Zurück
Karriere

Revolution an der Hochschule Campus Wien: Vielfalt wird zum neuen Standard

26. August 2025 um 05:39
Teilen:

Die Hochschule Campus Wien setzt einen bahnbrechenden Schritt in Richtung Gleichstellung und Diversität. Ab dem 26. August 2025 können Studierende ihre persönlichen Pronomen im Studierendenportal hinterlegen und die Verwendung eines selbstgewählten Identitätsnamens beantragen. Auch im Bewerbungstool

Die Hochschule Campus Wien setzt einen bahnbrechenden Schritt in Richtung Gleichstellung und Diversität. Ab dem 26. August 2025 können Studierende ihre persönlichen Pronomen im Studierendenportal hinterlegen und die Verwendung eines selbstgewählten Identitätsnamens beantragen. Auch im Bewerbungstool wird ab diesem Datum die freiwillige Angabe von Pronomen ermöglicht. Dies ist ein klares Bekenntnis zu Chancengleichheit und Vielfalt, das im Code of Conduct sowie im Gleichstellungs- und Diversitätsplan der Hochschule verankert ist.

Ein Meilenstein für die Hochschulkultur

Die Möglichkeit, persönliche Pronomen zu wählen, ist ein bedeutender Fortschritt für die Studierenden. Ab sofort können sie in ihren Stammdaten zwischen folgenden Optionen wählen:

  • er/ihm
  • sie/ihr
  • they/them
  • keine Pronomen
  • keine Angabe

Diese Maßnahme unterstützt eine gendersensible Kommunikation, die niemanden ausschließt oder falsch anspricht. Die gewählten Pronomen werden in hochschulinternen Systemen wie Anwesenheitslisten direkt beim Vornamen angezeigt, was Lehrenden und Mitarbeitenden eine klare Orientierung für eine respektvolle Ansprache bietet.

Identitätsname: Persönliche Identität im Zentrum

Studierende, deren gesetzlicher Vorname nicht mit ihrer gelebten Geschlechtsidentität übereinstimmt, können ab sofort einen Identitätsnamen im Portal der Hochschule Campus Wien beantragen. Der gewählte Vorname wird anschließend in sämtlichen internen Systemen der Hochschule verwendet – etwa in der Mailadresse, auf der Campus Card oder in Anwesenheitslisten. Diese Änderung ist unabhängig von einer amtlichen Namensänderung. Der gesetzliche Name bleibt im System gespeichert und wird nur dort verwendet, wo gesetzliche Vorgaben dies erfordern.

Ein inklusives Umfeld für alle

„Mit der Einführung der Pronomenwahl und der Möglichkeit zur Verwendung eines Identitätsnamens schaffen wir ein inklusives, wertschätzendes Umfeld für alle Studierenden – unabhängig von Religion, Geschlechtsidentität oder amtlicher Namensführung. Vielfalt ist kein Zusatz, sondern ein zentraler Wert unserer Hochschule“, so der Rektor der Hochschule Campus Wien. „Wir berücksichtigen dabei die individuellen Lebenswege und Lebensentscheidungen unserer Studierenden.“

Diese Maßnahmen sind ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmung und gelebter Vielfalt. Die Hochschule Campus Wien wird damit zu einem sichereren Ort für trans, nicht-binäre und gender-nonkonforme Menschen – ein Ort, an dem Identitäten respektiert statt angezweifelt werden.

Historische Perspektive und Vergleich

Der Schritt der Hochschule Campus Wien ist Teil einer breiteren Bewegung hin zu mehr Inklusion und Diversität in Bildungseinrichtungen weltweit. Ähnliche Maßnahmen wurden bereits in anderen Ländern und an anderen Universitäten umgesetzt, um ein inklusiveres Umfeld zu schaffen. Beispielsweise hat die Universität von Toronto in Kanada bereits 2016 ein ähnliches System eingeführt, das es Studierenden ermöglicht, ihre bevorzugten Pronomen zu wählen und einen Identitätsnamen zu verwenden.

In Österreich ist die Hochschule Campus Wien eine der ersten Einrichtungen, die solche umfassenden Maßnahmen ergreift, um die Vielfalt zu stärken. Dies könnte als Vorbild für andere Hochschulen im Land dienen und eine Welle der Veränderung auslösen, die den Weg für eine diskriminierungsfreie Hochschulkultur ebnet.

Auswirkungen auf Studierende und Bewerber

Die Einführung dieser Maßnahmen hat konkrete Auswirkungen auf die Studierenden und Bewerber der Hochschule Campus Wien. Zum einen wird die Möglichkeit, Pronomen zu wählen und einen Identitätsnamen zu verwenden, das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit der Studierenden verbessern. Studien haben gezeigt, dass die Anerkennung der Geschlechtsidentität und der bevorzugten Pronomen das Gefühl der Zugehörigkeit und Akzeptanz in Bildungseinrichtungen stärkt.

Für Bewerber bedeutet die freiwillige Angabe von Pronomen im Bewerbungstool, dass sie von Anfang an korrekt angesprochen werden können. Dies erleichtert den Übergang in die Hochschulgemeinschaft und fördert eine respektvolle und inklusive Atmosphäre bereits im Auswahlprozess.

Zukunftsausblick und Expertenmeinungen

„Die Hochschule Campus Wien geht hier mit gutem Beispiel voran“, sagt ein Mitglied der Österreichischen Hochschüler*innenschaft. „Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer diskriminierungsfreien Bildungseinrichtung. Wir hoffen, dass andere Hochschulen in Österreich diesem Beispiel folgen werden.“

In der Zukunft könnten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Vielfalt und Inklusion an der Hochschule Campus Wien weiter zu stärken. Dazu könnten Workshops und Schulungen für Lehrende und Mitarbeitende gehören, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Pronomen und Identitätsnamen zu schärfen und eine respektvolle Kommunikation zu fördern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hochschule Campus Wien mit diesen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Vielfalt und Inklusion leistet. Diese Schritte könnten den Weg für eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz von Geschlechtsidentitäten und -ausdrücken ebnen und dazu beitragen, eine diskriminierungsfreie Bildungseinrichtung zu schaffen, die alle Studierenden willkommen heißt.

Schlagworte

#Bildung#Gleichstellung#Hochschule Campus Wien#Identitätsname#Inklusion#Pronomenwahl#Vielfalt

Weitere Meldungen

OTS
Sport

Frauenfußball-Revolution: Wie KI und Technologie den Sport verändern

19. März 2026
Lesen
OTS
Fachhochschule

FH Technikum Wien öffnet Türen: Open Day 2026 lockt mit Labors

16. März 2026
Lesen
OTS
Karriere

WWF Österreich: Alexa Lutteri übernimmt Presseleitung

12. März 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen