Die Hochschule Campus Wien setzt einen bahnbrechenden Schritt in Richtung Gleichstellung und Diversität. Ab dem 26. August 2025 können Studierende ihre persönlichen Pronomen im Studierendenportal hinterlegen und die Verwendung eines selbstgewählten Identitätsnamens beantragen. Auch im Bewerbungstool
Die Hochschule Campus Wien setzt einen bahnbrechenden Schritt in Richtung Gleichstellung und Diversität. Ab dem 26. August 2025 können Studierende ihre persönlichen Pronomen im Studierendenportal hinterlegen und die Verwendung eines selbstgewählten Identitätsnamens beantragen. Auch im Bewerbungstool wird ab diesem Datum die freiwillige Angabe von Pronomen ermöglicht. Dies ist ein klares Bekenntnis zu Chancengleichheit und Vielfalt, das im Code of Conduct sowie im Gleichstellungs- und Diversitätsplan der Hochschule verankert ist.
Die Möglichkeit, persönliche Pronomen zu wählen, ist ein bedeutender Fortschritt für die Studierenden. Ab sofort können sie in ihren Stammdaten zwischen folgenden Optionen wählen:
Diese Maßnahme unterstützt eine gendersensible Kommunikation, die niemanden ausschließt oder falsch anspricht. Die gewählten Pronomen werden in hochschulinternen Systemen wie Anwesenheitslisten direkt beim Vornamen angezeigt, was Lehrenden und Mitarbeitenden eine klare Orientierung für eine respektvolle Ansprache bietet.
Studierende, deren gesetzlicher Vorname nicht mit ihrer gelebten Geschlechtsidentität übereinstimmt, können ab sofort einen Identitätsnamen im Portal der Hochschule Campus Wien beantragen. Der gewählte Vorname wird anschließend in sämtlichen internen Systemen der Hochschule verwendet – etwa in der Mailadresse, auf der Campus Card oder in Anwesenheitslisten. Diese Änderung ist unabhängig von einer amtlichen Namensänderung. Der gesetzliche Name bleibt im System gespeichert und wird nur dort verwendet, wo gesetzliche Vorgaben dies erfordern.
„Mit der Einführung der Pronomenwahl und der Möglichkeit zur Verwendung eines Identitätsnamens schaffen wir ein inklusives, wertschätzendes Umfeld für alle Studierenden – unabhängig von Religion, Geschlechtsidentität oder amtlicher Namensführung. Vielfalt ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Wert unserer Hochschule“, so der Rektor der Hochschule Campus Wien. „Wir berücksichtigen dabei die individuellen Lebenswege und Lebensentscheidungen unserer Studierenden.“
Diese Maßnahmen sind ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmung und gelebter Vielfalt. Die Hochschule Campus Wien wird damit zu einem sichereren Ort für trans, nicht-binäre und gender-nonkonforme Menschen – ein Ort, an dem Identitäten respektiert statt angezweifelt werden.
Der Schritt der Hochschule Campus Wien ist Teil einer breiteren Bewegung hin zu mehr Inklusion und Diversität in Bildungseinrichtungen weltweit. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen Ländern und an anderen Universitäten umgesetzt, um ein inklusiveres Umfeld zu schaffen. Beispielsweise hat die Universität von Toronto in Kanada bereits 2016 ein ähnliches System eingeführt, das es Studierenden ermöglicht, ihre bevorzugten Pronomen zu wählen und einen Identitätsnamen zu verwenden.
In Österreich ist die Hochschule Campus Wien eine der ersten Einrichtungen, die solche umfassenden Maßnahmen ergreift, um die Vielfalt zu stärken. Dies könnte als Vorbild für andere Hochschulen im Land dienen und eine Welle der Veränderung auslösen, die den Weg für eine diskriminierungsfreie Hochschulkultur ebnet.
Die Einführung dieser Maßnahmen hat konkrete Auswirkungen auf die Studierenden und Bewerber der Hochschule Campus Wien. Zum einen wird die Möglichkeit, Pronomen zu wählen und einen Identitätsnamen zu verwenden, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Studierenden verbessern. Studien haben gezeigt, dass die Anerkennung der Geschlechtsidentität und der bevorzugten Pronomen das Gefühl der Zugehörigkeit und Akzeptanz in Bildungseinrichtungen stärkt.
Für Bewerber bedeutet die freiwillige Angabe von Pronomen im Bewerbungstool, dass sie von Anfang an korrekt angesprochen werden können. Dies erleichtert den Übergang in die Hochschulgemeinschaft und fördert eine respektvolle und inklusive Atmosphäre bereits im Auswahlprozess.
„Die Hochschule Campus Wien geht hier mit gutem Beispiel voran“, sagt ein Mitglied der Österreichischen Hochschüler*innenschaft. „Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer diskriminierungsfreien Bildungseinrichtung. Wir hoffen, dass andere Hochschulen in Österreich diesem Beispiel folgen werden.“
In der Zukunft könnten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Vielfalt und Inklusion an der Hochschule Campus Wien weiter zu stärken. Dazu könnten Workshops und Schulungen für Lehrende und Mitarbeitende gehören, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Pronomen und Identitätsnamen zu schärfen und eine respektvolle Kommunikation zu fördern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hochschule Campus Wien mit diesen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Vielfalt und Inklusion leistet. Diese Schritte könnten den Weg für eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz von Geschlechtsidentitäten und -ausdrücken ebnen und dazu beitragen, eine diskriminierungsfreie Bildungseinrichtung zu schaffen, die alle Studierenden willkommen heißt.