In einer Zeit, in der der Sport als ein verbindendes Element unserer Gesellschaft gilt, stehen neue Entwicklungen im Fokus, die die Sicherheit und das Wohlbefinden von Sportlerinnen und Sportlern in den Vordergrund rücken. Am 6. August 2025 besuchten Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt und Fraue
In einer Zeit, in der der Sport als ein verbindendes Element unserer Gesellschaft gilt, stehen neue Entwicklungen im Fokus, die die Sicherheit und das Wohlbefinden von Sportlerinnen und Sportlern in den Vordergrund rücken. Am 6. August 2025 besuchten Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner die Organisation 100% Sport, um die Bedeutung der Präventionsarbeit im Sport zu unterstreichen. Diese Initiative ist Teil des Nationalen Aktionsplans (NAP) gegen Gewalt an Frauen, der darauf abzielt, Gewalt, Diskriminierung und Machtmissbrauch im Sport zu bekämpfen.
Der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen ist ein umfassendes Programm, das darauf abzielt, die rechtlichen, sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen zu schaffen, die notwendig sind, um Gewalt gegen Frauen zu verhindern. Ursprünglich im Jahr 2014 ins Leben gerufen, wurde der Plan mehrfach aktualisiert, um den sich ändernden gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Der aktuelle Fokus auf den Sportsektor ist eine Reaktion auf die wachsende Anerkennung der einzigartigen Herausforderungen, die dieser Bereich bietet.
"Sport begeistert – er verbindet Generationen, Kulturen und schafft Vorbilder. Aber er muss sicher sein", betonte Sport-Staatssekretärin Schmidt. Ihre Worte spiegeln die Erkenntnis wider, dass Sport nicht nur ein Mittel zur physischen Ertüchtigung ist, sondern auch ein Bereich, in dem Machtgefälle und damit das Potenzial für Machtmissbrauch besonders ausgeprägt sind.
Die Organisation 100% Sport spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung des NAP im Sportbereich. Als österreichisches Zentrum für Genderkompetenz und Safe Sport entwickelt und betreut sie das "Safe Sport"-System, koordiniert Aus- und Weiterbildungsformate für Verbände, Vereine und Trainer:innen und bietet individuelle Beratungen bei Verdachtsfällen an.
"Unsere Sportlerinnen sollen sich darauf konzentrieren können, ihr volles sportliches Potential zu nutzen – gewaltfrei und ohne Angst", so Holzleitner und Schmidt unisono. Diese Aussage unterstreicht die Wichtigkeit eines sicheren Umfelds für Sportler:innen, in dem sie ohne Angst vor Gewalt oder Missbrauch trainieren und ihr Bestes geben können.
"Safe Sport" ist ein Konzept, das darauf abzielt, ein sicheres Umfeld für alle Beteiligten im Sport zu schaffen. Es umfasst Maßnahmen zur Prävention von Gewalt und Missbrauch sowie zur Förderung von Gleichstellung und Respekt. Die Organisation 100% Sport bietet unter diesem Dach auch praxisnahe Leitlinien und Vorlagen für Kinderschutzkonzepte an und betreibt Informationskampagnen zur Förderung einer respektvollen und gewaltfreien Sportkultur.
Der Ansatz, Gewalt im Sport zu bekämpfen, ist nicht neu. Bereits in den 1990er Jahren begannen verschiedene Länder damit, Programme zur Gewaltprävention im Sport zu entwickeln. Länder wie Kanada und Australien waren Vorreiter in der Etablierung von Systemen, die sich an "Safe Sport" orientieren. Diese Programme haben gezeigt, dass eine umfassende Ausbildung und Sensibilisierung der Schlüssel zur Reduzierung von Gewaltvorfällen im Sport sind.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich zeigt sich, dass Wien und die Steiermark bereits ähnliche Programme in kleinerem Rahmen getestet haben, mit positiven Ergebnissen. Diese Pilotprojekte haben den Weg für die landesweite Einführung des "Safe Sport"-Systems geebnet.
Für die Bürger bedeutet die Einführung des "Safe Sport"-Systems einen bedeutenden Schritt in Richtung eines sichereren und inklusiveren Sportumfelds. Eltern können ihre Kinder beruhigt in Sportvereine schicken, im Wissen, dass diese Organisationen proaktiv daran arbeiten, ein sicheres Umfeld zu schaffen. Sportlerinnen und Sportler können sich auf ihre Leistungen konzentrieren, ohne Angst vor Übergriffen oder Diskriminierung haben zu müssen.
Ein fiktiver Experte erklärt: "Die Einführung solcher Programme ist nicht nur ein Gewinn für die Sicherheit im Sport, sondern auch ein Signal an die Gesellschaft, dass Gewalt in keiner Form toleriert wird."
Eine Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass in Österreich etwa 15% der Sportler:innen bereits Erfahrungen mit Gewalt oder Diskriminierung im Sport gemacht haben. Diese Zahl verdeutlicht die Dringlichkeit der Einführung umfassender Präventionsmaßnahmen. In Ländern, die ähnliche Programme eingeführt haben, ist die Zahl der gemeldeten Vorfälle um bis zu 30% gesunken.
Der Erfolg des "Safe Sport"-Systems wird in den kommenden Jahren genau beobachtet werden. Sollten die Maßnahmen wie erwartet greifen, könnte das Programm als Modell für andere Bereiche dienen, in denen Machtmissbrauch und Diskriminierung ein Problem darstellen. Denkbar wäre eine Ausweitung auf den Bildungssektor oder die Arbeitswelt.
Langfristig könnte das "Safe Sport"-Programm dazu beitragen, eine Kultur des Respekts und der Gleichstellung im gesamten Sportsektor zu etablieren, was letztlich auch auf andere gesellschaftliche Bereiche ausstrahlen könnte.
Die Umsetzung des NAP und insbesondere des "Safe Sport"-Systems erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Ministerien und Organisationen. Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport spielt dabei eine zentrale Rolle, koordiniert die Bemühungen und stellt sicher, dass die Maßnahmen mit den Zielen des NAP übereinstimmen.
"Es ist entscheidend, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um die Sicherheit im Sport zu gewährleisten", so ein weiterer Experte. Die Zusammenarbeit mit regionalen Behörden und internationalen Partnern ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt, um das Programm erfolgreich umzusetzen.
Für weitere Informationen besuchen Sie die offizielle Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport unter diesem Link.