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Chronik

Schrems auf dem Weg zur ersten Wetland City im deutschsprachigen Raum!

16. Juni 2025 um 04:38
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Die kleine Stadt Schrems im niederösterreichischen Waldviertel hat Großes vor: Sie will zur ersten „Wetland City“ im deutschsprachigen Raum werden. Doch was bedeutet das überhaupt, und warum ist es so bedeutend?Was ist eine Wetland City?Der Begriff „Wetland City“ ist eng mit der Ramsar-Konvention ve

Die kleine Stadt Schrems im niederösterreichischen Waldviertel hat Großes vor: Sie will zur ersten „Wetland City“ im deutschsprachigen Raum werden. Doch was bedeutet das überhaupt, und warum ist es so bedeutend?

Was ist eine Wetland City?

Der Begriff „Wetland City“ ist eng mit der Ramsar-Konvention verbunden. Diese internationale Übereinkunft wurde 1971 in der iranischen Stadt Ramsar ins Leben gerufen und hat sich dem Schutz von Feuchtgebieten verschrieben. Feuchtgebiete sind Lebensräume, die ständig oder zeitweise mit Wasser bedeckt sind. Dazu zählen Moore, Sümpfe, Auen und ähnliche Gebiete. Diese Ökosysteme sind von unschätzbarem Wert, da sie Kohlenstoff speichern, Wasser filtern und eine Heimat für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten bieten.

Die Bedeutung der Ramsar-Konvention

Die Ramsar-Konvention ist ein Meilenstein im globalen Naturschutz. Sie setzt sich für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten ein. Eine Wetland City hat das Ziel, diese Prinzipien in die städtische Planung und Entwicklung zu integrieren. Weltweit gibt es bereits 74 Städte in 27 Ländern, die diesen Status erreicht haben. Schrems könnte die erste im deutschsprachigen Raum sein.

Der Weg zur Wetland City

Im Dezember 2024 fiel im Gemeinderat von Schrems der Grundsatzbeschluss, sich um den Titel zu bewerben. Mitte Juni 2025 begannen die konkreten Vorbereitungen. Der Bewerbungsprozess ist umfassend und wird von einem lokalen Komitee koordiniert, das aus rund 25 ehrenamtlichen Mitgliedern besteht. Diese bringen nicht nur viel Fachwissen, sondern auch unterschiedliche Perspektiven ein.

Lokales Engagement und Expertise

Die zentrale Koordination übernimmt Sebastian Bohrn Mena von der Stiftung COMÚN, die in Schrems ansässig ist. Unter den Mitwirkenden sind renommierte Experten wie der Moorbiologe Axel Schmidt und der Professor für Ökosystemforschung Martin Kainz. Auch Vertreter aus der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft sind involviert, um eine breite Unterstützung sicherzustellen.

Die Rolle der Bevölkerung

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Einbindung der lokalen Bevölkerung. Bürgermeister David Süß betont, dass die Gemeinschaft vor Ort eine zentrale Rolle spielt. „Schrems kann mit dieser Zertifizierung Vorreiter für die gesamte Region werden“, erklärt er. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger zu „Botschaftern“ der Feuchtgebiete zu machen.

Aktivitäten und Bewusstseinsbildung

Um das Bewusstsein für die Bedeutung der Feuchtgebiete zu schärfen, sind zahlreiche Aktivitäten geplant. Diese reichen von Schulungen und Vorträgen bis hin zu großen Veranstaltungen, wie dem „Wunderwelt Wasser“-Familienfest am 15. August 2025. Hier sollen die Menschen auf spielerische Weise die Wunder der Natur entdecken.

Die Unterstützung des Landes Niederösterreich

Auch das Land Niederösterreich verfolgt das Projekt mit großem Interesse. Landesrätin Susanne Rosenkranz, zuständig für Naturschutz, unterstützt die Bemühungen: „Moore sind wahre Multitalente: Sie schützen unser Klima, regulieren den Wasserhaushalt und bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen einzigartigen Lebensraum.“

Ein Highlight für die Landesausstellung 2028

Im Jahr 2028 soll die Akkreditierung von Schrems zur „Stadt der Feuchtgebiete“ ein Highlight der Landesausstellung „Wasserwelt Waldviertel“ werden. Diese Ausstellung wird die Region von Gmünd bis Litschau in den Fokus rücken und die Bedeutung des Wassers thematisieren.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bewerbung von Schrems als Wetland City könnte weitreichende Folgen haben. Sie könnte nicht nur den Naturschutz stärken, sondern auch die regionale Entwicklung fördern. Indem Schrems zum Vorbild für andere Städte wird, könnte der Titel weitere Gemeinden inspirieren, ähnliche Schritte zu unternehmen.

Der Einfluss auf die lokale Wirtschaft

Der Status als Wetland City könnte auch wirtschaftliche Vorteile bringen. Tourismus, Bildung und Forschung könnten davon profitieren. In anderen Ländern haben Städte mit diesem Titel bereits positive Erfahrungen gemacht, indem sie ökologische Tourismusangebote geschaffen und Bildungsprogramme entwickelt haben.

Schlussgedanken

Die geplante Bewerbung von Schrems zur Wetland City ist ein ambitioniertes Projekt, das zeigt, wie Naturschutz und regionale Entwicklung Hand in Hand gehen können. Es ist ein Beispiel dafür, wie eine kleine Stadt durch Engagement und Zusammenarbeit Großes erreichen kann. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob Schrems es schafft, diesen prestigeträchtigen Titel zu erlangen und damit ein Zeichen für den Schutz unserer wertvollen Feuchtgebiete zu setzen.

Mehr Informationen zum Projekt finden sich auf der Website wetlandcityschrems.at.

Schlagworte

#Feuchtgebiete#Naturschutz#Niederösterreich#Ramsar-Konvention#Schrems#Waldviertel#Wetland City

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