produkte gesteigert, sondern auch die regionale Wirtschaft gefördert. Für Konsumenten bedeutet dies eine noch größere Auswahl an hochwertigen Schaumweinen, die mit ihrer feinen Perlage und ihrem komplexen Geschmack überzeugen. Eine Entwicklung, die es in den kommenden Jahren zu beobachten gilt!

Schlagworte

#Flaschengärung#Méthode Traditionelle#Niederösterreich#Sekt#Sektherstellung#Wein#Weinbauschule Krems

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