Wien, 28. Oktober 2025 - Eine bahnbrechende Studie der FH Technikum Wien in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien sorgt für Aufsehen in der medizinischen Welt. Im Mittelpunkt steht die neuartige Verabreichung von Surfactant, einem leben
Wien, 28. Oktober 2025 - Eine bahnbrechende Studie der FH Technikum Wien in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Wien und der Veterinärmedizinischen Universität Wien sorgt für Aufsehen in der medizinischen Welt. Im Mittelpunkt steht die neuartige Verabreichung von Surfactant, einem lebenswichtigen Mittel für die Lungenfunktion von Frühgeborenen. Diese Entwicklung könnte die Behandlung und das Überleben der kleinsten Patienten revolutionieren.
Surfactant ist eine Substanz, die in den Lungen produziert wird und dabei hilft, die Alveolen, die kleinen Luftsäcke in der Lunge, offen zu halten. Bei Frühgeborenen, deren Lungen oft noch nicht vollständig entwickelt sind, wird dieser Stoff oft nicht ausreichend produziert, was zu Atemnotsyndromen führen kann. Die Verabreichung von Surfactant kann hier lebensrettend sein.
Frühgeborene, die vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, haben häufig mit unterentwickelten Organen zu kämpfen. Besonders die Lunge ist oft noch nicht bereit, eigenständig zu funktionieren. In Österreich kommen jährlich etwa 8.000 Frühgeborene zur Welt, von denen viele auf intensive medizinische Betreuung angewiesen sind.
Die Studie der FH Technikum Wien nutzte den elektromechanischen Lungensimulator xPULM. Dieses Gerät kann die Atemwegsbedingungen von Frühgeborenen nachbilden und wurde für ethisch einwandfreie Untersuchungen mit ex-vivo Lungen von frühgeborenen Schafen eingesetzt. Diese Methode ermöglicht es, die Wirkung von Surfactant unter realistischen Bedingungen zu testen, ohne invasive Tierversuche durchführen zu müssen.
Der xPULM-Simulator ist ein hochentwickeltes Gerät, das die spontane Atmung nachahmen kann. Dies bietet Forschern die Möglichkeit, die Effizienz verschiedener Verabreichungsmethoden von Surfactant zu untersuchen. Die Studie zeigte, dass sowohl die traditionelle Bolusinjektion als auch die innovative Vernebelungsmethode signifikante Verbesserungen der Lungenfunktion bewirken können.
Die Ergebnisse der Studie sind vielversprechend. Die Verabreichung von Surfactant führte zu einer deutlichen Verbesserung des Tidalvolumens, einer wichtigen Messgröße für die Lungenfunktion. Diese Erkenntnisse könnten die Grundlage für weniger invasive Behandlungsansätze schaffen, die das Risiko für die fragilen Patienten minimieren.
Die herkömmliche Surfactant-Verabreichung erfordert oft invasive Techniken, die zusätzliche Risiken bergen. Die neue Methode könnte diese Risiken reduzieren und die Therapie für Frühgeborene sicherer gestalten. Ein Experte erklärte dazu: 'Diese Entwicklung könnte die Art und Weise, wie wir Frühgeborene behandeln, grundlegend verändern.'
Die Ergebnisse der Studie wurden in hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht und haben internationale Aufmerksamkeit erregt. Die European Society for Paediatric Research würdigte die Bedeutung der Forschung für die neonatologische Gemeinschaft weltweit. Der Hauptforscher wurde kürzlich für seine Arbeit ausgezeichnet.
Dieses Projekt zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen ist. Die Kombination von biomedizinischer Technik, klinischer Expertise und vergleichender Physiologie hat zu diesen bedeutenden Fortschritten geführt.
Die Forschungsergebnisse könnten weitreichende Auswirkungen auf die Behandlung von Frühgeborenen haben. Weniger invasive Methoden könnten die Standardtherapien ersetzen und die Überlebenschancen der kleinen Patienten verbessern. Die FH Technikum Wien plant bereits weitere Studien, um die neuen Ansätze weiter zu verfeinern.
Die neuartigen Ansätze zur Surfactant-Verabreichung könnten die Behandlung von Frühgeborenen revolutionieren. Dieses Forschungsprojekt ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit zu lebensrettenden Innovationen führen kann. Die Welt der Neonatologie könnte vor einem entscheidenden Wandel stehen, dank der beeindruckenden Arbeit aus Wien.
Für weitere Informationen zur Studie und zur FH Technikum Wien besuchen Sie bitte die Website der FH Technikum Wien.