Die globalen Handelskriege spitzen sich zu und Österreich steht vor einer wirtschaftlichen Herausforderung, die es seit Jahren nicht mehr gegeben hat. US-Präsident Donald Trump plant drastische Zollerhöhungen, die weltweit für Unsicherheit sorgen. Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann warnt eindri
Die globalen Handelskriege spitzen sich zu und Österreich steht vor einer wirtschaftlichen Herausforderung, die es seit Jahren nicht mehr gegeben hat. US-Präsident Donald Trump plant drastische Zollerhöhungen, die weltweit für Unsicherheit sorgen. Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann warnt eindringlich vor den Folgen für Österreichs Wirtschaft.
Die aggressive Zollpolitik der USA hat einen Schock in der Weltwirtschaft ausgelöst. Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann betonte im Finanzausschuss des Nationalrats, dass die geplanten Zollerhöhungen im Juli die österreichische Wirtschaft hart treffen könnten. Laut Berechnungen der OeNB könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 % zurückgehen, nachdem bereits in der März-Prognose ein Minus von 0,1 % angenommen wurde.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose für 2025 um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Auch für 2026 sieht es nicht besser aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Wachstumsaussichten ebenfalls nach unten korrigiert. Österreichs BIP-Wachstum wird für 2025 bei nur 0,9 % erwartet, mit einer leichten Erholung in den folgenden Jahren.
Die österreichische Wirtschaft kämpft mit einer ausgeprägten Konsumschwäche und einer Industrierezession. Trotz Realeinkommenszuwächsen bleibt die Sparquote hoch, was die wirtschaftlichen Aussichten weiter eintrübt. Besonders der Dienstleistungssektor treibt die Inflation auf 2,9 %, während die Lohnstückkosten stark gestiegen sind.
Um die Bargeldversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen, hat die Nationalbank eine Vereinbarung mit dem Gemeindebund getroffen, um zusätzliche Geldausgabeautomaten bereitzustellen. Gleichzeitig arbeitet die OeNB intensiv an der Einführung des digitalen Euro, um Europas strategische Autonomie zu stärken.
Vize-Gouverneurin Edeltraud Stiftinger berichtet von hohen Gewinnen im Bankensektor, doch die Kreditqualität verschlechtert sich. Die Nationalbank mahnt zur Wachsamkeit gegenüber Kreditrisiken, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen.
Österreich sieht sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, die von internationalen Handelskonflikten bis hin zu internen wirtschaftlichen Schwächen reichen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um die Weichen für eine stabile Zukunft zu stellen.