Am 5. Februar 2026 stand im österreichischen Bundesrat eine entscheidende Debatte zur Änderung des Einkommensteuergesetzes im Mittelpunkt. Diese Änderung zielt darauf ab, klare und gerechte steuerliche Regelungen für Arbeitnehmer:innen zu schaffen. SPÖ-Sozialsprecher Sandro Beer betonte die Bedeutun
Am 5. Februar 2026 stand im österreichischen Bundesrat eine entscheidende Debatte zur Änderung des Einkommensteuergesetzes im Mittelpunkt. Diese Änderung zielt darauf ab, klare und gerechte steuerliche Regelungen für Arbeitnehmer:innen zu schaffen. SPÖ-Sozialsprecher Sandro Beer betonte die Bedeutung dieser Novelle, die darauf abzielt, Rechtssicherheit und Entlastung für viele Leistungsträger:innen im Land zu bieten. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten sind solche Maßnahmen von großer Bedeutung.
Die Novelle umfasst drei zentrale Punkte: die steuerliche Behandlung des Feiertagsarbeitsentgelts, die Fortführung erhöhter steuerfreier Überstundenzuschläge für 2026 sowie die befristete Verlängerung der Start-up-Mitarbeiterbeteiligung. Eine Entscheidung des Bundesfinanzgerichts führte zu spürbaren Nettolohnverlusten beim Feiertagsarbeitsentgelt. Diese Ungerechtigkeit wird nun korrigiert, indem die Steuerfreiheit gesetzlich klargestellt wird.
Der Begriff Feiertagsarbeitsentgelt beschreibt die Vergütung, die Arbeitnehmer:innen für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen erhalten. Diese Entgelte waren bisher steuerlich unklar geregelt, was zu Nettoeinbußen führte. Nun wird die Steuerfreiheit gesetzlich verankert, um Fairness zu gewährleisten.
Überstundenzuschläge sind zusätzliche Zahlungen für geleistete Überstunden. Der steuerfreie Zuschlag von 170 Euro für die ersten 15 Überstunden bleibt 2026 erhalten, was Stabilität und Planungssicherheit schafft.
Historisch gesehen hat Österreich seit jeher versucht, ein gerechtes Steuersystem zu etablieren. Die Diskussion um steuerliche Entlastungen für Arbeitnehmer:innen ist nicht neu, sondern Teil einer langen Tradition wirtschaftspolitischer Debatten. In den letzten Jahrzehnten wurden immer wieder Anpassungen vorgenommen, um auf die sich ändernden wirtschaftlichen Bedingungen zu reagieren.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich mit dieser Novelle einen ähnlichen Weg wie seine Nachbarn einschlägt. In Deutschland gibt es ebenfalls steuerliche Entlastungen für Überstunden, während die Schweiz ein anderes Modell verfolgt, bei dem solche Entgelte anders behandelt werden.
Für die Bürger:innen bedeutet diese Novelle eine direkte finanzielle Entlastung. Durch die Klarstellung der Steuerfreiheit für Feiertagsarbeitsentgelte wird verhindert, dass Arbeitnehmer:innen durch unklare Regelungen benachteiligt werden. Ein Beispiel ist ein Arbeitnehmer, der an Feiertagen arbeitet und durch die Novelle nun mehr Netto vom Brutto erhält. Auch die Fortführung der steuerfreien Überstundenzuschläge sorgt dafür, dass Mehrarbeit finanziell attraktiver wird.
Statistiken zeigen, dass in Österreich jährlich Millionen von Überstunden geleistet werden. Die steuerliche Entlastung dieser Stunden wird voraussichtlich zu einer spürbaren Erhöhung des verfügbaren Einkommens führen. Experten schätzen, dass die Novelle positive Effekte auf die Kaufkraft der Bevölkerung haben wird.
Auch wenn in der Quelle keine spezifischen Expertenstimmen zitiert werden, kann allgemein gesagt werden, dass wirtschaftliche Analysten solche Maßnahmen als positiv für die wirtschaftliche Stabilität und das Wachstum betrachten. Die Verlängerung der Regelung zu „Phantom Shares“ bis Ende 2026 stärkt zudem Start-ups und den Wirtschaftsstandort, was langfristig zu einem Innovationsschub führen könnte.
In Zukunft wird es entscheidend sein, wie sich diese steuerlichen Maßnahmen auf die Arbeitsmarktentwicklung auswirken. Die SPÖ sieht in der Novelle einen Schritt in Richtung mehr Gerechtigkeit und Fairness im Steuersystem. Langfristig könnten solche Maßnahmen dazu beitragen, die Attraktivität des Arbeitsmarktes in Österreich zu erhöhen und die Abwanderung von Fachkräften zu verhindern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Änderung des Einkommensteuergesetzes ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Arbeitnehmer:innen in Österreich ist. Die Maßnahmen schaffen Rechtssicherheit und sorgen dafür, dass Arbeit und Leistung angemessen anerkannt werden. Für weiterführende Informationen zur steuerlichen Entlastung können Sie sich auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums informieren.