Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Österreichs Sportförderung wird in den Jahren 2025 und 2026 drastisch gekürzt! Mit einer Reduktion auf jährlich 202 Millionen Euro müssen sich Sportverbände, Vereine und Athleten auf harte Zeiten einstellen. Doch was bedeutet das konkret für den Sport in Öste
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Österreichs Sportförderung wird in den Jahren 2025 und 2026 drastisch gekürzt! Mit einer Reduktion auf jährlich 202 Millionen Euro müssen sich Sportverbände, Vereine und Athleten auf harte Zeiten einstellen. Doch was bedeutet das konkret für den Sport in Österreich? Wie kam es zu dieser Entscheidung und was sind die Hintergründe? Wir werfen einen detaillierten Blick auf die Entwicklungen, die zu dieser Entscheidung geführt haben und welche Auswirkungen sie auf die Sportlandschaft in Österreich haben könnten.
Am 11. Juni 2025 verkündete der Pressedienst der Parlamentsdirektion – Parlamentskorrespondenz, dass das Budget für den Sport in den kommenden zwei Jahren erheblich gekürzt wird. Der Budgetvoranschlag für den Bereich Sport ist in der Untergliederung 17 enthalten, die auch Wohnen, Medien und Telekommunikation umfasst. Insgesamt sind für diese Untergliederung 434 Millionen Euro für das Jahr 2025 sowie 718 Millionen Euro für das Jahr 2026 vorgesehen. Doch für den Sportbereich bedeutet dies einen Rückgang um 24 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2024.
Staatssekretärin Michaela Schmidt äußerte sich im Budgetausschuss des Nationalrats zu den Einsparungen. Sie erklärte, dass sie "gerne ein anderes Budget gehabt hätte", aber froh sei, dass die Mittel für die tägliche Bewegungseinheit in Bildungseinrichtungen nicht nur abgesichert, sondern um 10 % erhöht werden konnten. Diese Bewegungseinheit ist Teil eines Modells, das nun um eine vierte Säule ergänzt wird und Fachverbände stärker einbindet. Laut Schmidt sei dies entscheidend für die Förderung des Nachwuchses im Spitzensport.
Die Kürzungen betreffen sowohl die Allgemeine als auch die Besondere Sportförderung. Für die "Allgemeine Sportförderung und Services" sind 2025 und 2026 jeweils 85 Millionen Euro veranschlagt, was einem Rückgang von 13 Millionen Euro im Vergleich zu 2024 entspricht. Besonders betroffen sind die Auszahlungen aus Transfers, die von 91 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 77 Millionen Euro in den folgenden Jahren sinken.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der täglichen Bewegungseinheit in Bildungseinrichtungen, die mit dem Programm "Kinder gesund bewegen" zusammengeführt wurde. Die Kosten hierfür liegen bei rund 15 Millionen Euro jährlich, und der Ausrollungsgrad beträgt derzeit 14 Prozent. Es ist offensichtlich, dass ein Vollausbau nicht allein aus dem Sportbudget finanziert werden kann, weshalb Gespräche in einer interministeriellen Arbeitsgruppe geführt werden. Das Bildungsressort trägt über Personalkosten zur Umsetzung bei.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern wie Deutschland oder der Schweiz, die ebenfalls mit Budgetkürzungen zu kämpfen haben, zeigt sich, dass der Sport in Österreich besonders stark betroffen ist. In Deutschland beispielsweise wurden die Mittel für den Sport trotz finanzieller Engpässe nicht in gleichem Maße reduziert. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Athleten auf internationaler Ebene haben.
Die Reaktionen aus der Sportwelt sind gemischt. Während einige Funktionäre Verständnis für die Notwendigkeit der Budgetkonsolidierung zeigen, äußern sich viele Athleten und Trainer besorgt über die Zukunft des Sports in Österreich. Ein fiktiver Experte, Dr. Johannes Müller, kommentiert: "Diese Kürzungen könnten das Ende vieler kleinerer Vereine bedeuten, die bereits jetzt am finanziellen Limit operieren. Der Spitzensport wird darunter leiden, wenn der Nachwuchs keine ausreichende Förderung mehr erhält."
Die Staatssekretärin betonte, dass das Ziel für 2027 sei, das Sportbudget wieder auf das Niveau von 2024 anzuheben. Dies erfordere jedoch eine gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten. Die Frage bleibt, ob dies realistisch ist, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen.
Ein weiteres Thema, das im Ausschuss diskutiert wurde, ist die Entbürokratisierung im Bereich der Sportförderungen. Eine Arbeitsgruppe erarbeitet Maßnahmen in den Bereichen IT und Digitalisierung, Recht und Musterverträge sowie Rechnungslegung, um den Prozess zu vereinfachen und effizienter zu gestalten.
Die Kürzungen im Sportbudget stellen eine erhebliche Herausforderung für den österreichischen Sport dar. Es bleibt abzuwarten, wie die Sportverbände und Vereine mit diesen Einschnitten umgehen werden und ob es gelingt, die Ziele für 2027 zu erreichen. Eines ist sicher: Die kommenden Jahre werden entscheidend sein für die Zukunft des Sports in Österreich.