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Kultur

Salzburger Festspiele: KulturMontag Spezial mit Starbesetzung und Überraschungen!

25. Juli 2025 um 13:38
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Die Salzburger Festspiele, ein jährliches Highlight der internationalen Kulturszene, ziehen auch 2025 wieder alle Register. Am 28. Juli um 22:30 Uhr wird der ORF mit dem „kulturMontag Spezial“ live aus dem Malersaal des Großen Festspielhauses in Salzburg senden. Unter der Leitung von ORF-TV-Kulturch

Die Salzburger Festspiele, ein jährliches Highlight der internationalen Kulturszene, ziehen auch 2025 wieder alle Register. Am 28. Juli um 22:30 Uhr wird der ORF mit dem „kulturMontag Spezial“ live aus dem Malersaal des Großen Festspielhauses in Salzburg senden. Unter der Leitung von ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl werden hochkarätige Gäste erwartet, die das diesjährige Festspielprogramm in all seinen Facetten beleuchten.

Das Eröffnungswochenende: Ein Rückblick

Die 105. Salzburger Festspiele starteten mit einem Paukenschlag. Ein offizieller Festakt, die traditionsreiche Aufführung des „Jedermann“ und die Premiere von Georg Friedrich Händels Oper „Giulio Cesare in Egitto“ markierten den Auftakt des Festivals. Diese Veranstaltungen sind nicht nur kulturelle Ereignisse, sondern auch gesellschaftliche Treffpunkte, bei denen sich die Elite der Kunstwelt versammelt.

Ein Programm der Extraklasse

Der „kulturMontag Spezial“ verspricht ein Feuerwerk an künstlerischer Expertise. Regisseur Peter Sellars, bekannt für seine innovativen Inszenierungen, und Barock-Spezialistin Emmanuelle Haïm werden Einblicke in ihre Arbeit geben. Schauspielerin Dörte Lyssewski und Regisseur Ulrich Rasche sind weitere Gäste, die den Abend mit Leben füllen werden. Besonders gespannt darf das Publikum auf die musikalische Darbietung von vier Countertenören sein, einer seltenen und faszinierenden Stimmgattung.

Endspiele: Das diesjährige Motto

Das Motto der Festspiele 2025, „Endspiele“, spiegelt die krisenhaften Umbrüche unserer Zeit wider. Themen wie Krieg, Herrschaft und das Überleben stehen im Mittelpunkt. Die Inszenierungen beleuchten die Ursprünge gewalttätiger Konflikte und die Mechanismen der Propaganda. Historische Werke wie Händels „Giulio Cesare in Egitto“ und Donizettis „Maria Stuarda“ werden in diesem Kontext neu interpretiert.

Neuinszenierung von „Giulio Cesare in Egitto“

Georg Friedrich Händels Oper, erstmals 1724 uraufgeführt, ist ein Paradebeispiel für barocke Pracht und Intrigen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Emmanuelle Haïm, die mit ihrem Ensemble „Le Concert d’Astrée“ für musikalische Höhenflüge sorgt. Die Rolle der Cleopatra wird von der ukrainischen Sopranistin Olga Kulchynska verkörpert, die live im „kulturMontag Spezial“ über die Herausforderungen ihrer Rolle sprechen wird.

Künstlerische Freiheit und politische Statements

Die Eröffnungsrede der Festspiele hält die polnisch-amerikanische Historikerin Anne Applebaum. Ihre Warnung vor dem „drohenden Ende der liberalen Demokratie“ und ihre Verteidigung der künstlerischen Freiheit als Grundwert der Zivilisation setzt einen nachdenklichen Akzent. Applebaum, bekannt für ihre kritischen Analysen der politischen Landschaft, bietet einen intellektuellen Rahmen für die künstlerischen Darbietungen.

„Die letzten Tage der Menschheit“ – Ein zeitloses Drama

Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“ wird von Dušan David Pařízek inszeniert. Diese bittere Abrechnung mit den Schrecken des Ersten Weltkrieges ist erschreckend aktuell. Die Inszenierung auf der Pernerinsel, eine Koproduktion mit dem Burgtheater, verspricht intensive Theatermomente. Dörte Lyssewski wird im „kulturMontag Spezial“ über die politische Dimension des Stückes sprechen.

Opernstreitigkeiten in „Maria Stuarda“

Gaetano Donizettis „Maria Stuarda“ thematisiert die Rivalität zweier Königinnen und die Machtspiele am englischen Hof. Die Sängerinnen Kate Lindsey und Lisette Oropesa verkörpern die historischen Figuren mit dramatischer Intensität. Regisseur Ulrich Rasche und Dirigent Antonello Manacorda werden über die Herausforderungen sprechen, Donizettis Musik mit modernen Inszenierungstechniken zu verbinden.

Peter Sellars und die emotionale Kraft der Musik

Ein weiterer Höhepunkt der Festspiele ist die Inszenierung von Peter Sellars, der Gustav Mahlers „Der Abschied“ und Arnold Schönbergs „Erwartung“ zusammenführt. Diese Werke thematisieren den persönlichen Verlust und die tiefen Emotionen, die damit einhergehen. Sellars wird im „kulturMontag Spezial“ über die Bedeutung dieser Werke in der heutigen Zeit sprechen.

Erinnerung an Claus Peymann

Im Anschluss an die Sendung wird die Dokumentation „In memoriam Claus Peymann“ gezeigt. Diese Hommage an einen der bedeutendsten Theatermacher des 20. Jahrhunderts beleuchtet sein Leben und Werk. Peymanns Einfluss auf die deutschsprachige Theaterlandschaft ist unbestritten, und seine Inszenierungen waren stets von politischer Brisanz geprägt.

Ausblick und Bedeutung der Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele sind mehr als nur ein kulturelles Ereignis. Sie sind ein Spiegel der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen unserer Zeit. Die Themen, die hier behandelt werden, regen zum Nachdenken an und fordern die Zuschauer auf, sich mit den großen Fragen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Die Mischung aus klassischer Kunst und modernen Inszenierungen macht die Festspiele zu einem einzigartigen Erlebnis.

Für die Zuschauer bietet der „kulturMontag Spezial“ die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu blicken und die Gedanken der Künstler und Regisseure kennenzulernen. Die Sendung verspricht spannende Diskussionen und außergewöhnliche musikalische Darbietungen, die den Zuschauer in den Bann ziehen werden.

Die Salzburger Festspiele 2025 sind ein kulturelles Highlight, das man nicht verpassen sollte. Die Kombination aus erstklassiger Kunst, politischer Relevanz und emotionaler Tiefe macht sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil des kulturellen Kalenders.

Schlagworte

#Dörte Lyssewski#Emmanuelle Haïm#KulturMontag#Martin Traxl#Peter Sellars#Salzburger Festspiele#Ulrich Rasche

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