Wien wird zum Schauplatz einer technologischen Revolution in der Lebensmittellogistik. Der Online-Supermarkt Gurkerl, bekannt für seine innovative Herangehensweise, hat am 16. Oktober 2025 eine bahnbrechende Automatisierungsoffensive gestartet. Im 23. Wiener Bezirk entsteht der modernste E-Food-Stan
Wien wird zum Schauplatz einer technologischen Revolution in der Lebensmittellogistik. Der Online-Supermarkt Gurkerl, bekannt für seine innovative Herangehensweise, hat am 16. Oktober 2025 eine bahnbrechende Automatisierungsoffensive gestartet. Im 23. Wiener Bezirk entsteht der modernste E-Food-Standort Europas, der durch den Einsatz neuester Technologien Maßstäbe setzt.
Gurkerl, ein Vorreiter im Online-Lebensmittelhandel, kündigte an, dass ihr Logistikzentrum in Liesing durch die Einführung der AutoStore-Fördertechnik und eines Kommissionierroboters von Sereact eine doppelte Automatisierungsoffensive erlebt. Diese Technologien sind nicht nur in Österreich, sondern europaweit einzigartig und versprechen eine Revolution in der Art und Weise, wie Lebensmittel verteilt werden.
Automatisierung in der Logistik bezieht sich auf den Einsatz von Maschinen und Technologie, um Prozesse effizienter zu gestalten. Dies kann von der Lagerhaltung bis zur Auslieferung reichen. In Gurkerls Fall wird die AutoStore-Technologie verwendet, um Bestellungen vollautomatisch zu sortieren und für die Auslieferung vorzubereiten. Der Kommissionierroboter übernimmt einen der letzten manuellen Arbeitsschritte, was die Effizienz und Präzision erheblich steigert.
Für die Kunden bedeutet diese Offensive vor allem eines: ein verbessertes Einkaufserlebnis. Die Automatisierung führt zu einer höheren Warenverfügbarkeit und einer schnelleren Auftragsabwicklung. Die Fehlerquote sinkt auf ein Minimum, was bedeutet, dass Bestellungen pünktlich und ohne Ersatzprodukte geliefert werden. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit pro Bestellung beträgt nur noch 30 Minuten, und 94 % der Lieferungen erfolgen ohne Reklamationen.
Während Wien mit diesem Projekt an der Spitze der technologischen Entwicklung steht, hinken andere Bundesländer in Österreich noch hinterher. In Bundesländern wie Kärnten und der Steiermark sind die Logistikzentren oft noch stark auf manuelle Prozesse angewiesen. Die Einführung automatisierter Systeme könnte hier ebenfalls zu einer erheblichen Effizienzsteigerung führen.
Die AutoStore-Technologie ermöglicht es, Bestellungen im Trockenbereich des Lagers vollautomatisch zu sortieren. Dies geschieht innerhalb eines sogenannten Grids, einer Art Netzwerk von Lagerbehältern, die von Robotern bewegt werden. Diese Technologie ist besonders in der Lagerlogistik revolutionär, da sie Platz spart und die Geschwindigkeit der Auftragsbearbeitung erhöht.
Der Kommissionierroboter, der von Sereact entwickelt wurde, ist ein weiterer Meilenstein in der Automatisierung. Er übernimmt die Aufgabe, Artikel aus den Regalen zu entnehmen und für den Versand vorzubereiten. Dies geschieht mit einer Präzision und Geschwindigkeit, die manuell kaum zu erreichen wäre. Pro Stunde können bis zu 600 Artikel kommissioniert werden, und die Kapazität eines Roboters liegt bei 5.000 Auftragspositionen pro Tag.
Die Automatisierung in der Logistik ist keine neue Entwicklung. Bereits in den 1960er Jahren begannen Unternehmen, Maschinen zur Unterstützung ihrer Prozesse einzusetzen. Doch erst mit der Einführung von KI und Robotik in den letzten Jahrzehnten wurde das volle Potenzial dieser Technologien ausgeschöpft. Gurkerls Initiative in Wien könnte als Blaupause für zukünftige Entwicklungen in der Branche dienen.
Bis zum Jahresende plant Gurkerl die Installation von fünf weiteren Kommissionierrobotern, um bis zu 8.000 Bestellungen täglich abwickeln zu können. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur operativen Profitabilität, die das Unternehmen noch in diesem Jahr erreichen will.
Mit der Einführung von Automatisierungstechnologien stellt sich oft die Frage nach den Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Während einige Arbeitsplätze im Bereich der manuellen Kommissionierung wegfallen könnten, entstehen gleichzeitig neue Arbeitsplätze in der Wartung und Überwachung der automatisierten Systeme. Experten betonen, dass die Umschulung von Mitarbeitern ein wichtiger Bestandteil dieser Transformation sein sollte.
Ein Branchenexperte erklärt: "Die Automatisierung in der Logistik ist ein unvermeidlicher Schritt in Richtung Zukunft. Unternehmen, die jetzt investieren, werden langfristig profitieren. Die Herausforderung besteht darin, die Mitarbeiter auf diese Veränderungen vorzubereiten und ihnen neue Perspektiven zu bieten."
Die österreichische Regierung unterstützt Initiativen zur Digitalisierung und Automatisierung, um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu stärken. Förderprogramme und steuerliche Anreize sind Teil dieser Strategie. Die Partnerschaft zwischen Gurkerl und AutoStore zeigt, wie wichtig internationale Kooperationen in diesem Bereich sind. Die Rohlik Gruppe, zu der Gurkerl gehört, plant, ihre Technologieplattform auch anderen E-Food-Playern zugänglich zu machen, was die Branche weltweit modernisieren könnte.
Veloq, die jüngste Ausgründung der Rohlik Gruppe, spielt eine zentrale Rolle in der Automatisierungsoffensive. Mit ihren KI-gesteuerten Technologien wird die Effizienz in der Lagerlogistik erheblich gesteigert. AutoStore, ein weltweit führender Anbieter von Automatisierungslösungen, ist ein weiterer Schlüsselpartner. Gemeinsam bieten sie eine integrierte End-to-End-Lösung für den Online-Lebensmittelhandel an.
Die Automatisierungsoffensive von Gurkerl in Wien markiert den Beginn einer neuen Ära in der Lebensmittellogistik. Mit modernster Technologie und einer klaren Vision für die Zukunft setzt das Unternehmen neue Standards. Die Auswirkungen auf die Branche und die Kunden sind bereits jetzt spürbar, und die kommenden Monate werden zeigen, wie sich diese Entwicklungen weiter entfalten. Klar ist: Wien ist auf dem besten Weg, zum Zentrum der E-Food-Innovation in Europa zu werden.