Im Wiener Gemeinderat ging es am Ende der Legislaturperiode hoch her. Emotional, dramatisch und voller Überraschungen verabschiedeten sich zahlreiche Abgeordnete aus dem Kulturausschuss und hinterließen eine Vielzahl von Entscheidungen, die noch lange nachhallen werden.Abschiede und Dankesreden: Ein
Im Wiener Gemeinderat ging es am Ende der Legislaturperiode hoch her. Emotional, dramatisch und voller Überraschungen verabschiedeten sich zahlreiche Abgeordnete aus dem Kulturausschuss und hinterließen eine Vielzahl von Entscheidungen, die noch lange nachhallen werden.
Als erstes verabschiedete sich GR Dr. Gerhard Schmid (SPÖ) von seinen Kolleginnen und Kollegen. Er bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit, die der Wiener Kultur zugutekam. Der Kulturausschuss hat in seiner letzten Sitzung eine Förderung an den Verein Wiener Philharmoniker beschlossen, trotz Widerstand der Grünen und des Abgeordneten Öztas.
Besonders emotional wurde es, als GR Nikolaus Kunrath (GRÜNE) das Wort ergriff. In seiner bewegenden Rede blickte er auf seine 20 Jahre im Wiener Rathaus zurück. Auch der aktuelle Antisemitismusbericht für 2024, der 4,1 antisemitische Vorfälle pro Tag in Wien verzeichnet, wurde von ihm thematisiert. Kunrath betonte, dass der Kampf gegen Antisemitismus weiterhin mit aller Kraft geführt werden müsse.
GRin Martina Ludwig-Faymann (SPÖ) schloss sich dem Dank an und lobte Kunrath für seinen unermüdlichen Einsatz gegen Faschismus und Antisemitismus.
Ein weiteres Highlight war der Hilfebeitrag für die Ukraine, der im Rahmen der Southeast European Cooperative Initiative (SECI) beschlossen wurde. GR Markus Gstöttner (ÖVP) nutzte die Abstimmung für einen Rückblick auf seine Amtszeit und betonte die Bedeutung von Menschenrechten und Kompromissbereitschaft. Die FPÖ stimmte gegen den Beitrag, fand jedoch keine Mehrheit.
Ein Lichtblick für junge Erwachsene: Die Erweiterung der "Joboffensive 50Plus" um die "Joboffensive für Jugendliche" wurde einstimmig angenommen. Damit setzt Wien ein starkes Zeichen gegen Jugendarbeitslosigkeit und für bessere Qualifikation.
Der öffentliche Teil des 68. Wiener Gemeinderats endete um 21.53 Uhr. Doch die Entscheidungen und Reden dieses Abends werden noch lange nachwirken. Weitere Details zu den Debatten und Beschlüssen können in der INFODAT abgerufen werden.