Während die globale Energiewirtschaft mit Investitionszurückhaltung und volatilen Ölpreisen kämpft, hat die SBO AG am 19. März 2026 ihre Geschäftszahlen für 2025 präsentiert und berichtet von strategischer Neuausrichtung und Diversifizierung.
Während die globale Energiewirtschaft mit Investitionszurückhaltung und volatilen Ölpreisen kämpft, hat die SBO AG aus Ternitz am 19. März 2026 ihre Geschäftszahlen für 2025 präsentiert. Der Umsatz fiel um 18,8 Prozent auf 455,3 Millionen Euro. Das Unternehmen nennt Diversifizierung und Expansion in Wachstumsmärkte als strategische Stoßrichtung.
Das Geschäftsjahr 2025 war nach Angaben des Unternehmens geprägt von einem Überangebot am Ölmarkt, handelspolitischen Unsicherheiten durch neue Zölle und niedrigen Ölpreisen, was zu Investitionszurückhaltung bei Kunden führte. Der Umsatz fiel von 560,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 455,3 Millionen Euro.
Die Precision Technology (PT)-Division war besonders betroffen; Kunden konzentrierten sich verstärkt auf Wartung und Reparatur bestehender Anlagen. Das Unternehmen verweist auf operative Maßnahmen wie Kostendisziplin und Kapazitätsanpassungen.
Die OTS-Mitteilung nennt SBO AG einen globalen Hochpräzisions-Technologiekonzern mit Hauptsitz in Ternitz, Österreich. SBO stellt laut Mitteilung hochlegierte, amagnetische Stähle sowie hochpräzise Komponenten und High-Tech-Equipment her und ist weltweit in mehr als 20 Niederlassungen mit rund 1.500 Mitarbeitern tätig. SBO ist im ATX der Wiener Börse (ISIN AT0000946652) notiert.
Das EBITDA lag bei 71,0 Millionen Euro (EBITDA-Marge 15,6 Prozent) gegenüber 101,9 Millionen Euro im Vorjahr (18,2 Prozent). Das EBIT reduzierte sich auf 38,5 Millionen Euro (8,5 Prozent Marge). Das Ergebnis nach Steuern betrug 23,6 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie 1,50 Euro. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor, was einer Ausschüttungsquote von 50 Prozent entspricht.
Die Precision Technology-Division erzielte 2025 einen Umsatz von 189,5 Millionen Euro (2024: 285,3 Millionen Euro). Das EBITDA der PT-Division lag bei 30,6 Millionen Euro mit einer Marge von 16,1 Prozent; das EBIT belief sich auf 18,0 Millionen Euro mit einer Marge von 9,5 Prozent.
Die Energy Equipment-Division erzielte 2025 einen Umsatz von 265,8 Millionen Euro (2024: 275,2 Millionen Euro). Bereinigt um negative Wechselkurseffekte liegt der Umsatz laut Mitteilung bei 277,9 Millionen Euro und damit über dem Vorjahresniveau. Das EBITDA der EE-Division erreichte 45,8 Millionen Euro, die EBITDA-Marge stieg auf 17,2 Prozent; das EBIT lag bei 26,3 Millionen Euro mit einer Marge von 9,9 Prozent.
Die OTS berichtet, dass SBO die Diversifizierung vorangetrieben hat, unter anderem durch den Erwerb der 3T Additive Manufacturing Limited und Aktivitäten in Bereichen wie Geothermie, Carbon Capture & Storage sowie Projekten für Helium und Lithium. Das Unternehmen verweist auf Marktexpansionen, etwa den Ausbau von Niederlassungen in Saudi-Arabien und Vietnam sowie ein neues Reline- und Vertriebszentrum in Houston.
Die Mitteilung nennt Marktprognosen, nach denen die Marktgröße für Metal Additive Manufacturing Services 2025 bei rund 1,5 Milliarden US-Dollar lag und bis 2030 auf 4,8 Milliarden US-Dollar anwachsen soll. Weiterhin werden in der OTS Zahlen zu erwarteten Investitionen und Bohraktivitäten in Zukunftsmärkten wie Geothermie und CCS genannt (z. B. prognostizierte Investitionen in Geothermie zwischen 2025 und 2035 und ein Anstieg der CCS-Wells bis 2030).
Zum 31. Dezember 2025 gab SBO liquide Mittel von 281,5 Millionen Euro und ein Eigenkapital von 421,9 Millionen Euro an. Die Eigenkapitalquote lag bei 47,2 Prozent. Die Nettoverschuldung stieg auf 78,1 Millionen Euro (2024: 56,0 Millionen Euro); das Gearing wird mit 18,5 Prozent angegeben.
Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein operativer Cashflow von 72,4 Millionen Euro erzielt. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 50,0 Millionen Euro. Der freie Cashflow betrug 25,5 Millionen Euro; bereinigt um Zahlungen für Unternehmensakquisitionen liegt der freie Cashflow bei 34,1 Millionen Euro, wie in der Mitteilung angegeben.
Die OTS nennt eine Verschärfung der geopolitschen Lage im Nahen Osten seit dem 28. Februar und zitiert, dass die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort oberste Priorität habe. Als größtes Geschäftsrisiko im Nahen Osten wird die Störung von Logistik- und Transportwegen genannt.
SBO bezeichnet 2026 als potenzielles Übergangsjahr für die Precision Technology-Division und erwartet im ersten Halbjahr weiterhin verhaltene Nachfrage mit einer möglichen Verbesserung im zweiten Halbjahr, wenn höhere Auftragseingänge umsatzwirksam werden. In der Energy Equipment-Division sieht das Unternehmen Wachstumschancen durch die Internationalisierung des Well Completion-Geschäfts und durch lokale Fertigung in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie das neue Zentrum in Houston.
Die OTS-Meldung stellt die Geschäftszahlen 2025, strategische Maßnahmen zur Diversifizierung sowie Bilanz- und Cashflow-Daten dar. SBO berichtet von einer fortgesetzten Neuausrichtung in Richtung neuer Technologien und Märkte und schlägt auf Basis des Ergebnisniveaus eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor.