Es ist eine Nachricht, die ganz Österreich elektrisiert: Tirol hat sich erneut als Vorreiter in Sachen Klimawandelanpassung bewiesen. Die engagierte Tirolerin Michaela Gasser-Mark wurde zur KLAR!-Managerin des Jahres gekürt und ihr Projekt 'Ziegen gegen Lawinen' sorgt für Furore. Aber was bedeutet d
Es ist eine Nachricht, die ganz Österreich elektrisiert: Tirol hat sich erneut als Vorreiter in Sachen Klimawandelanpassung bewiesen. Die engagierte Tirolerin Michaela Gasser-Mark wurde zur KLAR!-Managerin des Jahres gekürt und ihr Projekt 'Ziegen gegen Lawinen' sorgt für Furore. Aber was bedeutet das für die Region und ihre Bewohner?
Am 1. Juli 2025 wurde bei der Hauptveranstaltung des Klima- und Energiefonds in Pettneu eine Entscheidung verkündet, die in der gesamten Alpenregion Wellen schlägt. Michaela Gasser-Mark, Leiterin der Klimawandel-Anpassungsmodellregion (KLAR!) Arlberg Stanzertal, wurde zur Managerin des Jahres gewählt. Diese Auszeichnung, unterstützt durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLUK), ist ein Beweis für ihr unermüdliches Engagement im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels.
Die KLAR!-Modellregionen sind ein innovatives Programm des Klima- und Energiefonds, das darauf abzielt, österreichische Gemeinden und Regionen bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Seit 2018 arbeiten bereits 93 dieser Regionen an spezifischen Maßnahmen, die als Vorbild für ganz Europa dienen.
Eines der herausragenden Projekte unter der Leitung von Gasser-Mark ist die Revitalisierung des Egger Weihers. Dieses Pilotprojekt diente als Vorbild für zahlreiche ähnliche Initiativen in Österreich, indem es ein Gewässer auf schonende Weise von Schlamm befreite und den Schlamm als Dünger nutzte. Diese Maßnahme zeigt, wie durchdachte Umweltstrategien sowohl die Natur schützen als auch wirtschaftliche Vorteile bieten können.
Als „Projekt des Jahres“ wurde das kreative Konzept „Ziegen gegen Lawinen“ ausgezeichnet. In der KLAR! Kaunergrat, unter der Leitung von Bernadette Hofer und in Zusammenarbeit mit der KLAR! Arlberg-Stanzertal, wird gezielte Ziegenbeweidung eingesetzt, um das Risiko von Gleitschneelawinen auf steilen Almflächen zu senken. Über 200 Ziegen arbeiten hier als natürliche Landschaftspfleger, stabilisieren den Boden und verhindern so Lawinenabgänge.
Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie natürliche Lösungen zur Bewältigung von Umweltproblemen beitragen können und bietet eine attraktive Alternative zu teuren technischen Maßnahmen.
Das KLAR!-Programm ist nicht nur in Tirol, sondern in ganz Österreich von großer Bedeutung. Mit 743 Gemeinden und rund 2,2 Millionen Einwohnern, die am Programm teilnehmen, ist es ein Paradebeispiel für die erfolgreiche Umsetzung einer Bottom-Up-Strategie in der Klimapolitik. Das Ziel ist es, lokale Anpassungsstrategien zu entwickeln, die den spezifischen Bedürfnissen der Regionen gerecht werden.
Der Klimawandel betrifft Österreich in besonderem Maße. Die Alpenregionen sind extrem anfällig für Naturkatastrophen wie Lawinen, Überschwemmungen und Erdrutsche. Durch Programme wie KLAR! können Gemeinden proaktiv Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen dieser Ereignisse zu mildern.
Ein führender Experte im Bereich Klimawandel kommentiert: „Die KLAR!-Initiativen sind ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Sie zeigen, dass lokale Lösungen oft effektiver sind als pauschale nationale Strategien. Die Einbindung der Gemeinden in die Entwicklung und Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen ist entscheidend für deren Erfolg.“
Für die Menschen in Tirol und anderen KLAR!-Regionen bedeutet dies mehr Sicherheit und Lebensqualität. Projekte wie „Ziegen gegen Lawinen“ tragen dazu bei, die Risiken von Naturkatastrophen zu reduzieren, während Initiativen wie die Revitalisierung des Egger Weihers die lokale Umwelt verbessern und gleichzeitig wirtschaftliche Vorteile bringen.
Mit der Auszeichnung von Michaela Gasser-Mark und dem Erfolg der KLAR!-Projekte wird Tirol weiterhin eine Vorreiterrolle in der Klimapolitik einnehmen. Die Hoffnung ist, dass andere europäische Regionen von diesem Modell lernen und ähnliche Initiativen starten. Die Zukunft sieht vielversprechend aus, wenn innovative und nachhaltige Lösungen weiterhin gefördert werden.
Mehr Informationen finden Sie auf der offiziellen KLAR!-Webseite unter KLAR!-Anpassungsregionen.