Am 2. Februar 1971 wurde im iranischen Ramsar das erste internationale Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet. Dieses Abkommen, bekannt als Ramsar-Konvention, markiert einen Meilenstein im Schutz und der nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten weltweit. In Österreich, das seit 198
Am 2. Februar 1971 wurde im iranischen Ramsar das erste internationale Übereinkommen zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet. Dieses Abkommen, bekannt als Ramsar-Konvention, markiert einen Meilenstein im Schutz und der nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten weltweit. In Österreich, das seit 1983 Teil der Konvention ist, hat der Schutz dieser wertvollen Lebensräume eine besondere Bedeutung. Am 2. Februar 2026 feiern wir den 55. Jahrestag dieses Übereinkommens und reflektieren über seine Auswirkungen und zukünftigen Herausforderungen.
Die Ramsar-Konvention ist ein internationales Abkommen, das den Schutz von Feuchtgebieten zum Ziel hat. Feuchtgebiete sind Gebiete, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser bedeckt sind und eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, tragen zur Wassersicherheit bei und sind entscheidend für den Hochwasserschutz und die Klimaanpassung. In Österreich sind 26 Feuchtgebiete als Ramsar-Gebiete anerkannt, darunter die Moore im Steirischen Salzkammergut und der Nationalpark Thayatal.
Die Ramsar-Konvention wurde ins Leben gerufen, um die rapide Zerstörung von Feuchtgebieten weltweit zu stoppen. Seit 1997 wird der 2. Februar als Welt-Feuchtgebietstag begangen, um das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Ökosysteme zu schärfen. In Österreich hat die Konvention die Entwicklung nationaler Strategien für den Schutz von Auen und Mooren angestoßen. Diese Strategien sind Teil der Bemühungen, die Biodiversität zu erhalten und den Wasserhaushalt zu regulieren.
Im Vergleich zu Österreich haben auch Deutschland und die Schweiz bedeutende Fortschritte im Schutz von Feuchtgebieten gemacht. Deutschland hat 34 Ramsar-Gebiete ausgewiesen, während die Schweiz 11 solcher Gebiete schützt. Beide Länder arbeiten aktiv an der Wiederherstellung und dem Schutz dieser Lebensräume, ähnlich wie Österreich mit Projekten wie LIFE AMooRe, das sich auf die Restaurierung und Bewusstseinsbildung konzentriert.
Die Schutzmaßnahmen für Feuchtgebiete haben direkte Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung. Sie tragen nicht nur zur Erhaltung der Biodiversität bei, sondern auch zur Verbesserung der Lebensqualität durch Hochwasserschutz und Klimaanpassung. Projekte wie der Auen-Dialog und die Aktionstage für die Mur binden die lokale Bevölkerung aktiv ein und fördern das Bewusstsein für die Bedeutung dieser Ökosysteme.
Österreich hat seit seinem Beitritt zur Ramsar-Konvention 26 Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung ausgewiesen. Diese Gebiete erstrecken sich über eine Fläche von mehr als 1.200 Quadratkilometern und beherbergen eine Vielzahl von Arten, die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen. Die Bemühungen zur Wiederherstellung dieser Gebiete werden durch nationale und internationale Kooperationen unterstützt, wie die Deklaration mit Slowenien zur Revitalisierung der Grenzmur.
Die Zukunft des Feuchtgebietsschutzes in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der fortschreitenden Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung und der Entwicklung neuer Strategien zur Anpassung an den Klimawandel stehen die Chancen gut, die Feuchtgebiete in einen guten Zustand zu versetzen. Die Zusammenarbeit mit Nachbarländern und die Einbindung junger Menschen in Schutzprojekte sind entscheidend für den langfristigen Erfolg dieser Bemühungen.
Die Ramsar-Konvention hat in den letzten 55 Jahren einen bedeutenden Beitrag zum Schutz von Feuchtgebieten weltweit geleistet. In Österreich sind die Erfolge sichtbar, doch die Arbeit ist noch lange nicht abgeschlossen. Die kontinuierliche Unterstützung von Regierung, Gemeinden und Bürgern ist notwendig, um diese wertvollen Ökosysteme für zukünftige Generationen zu bewahren. Wie können wir gemeinsam noch mehr für den Schutz unserer Feuchtgebiete tun?