Die UniCredit Bank Austria hat in einer bahnbrechenden Veranstaltung in Mailand, dem Longevity Economic Forum 2025, eine neue Forschungsreihe vorgestellt, die das Potenzial hat, unser Verständnis von Alter und Lebensqualität zu revolutionieren. In Zusammenarbeit mit dem britischen National Innovatio
Die UniCredit Bank Austria hat in einer bahnbrechenden Veranstaltung in Mailand, dem Longevity Economic Forum 2025, eine neue Forschungsreihe vorgestellt, die das Potenzial hat, unser Verständnis von Alter und Lebensqualität zu revolutionieren. In Zusammenarbeit mit dem britischen National Innovation Centre for Ageing (NICA) und dem Vermögensverwalter Fidelity International, zielt die Initiative darauf ab, die Auswirkungen einer steigenden Lebenserwartung auf unsere Gesellschaft zu analysieren und zu bewältigen.
Das Forum enthüllte den UniCredit Longevity Index, ein neuartiges Instrument zur Bewertung, wie gut Länder auf ein längeres und gesünderes Leben vorbereitet sind. Dieser Index berücksichtigt vier Schlüsseldimensionen: individuelles Verhalten, Gesundheitssysteme, Umweltbedingungen und das soziale Umfeld. Diese Dimensionen sind von entscheidender Bedeutung, um zu verstehen, wie verschiedene Länder die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung meistern können.
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung waren die Einblicke in Lifestyle- und Freizeit-Trends, die zeigen, wie die verlängerte Lebensspanne unser Verhalten, unseren Konsum und sogar unsere Bildung beeinflusst. Es wird erwartet, dass die Lebenserwartung in Europa bis 2050 um 4,5 Jahre steigen wird, während die gesunde Lebenserwartung nur um 2,6 Jahre zunehmen soll. Diese Diskrepanz zwischen der Gesamtlebenserwartung und den gesunden Lebensjahren stellt eine kritische Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt.
Die steigende Lebenserwartung bringt nicht nur individuelle, sondern auch gesellschaftliche Herausforderungen mit sich. Richard Burton, Head of Client Solutions bei UniCredit, betonte: „Diese Initiative ist mehr als nur Forschung, sie bietet eine Plattform für die Zusammenarbeit zwischen Institutionen, Unternehmen und allen Stakeholdern und Communities.“
Mit der Verdopplung der Zahl der über 65-Jährigen bis 2050 stehen traditionelle Modelle der Erwerbs- und Pensionsversicherung unter enormem Druck. Die Einführung von Zweitkarrieren, lebenslangem Lernen und flexiblen Bildungswegen wird immer wichtiger, um die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen zu meistern.
Der UniCredit Longevity Index (LI) bietet eine differenzierte Skala zur Bewertung der Leistung von Ländern bei der Förderung eines gesunden langen Lebens. Besonders gut schneiden Deutschland, Österreich und Slowenien ab, was die Investitionen dieser Länder in eine inklusive Gesundheitsversorgung und eine nachhaltige Sozialpolitik reflektiert.
Zusätzlich zum Longevity Index wurde der Empowered Living Indicator (ELI) eingeführt, der eine persönliche Perspektive auf das Wohlbefinden bietet. Er bewertet emotionale Erfüllung, individuelle Freiheiten und die Qualität sozialer Beziehungen. Diese Indikatoren sind entscheidend, um Strategien zu entwickeln, die sowohl die makroökonomischen Rahmenbedingungen als auch das individuelle Wohlbefinden berücksichtigen.
Nic Palmarini, Direktor von NICA, unterstreicht die Bedeutung der Ziele: „Es geht nicht nur um das Alter, es geht um die Ziele. Die Menschen wollen ihre Lebenserwartung und Lebensqualität verbessern und länger mit Sinn, Gesundheit und Wahlmöglichkeiten leben.“ Diese Aussage verdeutlicht die Notwendigkeit, unsere Systeme umzugestalten, um den Anforderungen einer Gesellschaft mit hoher Lebenserwartung gerecht zu werden.
Keith Metters, Präsident von Fidelity International, fügt hinzu: „Langlebigkeit ist eines der besten Probleme, die eine Gesellschaft haben kann. Als Branche spielen wir eine wichtige Rolle dabei, Anleger:innen zu helfen, die besten Ergebnisse zu erzielen, um ihr längeres Leben zu finanzieren.“
Die Erkenntnisse des Longevity Economic Forum haben weitreichende Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die Notwendigkeit, bestehende Systeme zu überdenken und anzupassen, um den demografischen Wandel zu einem Motor für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand zu machen, wird immer dringlicher. Die UniCredit sieht in diesem Wandel sowohl Chancen als auch die Verantwortung, einen sinnvollen Beitrag zu leisten.
Der Nobelpreisträger und Ehrenpräsident des I.S.E.O. Institutes, Michael Spence, betont: „Bei der Ökonomie für ein längeres Leben geht es nicht nur darum, längeres Leben zu fördern. Es geht darum, ganze Industrien, Veranlagungsstrategien und die Gesellschaft neu zu gestalten.“
Auch Robert C. Merton, ein weiterer Nobelpreisträger, hebt hervor: „Investitionen in ein längeres Leben sollten in breit aufgestellte wirtschaftliche und soziale Systeme erfolgen, die Menschen in die Lage versetzen, ein produktives und erfülltes Leben über eine lange Zeit zu führen.“
Die Versicherungsbranche spielt eine entscheidende Rolle in der Bewältigung der Herausforderungen der Langlebigkeit. Mit dem Longevity Forum bekräftigt UniCredit ihr Engagement, finanzielle Lösungen zu entwickeln, die auf die Chancen und Herausforderungen eines längeren Lebens reagieren – von der Veranlagung bis zum Versicherungsschutz.
Annie Coleman, Botschafterin des Stanford Center on Longevity, bekräftigt die Forderung nach einem systemischen Wandel: „Wir brauchen dynamische Systeme, die eine Neuorientierung über mehrere Lebensphasen hinweg unterstützen. Die Pension ist nicht das Ende, sondern ein Übergang.“
Zusammenfassend zeigt das Longevity Economic Forum 2025, dass die steigende Lebenserwartung nicht nur Herausforderungen, sondern auch enorme Chancen bietet, unsere Gesellschaft zu transformieren. Die UniCredit Bank Austria nimmt eine Vorreiterrolle ein, indem sie den Dialog über die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen einer alternden Bevölkerung fördert und innovative Lösungen entwickelt, um diesen Wandel zu einem Motor für nachhaltiges Wachstum zu machen.
Für weitere Informationen und Zugang zu den vollständigen Berichten besuchen Sie den UniCredit Longevity Knowledge Hub.