Am 5. Februar 2026 besuchte Landesrat Mag. Susanne Rosenkranz die Justizanstalt Stein/Donau und betonte die Bedeutung einer besseren personellen Ausstattung der Justizwache. Die chronische Unterbesetzung gefährdet nicht nur die Sicherheit, sondern beeinträchtigt auch die Ausbildung der Häftlinge, di
Am 5. Februar 2026 besuchte Landesrat Mag. Susanne Rosenkranz die Justizanstalt Stein/Donau und betonte die Bedeutung einer besseren personellen Ausstattung der Justizwache. Die chronische Unterbesetzung gefährdet nicht nur die Sicherheit, sondern beeinträchtigt auch die Ausbildung der Häftlinge, die für eine erfolgreiche Resozialisierung entscheidend ist.
Die Justizwache in Österreich kämpft seit Jahren mit Personalmangel. Dies wirkt sich negativ auf die Sicherheit und die Resozialisierungsarbeit aus. Resozialisierung bezeichnet den Prozess, bei dem Häftlinge durch Bildung und Training auf ein Leben nach der Haft vorbereitet werden. Es geht darum, sie in die Gesellschaft einzugliedern und Rückfälle zu verhindern.
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Fokus im Strafvollzug von reiner Bestrafung hin zu Resozialisierung verschoben. In den 1970er Jahren begann man, die Bedeutung der Ausbildung in Haft zu erkennen. Programme wurden entwickelt, um Häftlingen Fähigkeiten zu vermitteln, die ihnen nach der Entlassung helfen könnten.
Während Österreich in der Resozialisierung Fortschritte macht, gibt es Unterschiede zu Deutschland und der Schweiz. In Deutschland sind Ausbildungsprogramme in Haftanstalten weit verbreitet. In der Schweiz liegt der Fokus stärker auf individueller Betreuung. Österreich kann von diesen Ansätzen lernen, um die eigenen Programme zu verbessern.
Eine verbesserte Ausbildung in Haft hat direkte Auswirkungen auf die Gesellschaft. Beispielsweise verringert sich die Rückfallquote, wenn Häftlinge mit einer Ausbildung entlassen werden. Ein Ex-Häftling, der als Tischler ausgebildet wurde, fand nach der Entlassung eine Anstellung in einem kleinen Betrieb und baute sich ein neues Leben auf.
Statistiken zeigen, dass gut ausgebildete Häftlinge seltener rückfällig werden. In Österreich liegt die Rückfallquote bei etwa 40%, während sie bei Häftlingen mit abgeschlossener Ausbildung nur 20% beträgt. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Bildungsprogrammen im Strafvollzug.
Die Zukunft der Resozialisierung in Österreich hängt von politischen Entscheidungen ab. Eine Erhöhung der Planstellen in der Justizwache ist notwendig, um die Betreuung zu verbessern. Darüber hinaus sollten Ausbildungsprogramme kontinuierlich evaluiert und an aktuelle Arbeitsmarktbedürfnisse angepasst werden.
Die Ausbildung in Haft ist ein entscheidender Faktor für die Resozialisierung. Österreich muss seine Anstrengungen in diesem Bereich verstärken. Eine gut ausgebildete Justizwache kann Häftlinge besser betreuen und auf ein Leben nach der Haft vorbereiten. Was denken Sie, wie könnte die Gesellschaft von einer verbesserten Resozialisierung profitieren? Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel zur Pressekonferenz.