In einer Welt, die sich rasant verändert, stellt sich die Frage: Wie werden wir im Jahr 2050 arbeiten und leben? Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) hat genau diese Frage in den Fokus gerückt und ein zukunftsweisendes Positionspapier veröffentlicht.Ein Blick
In einer Welt, die sich rasant verändert, stellt sich die Frage: Wie werden wir im Jahr 2050 arbeiten und leben? Die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) hat genau diese Frage in den Fokus gerückt und ein zukunftsweisendes Positionspapier veröffentlicht.
Am 24. Juni 2025 veröffentlichte die ÖGNI ihr Positionspapier mit dem Titel „Arbeitswelten im Lebensraum 2050: Von Quadratmetern zu Netzwerken“. Es handelt sich um das Ergebnis einer intensiven Zusammenarbeit eines Expertenteams, das 2024 von der ÖGNI ins Leben gerufen wurde. Unter der Leitung von Katharina Saxa und Aleksandra Dorninger-Potkonjak entstand ein umfassendes Zukunftsbild für die Arbeitswelten im Kontext nachhaltiger Stadt- und Immobilienentwicklung.
Das Positionspapier beschreibt, wie die Arbeitsorte der Zukunft als Teil lebendiger, vernetzter, kognitiver Quartiere gedacht und gestaltet werden können. Flexibilität, Technologieoffenheit und Ressourcenschonung stehen im Vordergrund, wobei der Mensch im Mittelpunkt aller Überlegungen steht. Die klassischen Grenzen zwischen Arbeit, Wohnen, Lernen und Erholen verschwimmen, stattdessen entstehen multifunktionale Lebensräume, die physisch, digital und sozial vernetzt sind.
Im Mittelpunkt des neuen Ansatzes steht ein radikaler Perspektivenwechsel: Der Bestand wird zur strategischen Ressource, Gebäude entwickeln sich zu lernenden, zirkulären Organismen, und der Unternehmensstandort wird zu einem Ort mit Sinn. Dieser Wandel ist notwendig, um den Anforderungen und Erwartungen der neuen Generationen gerecht zu werden. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik wird die Arbeitswelt grundlegend verändern.
Ein fiktiver Experte kommentiert: „Die Zukunft der Arbeit liegt in der Integration von Technologie und menschlichen Bedürfnissen. Es geht darum, eine Arbeitswelt zu schaffen, die über die reine Erfüllung beruflicher Aufgaben hinausgeht und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.“
Digitalisierung spielt eine entscheidende Rolle in der Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelten. Sie ermöglicht nicht nur effizientere Arbeitsprozesse, sondern auch die Vernetzung und Integration verschiedenster Lebensbereiche. Laut der ÖGNI wird die Digitalisierung ein Schlüssel zur Schaffung zukunftsfähiger, resilienter Immobilienwelten sein, die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in Einklang bringen.
Das Positionspapier dient als strategischer Leitfaden für alle, die Arbeits- und Lebensräume von morgen gestalten – sei es in der Projektentwicklung, im Immobilienbetrieb oder in politischen Entscheidungsprozessen. Die ÖGNI legt großen Wert darauf, dass diese Transformation nicht über Nacht geschehen kann, sondern eine schrittweise Anpassung und Vorbereitung erfordert. Der bestehende Bürobestand muss nach und nach an die neuen Anforderungen angepasst werden.
Die ÖGNI ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich der Etablierung der Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienbranche verschrieben hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 hat sie es sich zum Ziel gesetzt, den Mehrwert von Gebäudezertifizierungen aufzuzeigen, um umwelt- und ressourcenschonende Gebäude mit hoher wirtschaftlicher und sozialer Effizienz zu schaffen.
Die ÖGNI arbeitet eng mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zusammen und hat deren Zertifizierungssystem an die österreichischen Gegebenheiten angepasst. Als einziges österreichisches Mitglied des World Green Building Councils strebt die ÖGNI an, das europäische Qualitätszertifikat der DGNB auf internationaler Ebene zu stärken.
Die Veränderungen, die durch die neuen Arbeitswelten angestoßen werden, haben weitreichende Auswirkungen auf den Alltag der Bürger. Arbeitsplätze werden zunehmend flexibel und ortsunabhängig, was zu einer besseren Work-Life-Balance führen kann. Gleichzeitig erfordert die Umstellung auf neue Technologien und Arbeitsmethoden eine kontinuierliche Weiterbildung der Arbeitnehmer.
Ein fiktiver Experte fügt hinzu: „Die Transformation der Arbeitswelt bietet enorme Chancen, stellt aber auch Herausforderungen dar. Es wird entscheidend sein, dass sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter bereit sind, sich auf neue Arbeitsmodelle einzulassen.“
Der Wandel in der Arbeitswelt betrifft nicht nur Österreich, sondern ist ein globales Phänomen. Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Initiativen gestartet, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. In Deutschland beispielsweise wird intensiv an der Entwicklung smarter Städte gearbeitet, die den Anforderungen der digitalen und vernetzten Arbeitswelt gerecht werden.
Die ÖGNI sieht sich hier als Vorreiter und möchte mit ihrem Positionspapier einen wichtigen Beitrag zur internationalen Diskussion um die Gestaltung der Arbeitswelt der Zukunft leisten.
Die Arbeitswelt des Jahres 2050 wird sich grundlegend von der heutigen unterscheiden. Die Integration von Technologie, Nachhaltigkeit und menschlichen Bedürfnissen wird zu einer Arbeitsumgebung führen, die weit mehr ist als nur ein Ort der Beschäftigung. Der Mensch wird im Mittelpunkt stehen, und die Arbeitswelt wird zu einer Lebenswelt, die viele Bedürfnisse befriedigt.
Die ÖGNI hat mit ihrem Positionspapier den Grundstein für diese Entwicklung gelegt und zeigt Wege auf, wie die Transformation gelingen kann. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um die Weichen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Arbeitswelt zu stellen.
Das vollständige Positionspapier der ÖGNI steht ab sofort hier zum Download zur Verfügung.