Zurück
Wirtschaft

Revolution in der Energie: Agri-PV-Anlage in Oberösterreich startet durch

30. Oktober 2025 um 13:41
Teilen:

Am 30. Oktober 2025 war es soweit: In Burgkirchen, einem kleinen Ort im Bezirk Braunau, Oberösterreich, wurde der Startschuss für eine bahnbrechende Agri-Photovoltaik-Anlage gegeben. Die oekostrom AG, ein Pionier in der Erzeugung sauberer Energie, hat mit diesem Projekt einen weiteren Meilenstein in

Am 30. Oktober 2025 war es soweit: In Burgkirchen, einem kleinen Ort im Bezirk Braunau, Oberösterreich, wurde der Startschuss für eine bahnbrechende Agri-Photovoltaik-Anlage gegeben. Die oekostrom AG, ein Pionier in der Erzeugung sauberer Energie, hat mit diesem Projekt einen weiteren Meilenstein in der Energiewende gesetzt. Doch was bedeutet Agri-Photovoltaik überhaupt, und warum ist dieses Projekt so bedeutend?

Was ist Agri-Photovoltaik?

Agri-Photovoltaik ist eine innovative Technologie, die es ermöglicht, landwirtschaftliche Flächen gleichzeitig für die Nahrungsmittelproduktion und die Erzeugung von Solarstrom zu nutzen. Dabei werden Solarmodule aufgeständert über landwirtschaftlichen Nutzflächen installiert, sodass darunter weiterhin Pflanzen wachsen oder Tiere weiden können. Diese Technik verbindet die Vorteile der erneuerbaren Energien mit der Landwirtschaft und bietet eine doppelte Nutzung der Landfläche.

Die Vorteile der Agri-PV-Anlage in Burgkirchen

Die neue Anlage in Burgkirchen ist ein Paradebeispiel für diese Technologie. Mit einer installierten Leistung von 2,04 Megawattpeak (MWp) wird sie in der Lage sein, rund 600 Haushalte mit sauberem Strom zu versorgen. Jährlich sollen etwa 1,97 Gigawattstunden (GWh) Strom erzeugt werden, was einer Einsparung von rund 400 Tonnen CO₂ entspricht. Unter den Solarmodulen werden Schafe weiden, die zur Pflege der Fläche beitragen, ohne den Boden zu belasten.

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Weitblick

Die Realisierung dieses Projekts ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen der oekostrom AG, der Gemeinde Burgkirchen, dem Grundstückseigentümer Roland Piehringer und regionalen Partnerunternehmen. Diese Kooperation zeigt, wie wichtig lokale Partnerschaften für die erfolgreiche Umsetzung von Energiewendeprojekten sind.

Der Geschäftsführer der oekostrom AG, Bereich Produktion, betonte die Bedeutung solcher Projekte: „Mit innovativen Projekten wie in Burgkirchen zeigen wir, wie Landwirtschaft und Energiewende gemeinsam funktionieren. Wir schaffen lokale Wertschöpfung, stärken die Gemeinde und leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Versorgungssicherheit.“

Politische Unterstützung und regionale Bedeutung

Auch politisch wird das Projekt unterstützt. Klaus Mühlbacher, Landtagsabgeordneter der ÖVP und Bereichssprecher für Klimaschutz, Umwelt und Anti-Atom, erklärte: „Oberösterreich ist ein starker Wirtschaftsstandort. Gerade deshalb brauchen wir eine sichere, unabhängige und erneuerbare Energieversorgung. Der Ausbau der Photovoltaik ist dabei ein zentrales Ziel der regionalen Energiepolitik des Landes Oberösterreich.“

Der Bürgermeister von Burgkirchen, Albert Troppmair, sieht in der Anlage ein sichtbares Zeichen für eine nachhaltige Energiezukunft: „Jede hier erzeugte Kilowattstunde sauberen Stroms bringt uns weg von fossilen Energien und hin zu echter Klimaneutralität.“

Historischer Hintergrund und Zukunftsaussichten

Die oekostrom AG wurde 1999 aus der Anti-Atom- und Klimaschutzbewegung heraus gegründet und hat sich seitdem als größte unabhängige Energiedienstleisterin in Österreich etabliert. Mit über 3.100 Aktionären liefert das Unternehmen 100 % sauberen Strom aus Wind, Sonne und Wasser. Die Gründungsidee, eine transparente, partnerschaftliche und faire Energieversorgung zu schaffen, ist bis heute das Leitbild der oekostrom AG.

Mit der Agri-PV-Anlage in Burgkirchen wird ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energiezukunft gemacht. Die Anlage soll nicht nur zur lokalen Wertschöpfung beitragen, sondern auch als Modellprojekt für weitere Regionen dienen.

Vergleich mit anderen Bundesländern

Während Oberösterreich mit der neuen Agri-PV-Anlage einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet, gibt es auch in anderen Bundesländern ähnliche Bestrebungen. In der Steiermark etwa wird verstärkt auf Windkraft gesetzt, während Niederösterreich mit großen Solarparks punktet. Diese unterschiedlichen Ansätze zeigen, wie vielfältig die Wege zur Erreichung der Klimaziele sein können.

Konkrete Auswirkungen auf die Bürger

Für die Bürger von Burgkirchen und Umgebung bedeutet die neue Anlage nicht nur eine sichere und saubere Stromversorgung, sondern auch eine Stärkung der lokalen Wirtschaft. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und die Nutzung lokaler Ressourcen wird die Wertschöpfung in der Region gehalten.

Ein fiktiver Experte für erneuerbare Energien kommentiert: „Solche Projekte sind ein Gewinn für alle Beteiligten. Sie zeigen, dass die Energiewende nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance für die ländlichen Regionen ist.“

Zukunftsausblick

Die Bauzeit der Anlage läuft von Oktober 2025 bis April 2026. Nach der Fertigstellung wird die Anlage nicht nur zur Stromversorgung beitragen, sondern auch als Vorzeigeprojekt für den Einsatz von Agri-Photovoltaik in Österreich dienen. Die oekostrom AG plant, in Zukunft weitere solcher Projekte umzusetzen, um den Anteil erneuerbarer Energien im Land weiter zu erhöhen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Agri-PV-Anlage in Burgkirchen ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung ist. Sie zeigt, wie innovative Technologien und lokale Zusammenarbeit die Energiewende vorantreiben können. Für die Bürger bedeutet dies nicht nur eine saubere Stromversorgung, sondern auch eine Stärkung der lokalen Wirtschaft und eine nachhaltige Zukunft.

Schlagworte

#Agri-Photovoltaik#Burgkirchen#energiewende#erneuerbare energien#Klimaneutralität#Oberösterreich#oekostrom AG

Weitere Meldungen

OTS
FPÖ

Wiener Mieten steigen: FPÖ kritisiert SPÖ-Wohnpolitik scharf

14. März 2026
Lesen
OTS
EU

EU-Lohntransparenz: Wirtschaftsbund warnt vor Bürokratie-Tsunami

14. März 2026
Lesen
OTS
Grüne

KI-Chaos in Österreichs Verwaltung: Grüne warnen vor Rechtsschutz-Lücken

13. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen