Wien sorgt wieder einmal für Aufsehen in der Welt des sozialen Wohnbaus. Am 17. Juli 2025 wurde der Startschuss für ein neues Vorzeigeprojekt gegeben: Der Gemeindebau NEU in der Schönbrunner Straße wird nicht nur durch seine zentrale Lage und leistbare Mieten, sondern auch durch seine fortschrittlic
Wien sorgt wieder einmal für Aufsehen in der Welt des sozialen Wohnbaus. Am 17. Juli 2025 wurde der Startschuss für ein neues Vorzeigeprojekt gegeben: Der Gemeindebau NEU in der Schönbrunner Straße wird nicht nur durch seine zentrale Lage und leistbare Mieten, sondern auch durch seine fortschrittlichen ökologischen Standards glänzen. Doch was steckt wirklich hinter diesem Projekt?
Mitten im pulsierenden Herzen Wiens, im Bezirk Margareten, entsteht ein modernes Niedrigstenergiehaus. Die Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál hebt hervor: „Dass in Innenstadt-Nähe neue, leistbare Gemeindewohnungen in einem Niedrigstenergiehaus errichtet werden, ist weltweit einzigartig.“ Doch was bedeutet das für die Bewohner und die Stadt?
Der neue Friederike-Mayröcker-Hof, benannt nach der berühmten österreichischen Schriftstellerin, wird aus 15 modernen Wohnungen bestehen, die alle mit einem eigenen Freibereich ausgestattet sind. Dies könnte ein Balkon, eine Loggia oder eine Dachterrasse sein. Doch das ist noch nicht alles!
Solche Technologien sind nicht nur ein Gewinn für die Umwelt, sondern versprechen auch geringere Betriebskosten für die Mieter.
Der soziale Wohnbau hat in Wien eine lange Tradition. Bereits in den 1920er Jahren begann die Stadt, leistbaren Wohnraum für alle Bürger zu schaffen. Diese Tradition wird nun im 21. Jahrhundert mit dem Gemeindebau NEU fortgesetzt.
Historisch gesehen war der Gemeindebau eine Antwort auf die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg. Durch den Bau von Großprojekten wie dem Karl-Marx-Hof wurde Wien zum Vorreiter im sozialen Wohnbau. Heute setzt die Stadt erneut Maßstäbe, indem sie ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Verantwortung verbindet.
Während Wien im Bereich des sozialen Wohnbaus führend ist, haben andere österreichische Bundesländer ihre eigenen Ansätze entwickelt. In Vorarlberg etwa wird viel Wert auf ökologische Bauweisen gelegt, während in der Steiermark der Fokus oft auf der Sanierung bestehender Gebäude liegt. Doch kein anderes Bundesland hat bisher ein vergleichbares Projekt wie den Gemeindebau NEU umgesetzt.
Für die zukünftigen Bewohner des Friederike-Mayröcker-Hofs bedeutet dies nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch ein Leben in einer Gemeinschaft, die ökologische und soziale Werte hochhält. Die Mieten sind leistbar, die Verträge sicher und unbefristet. Ein weiterer Vorteil: Es ist kein Eigenmittel-Beitrag erforderlich, was die Barriere für den Zugang zu diesen Wohnungen erheblich senkt.
Ein Experte für sozialen Wohnbau betont: „Dieses Projekt zeigt, wie man modernen Wohnkomfort mit ökologischer Verantwortung verbinden kann. Für die Bewohner bedeutet dies nicht nur finanzielle Entlastung, sondern auch ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Stadt.“
Die Stadt Wien plant, das Gemeindebau NEU-Programm weiter auszubauen. Bereits 13 Projekte wurden übergeben, und weitere 28 sind in Planung oder Bau. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren rund 13.000 neue Gemeindewohnungen entstehen. Die Aufschwungskoalition hat beschlossen, zusätzlich 1.500 neue Wohnungen in die Umsetzung zu bringen.
In den kommenden Wochen beginnt die Vergabe für zwei weitere Projekte:
Interessierte Bürger können sich auf der Website der Wohnberatung Wien informieren und bewerben.
Der Erfolg des Gemeindebau NEU-Programms ist eng mit der politischen Landschaft Wiens verknüpft. Die Stadtregierung hat erkannt, dass leistbarer Wohnraum ein zentrales Thema für die Bürger ist. Durch strategische Investitionen und eine klare Vision wird versucht, den Wohnraum nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig die soziale Durchmischung zu fördern.
Ein politischer Analyst merkt an: „Die Stadt Wien zeigt, dass man durch kluge Planung und innovative Ansätze sowohl ökologische als auch soziale Ziele erreichen kann. Es ist ein Modell, das auch für andere Städte weltweit von Interesse sein könnte.“
Der Gemeindebau NEU in der Schönbrunner Straße ist mehr als nur ein weiteres Bauprojekt. Es ist ein Symbol für den Fortschritt im sozialen und ökologischen Wohnbau und ein klarer Beweis dafür, dass Wien bereit ist, neue Wege zu gehen, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.