Die Diagnose Krebs trifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Angehörigen mitten ins Herz. In Österreich leben derzeit rund 400.000 Menschen mit der Diagnose Krebs. Doch was oft übersehen wird: Hinter jeder dieser Personen stehen im Schnitt 3 bis 4 Angehörige, die indirekt mit der sc
Die Diagnose Krebs trifft nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch ihre Angehörigen mitten ins Herz. In Österreich leben derzeit rund 400.000 Menschen mit der Diagnose Krebs. Doch was oft übersehen wird: Hinter jeder dieser Personen stehen im Schnitt 3 bis 4 Angehörige, die indirekt mit der schweren Krankheit konfrontiert sind. Das sind über 1,5 Millionen Menschen, die als Mitbetroffene gewürdigt werden sollten.
Viele Angehörige leisten unendlich wichtige Unterstützung und wollen in jeder erdenklichen Weise helfen. Doch dabei stehen sie oft vor einem Berg an Fragen und Herausforderungen. Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der Krebshilfe und Organisatorin des neuen Online-Treffens, betont, dass Angehörige Gefahr laufen, auf ungesicherte Quellen zu stoßen. „Wir haben daher ein 2-tägiges Themen-Programm zusammengestellt, das jedem Teilnehmer ermöglicht, über die Chat-Funktion anonym Fragen zu stellen oder einfach nur zuzuhören“, erklärt sie.
Das Online-Treffen, das am 12. und 13. September 2025 stattfinden wird, bietet ein breitgefächertes Programm. Themen wie „Umgang mit der Angst“, „Kommunikation mit der Familie“, „Zärtlichkeit und Sexualität“ sowie praktische Fragen zu Krankenstand und Berufsunfähigkeit werden behandelt. Diese Themen sind besonders wichtig, da sie den Alltag der Angehörigen betreffen und oft mit einem undurchsichtigen Paragraphendschungel verbunden sind.
Ein besonderes Highlight des Programms ist der Beitrag von Univ.-Prof. Dr. Eva K. Masel, einer renommierten Palliativmedizinerin. Sie wird über die Vorteile der Palliative Care aufklären. Diese Form der medizinischen Betreuung zielt darauf ab, die Lebensqualität von Patienten mit schweren Erkrankungen zu verbessern.
Ein fiktiver Experte erklärt: „Palliative Care ist nicht nur für die Patienten, sondern auch für deren Familien eine enorme Erleichterung. Es geht darum, bis zuletzt gut miteinander zu leben.“
Die Teilnahme am Online-Treffen ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung erforderlich. Nach der Registrierung erhalten die Teilnehmer einen Zugangslink. Während des Kongresses können Fragen über die Chat-Funktion gestellt werden, oder im Vorfeld per E-Mail an die Organisatoren gesendet werden.
Die Unterstützung von Angehörigen hat weitreichende Auswirkungen. Sie hilft nicht nur den Betroffenen, sondern entlastet auch das Gesundheitssystem. Wenn Angehörige besser informiert und unterstützt sind, können sie effektiver helfen und die Belastung für medizinisches Personal reduzieren.
Ein fiktiver Soziologe kommentiert: „In einer alternden Gesellschaft wie Österreichs ist die Unterstützung von pflegenden Angehörigen nicht nur eine moralische, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit.“
Die Idee, Angehörige durch spezialisierte Programme zu unterstützen, ist nicht neu. In Ländern wie Deutschland und der Schweiz gibt es bereits ähnliche Initiativen. Jedoch ist das österreichische Modell durch seine umfassende Online-Umsetzung einzigartig. Dies erlaubt eine größere Reichweite und Flexibilität für die Teilnehmer.
Die Österreichische Krebshilfe hat mit diesem Online-Treffen einen wichtigen Schritt getan, um Angehörige von Krebspatienten zu unterstützen. Durch die Bereitstellung von Expertenwissen und die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen, wird ein sicherer Raum geschaffen, in dem sich Angehörige informieren und austauschen können.
Die Teilnahme ist nicht nur ein Gewinn für die Angehörigen selbst, sondern kann langfristig auch positive Effekte auf die gesamte Gesellschaft haben. Es bleibt zu hoffen, dass viele der über 1,5 Millionen Mitbetroffenen dieses Angebot nutzen und davon profitieren werden.