Das 40. DOK.fest München sorgt für Schlagzeilen! Zwei herausragende Filme haben die Herzen der Zuschauer erobert und die Jury in Staunen versetzt. Die ARTE-Koproduktionen SILENT OBSERVERS und WRITING HAWA haben nicht nur Preise abgeräumt, sondern werfen auch brisante Fragen auf, die die Zuschauer pa
Das 40. DOK.fest München sorgt für Schlagzeilen! Zwei herausragende Filme haben die Herzen der Zuschauer erobert und die Jury in Staunen versetzt. Die ARTE-Koproduktionen SILENT OBSERVERS und WRITING HAWA haben nicht nur Preise abgeräumt, sondern werfen auch brisante Fragen auf, die die Zuschauer packen und nicht mehr loslassen!
Der Film SILENT OBSERVERS, eine packende ARTE-Koproduktion, hat die Jury des DOK.fests mit einer einzigartigen Perspektive überzeugt. Regisseurin Eliza Petkova nimmt die Zuschauer mit in ein abgelegenes bulgarisches Bergdorf. Doch hier sind es nicht die Menschen, die im Mittelpunkt stehen, sondern sechs Tiere, die das Geschehen aus ihrer Sicht beobachten. Dieser experimentelle Film mit seinem beeindruckenden Soundtrack stellt die Frage: Welchen Wert haben Tiere eigentlich für uns?
In ihrer Begründung lobte die Jury die kreative Annäherung an das Thema. „Wir kommen auf ungewöhnliche und kreative Weise Tieren näher“, heißt es. Der Film sei akribisch geplant und lade ein, die menschliche Vorherrschaft infrage zu stellen.
Während SILENT OBSERVERS mit dem VIKTORIA DOK.international Main Competition ausgezeichnet wurde, erhielt WRITING HAWA den Publikumspreis. Dieser Film zeichnet ein eindrucksvolles Bild dreier Generationen afghanischer Frauen und bringt die Zuschauer mitten hinein in ein Land am Scheideweg.
Im Zentrum steht Hawa, die mit 50 Jahren ein Geschäft mit handgefertigter Kleidung aufzieht und Lesen lernt. Ihre Tochter Najiba, die Regisseurin des Films, und die 14-jährige Zahra, die nach der Machtübernahme der Taliban aus ihrem Zuhause fliehen muss, komplettieren das Bild einer bewegenden Familiengeschichte.
Najiba Noori, die Regisseurin, ist keine Unbekannte. Als Journalistin für renommierte Medien wie die Huffington Post hat sie schon viele Geschichten erzählt. Doch mit WRITING HAWA hat sie ein Werk geschaffen, das nicht nur persönlich, sondern auch politisch hochbrisant ist.
Die Dramatik der Ereignisse und die emotionale Tiefe des Films haben die Zuschauer berührt und den Film zu einem Publikumsliebling gemacht.
Beide Filme zeigen eindrucksvoll, dass das DOK.fest München ein Ort ist, an dem die Grenzen des Dokumentarfilms immer wieder neu ausgelotet werden. Sie fordern uns auf, die Welt mit neuen Augen zu sehen und die Geschichten, die erzählt werden, nicht nur zu konsumieren, sondern zu hinterfragen.