Am 26. November 2025 wurde bekannt, dass die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) 100 Projekte zur digitalen Transformation der österreichischen Medienlandschaft fördern wird. Diese Initiative ist Teil des kontinuierlichen Bestrebens, die heimische Medienbranche zu stärken und sie in der dig
Am 26. November 2025 wurde bekannt, dass die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) 100 Projekte zur digitalen Transformation der österreichischen Medienlandschaft fördern wird. Diese Initiative ist Teil des kontinuierlichen Bestrebens, die heimische Medienbranche zu stärken und sie in der digitalen Ära wettbewerbsfähig zu halten. Die Förderung erfolgt im Rahmen des 'Fonds zur Förderung der digitalen Transformation', der jährlich mit 20 Millionen Euro dotiert ist.
Die Medienbranche steht unter erheblichem Druck. Der Wandel der Werbemärkte und der steigende Einfluss internationaler Online-Plattformen erfordert eine gezielte Digitalisierung und Innovation. Diese Entwicklung ist nicht nur in Österreich zu beobachten, sondern auch in anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz, wo ähnliche Herausforderungen bestehen.
Seit der Einführung des Internets hat sich die Mediennutzung drastisch verändert. Printmedien verloren an Auflage, während digitale Angebote immer mehr an Bedeutung gewannen. In Österreich begann die Digitalisierung der Medienlandschaft bereits in den frühen 2000er Jahren, doch der Prozess beschleunigte sich in den letzten Jahren erheblich. Die Einführung von Smartphones und sozialen Medien veränderte das Konsumverhalten grundlegend. Die RTR reagierte darauf mit der Einrichtung des Förderfonds im Jahr 2022, um die heimische Medienvielfalt zu sichern.
Während Österreich mit 20 Millionen Euro jährlich in die digitale Transformation investiert, sind die Summen in Deutschland und der Schweiz oft höher, was die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Medien zusätzlich herausfordert. In Deutschland gibt es beispielsweise umfangreiche Förderprogramme für den Digitaljournalismus, die mit erheblichen staatlichen Mitteln ausgestattet sind.
Durch die geförderten Projekte können österreichische Bürger von verbesserten Medienangeboten profitieren. Beispiele hierfür sind modernisierte Nachrichten-Apps, die durch künstliche Intelligenz personalisierte Inhalte bieten, oder neue Formate im Bereich des Datenjournalismus, die komplexe Themen verständlich aufbereiten. Solche Innovationen tragen dazu bei, die Medienvielfalt zu erhalten und die Informationsqualität zu steigern.
Die aktuellen Förderentscheidungen umfassen 764 Projekte seit 2022. Die TOP 10 Tageszeitungsanbieter konnten ihre Digitalabonnements zwischen 2021 und 2024 um 70 Prozent steigern. Diese Zahlen verdeutlichen den Erfolg der bisherigen Maßnahmen, zeigen aber auch, dass noch viel zu tun ist, um die Abhängigkeit von internationalen Tech-Konzernen zu reduzieren, die 80 Prozent der digitalen Werbeeinnahmen auf sich vereinen.
Wolfgang Struber, Geschäftsführer der RTR Medien, betont die Notwendigkeit, die Medienlandschaft weiterhin zu unterstützen, um die demokratischen Grundlagen zu sichern. Er verweist auf die Herausforderungen durch die hohe Konzentration der Werbeausgaben bei wenigen internationalen Anbietern.
Die Förderung digitaler Kompetenzen und die Weiterentwicklung von Abo-Modellen stehen im Fokus der kommenden Jahre. Die RTR plant, den Fonds weiter auszubauen und die Mittel gezielt in Projekte zu investieren, die langfristig die Medienvielfalt sichern. Die Einführung neuer Technologien wie 5G und die fortschreitende Entwicklung von KI-Anwendungen werden die Medienlandschaft weiter transformieren.
Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Maßnahmen der RTR einen nachhaltigen Beitrag zur Stabilisierung der österreichischen Medienlandschaft leisten. Die Bürger sind eingeladen, sich über die Fortschritte auf der Website der RTR zu informieren und sich aktiv an der Diskussion über die Zukunft der Medien zu beteiligen.