Am 26. Jänner 2026 fand in Wien das Neujahrstreffen der Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) statt, das mit über 200 Gästen einen neuen Besucherrekord aufstellte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Initiative „ROT-WEISS-ROT BAUEN – Aus Verantwortung. Für morgen. Für alle.“ Diese setzt sich für region
Am 26. Jänner 2026 fand in Wien das Neujahrstreffen der Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) statt, das mit über 200 Gästen einen neuen Besucherrekord aufstellte. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Initiative „ROT-WEISS-ROT BAUEN – Aus Verantwortung. Für morgen. Für alle.“ Diese setzt sich für regionale Wertschöpfung, Beschäftigungssicherung und qualitätsorientierte Vergaben ein. Die Veranstaltung unterstrich die Bedeutung Wiens als größter öffentlicher Auftraggeber und die Verantwortung, die mit dieser Rolle einhergeht.
Christian Ringseis, Landesgeschäftsführer der GBH Wien, hob die Notwendigkeit hervor, dass öffentliche Investitionen dort wirken müssen, wo sie Arbeitsplätze sichern und Wertschöpfung schaffen. Die Initiative ROT-WEISS-ROT BAUEN steht für Aufträge an regionale Betriebe und faire Arbeitsbedingungen. Diese Herangehensweise widerspricht der kurzsichtigen Billigstlogik, die oft zu Lasten der Qualität und der Arbeitnehmer geht.
Der Begriff „Wertschöpfung“ beschreibt den Prozess, bei dem durch die Kombination von Produktionsfaktoren wie Arbeit, Kapital und Boden ein Mehrwert geschaffen wird. In der Bauwirtschaft bedeutet dies, dass durch den Bau von Infrastrukturen oder Gebäuden nicht nur physische Strukturen entstehen, sondern auch wirtschaftliche Aktivitäten generiert werden, die Einkommen und Beschäftigung schaffen.
In Deutschland und der Schweiz wird ebenfalls auf regionale Vergaben Wert gelegt, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen. Während in Deutschland die Ausschreibungen oft zentraler organisiert sind, setzt die Schweiz stärker auf kantonale Eigenheiten und lokale Besonderheiten. Beide Länder betonen jedoch die Bedeutung von Qualität und fairen Arbeitsbedingungen, ähnlich wie die GBH in Österreich.
Die Initiative hat direkte Auswirkungen auf die Bürger, insbesondere in Form von gesicherten Arbeitsplätzen und stabilen wirtschaftlichen Bedingungen. Ein Beispiel ist die Beschäftigung in regionalen Bauunternehmen, die durch solche Vergaben unterstützt wird. Dies fördert nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern sichert auch die Qualität der Bauprojekte, da lokale Firmen oft besser mit den regionalen Gegebenheiten vertraut sind.
Die Bauwirtschaft ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor in Österreich. Mit einem Anteil von etwa 6% am Bruttoinlandsprodukt und über 250.000 Beschäftigten ist die Branche von zentraler Bedeutung. Die Initiative ROT-WEISS-ROT BAUEN zielt darauf ab, diesen Sektor weiter zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit durch qualitätsorientierte Vergaben zu sichern.
Für die Zukunft sieht die GBH eine verstärkte Fokussierung auf nachhaltige Baupraktiken und die Ausbildung von Fachkräften vor. Die Betonung liegt auf der Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, dass öffentliche Aufträge nicht nur kurzfristige wirtschaftliche Vorteile bringen, sondern langfristig zur Stabilität und zum Wohlstand beitragen.
Die Initiative ROT-WEISS-ROT BAUEN ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen und qualitätsorientierten Bauwirtschaft in Österreich. Sie bietet eine Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung und des Preisdumpings. Die Bürger sind aufgerufen, diese Bemühungen zu unterstützen und sich für eine zukunftsfähige Baukultur einzusetzen.
Weitere Informationen zur Initiative und zur Umsetzung finden Sie auf der Webseite der Gewerkschaft BAU-HOLZ.