Ein politisches Erdbeben erschüttert Österreich: Die Ankündigung von Staatssekretärin Königsberger-Ludwig, den Aktionsplan zu ME/CFS zu überarbeiten, sorgt für Empörung und Wut bei den Betroffenen. Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesregier
Ein politisches Erdbeben erschüttert Österreich: Die Ankündigung von Staatssekretärin Königsberger-Ludwig, den Aktionsplan zu ME/CFS zu überarbeiten, sorgt für Empörung und Wut bei den Betroffenen. Der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung und spricht von einem 'Schlag ins Gesicht' für tausende Betroffene.
Die Pläne der Staatssekretärin, den Aktionsplan zu ME/CFS zu überarbeiten, stoßen auf massive Kritik. Ralph Schallmeiner von den Grünen lässt kein gutes Haar an der Vorgehensweise der Regierung. Er wirft der Staatssekretärin vor, die Tatsachen zu verdrehen und den unwilligen Ländern sowie der PVA nachzugeben. 'Die tausenden Menschen mit ME/CFS in Österreich brauchen keine weiteren Ausflüchte, sondern konkrete und rasche Maßnahmen', fordert Schallmeiner.
Schallmeiner sieht in der Ankündigung, eine Bestandsaufnahme bis Jahresende durchzuführen, eine bewusste Verzögerung. 'Es gibt kaum Angebote, die überprüft werden könnten', kritisiert er. Anstatt Zeit mit Koordinierungsstellen zu verschwenden, fordert er flächendeckende Versorgungsstrukturen in allen Bundesländern.
Die Grünen haben bereits im Nationalrat versucht, das Gesundheitsministerium zu unterstützen, um konkrete Maßnahmen einzufordern. Doch bisher sei dies vergeblich gewesen. 'Statt Lösungen gibt es Taktieren auf dem Rücken tausender Betroffener', so Schallmeiner.
Die geplante Schulung von niedergelassenen Ärzten durch die Ärztekammer Salzburg wird von Schallmeiner zwar begrüßt, doch er betont: 'Schulungen sind wichtig, aber sie ersetzen keine spezialisierten Versorgungsstrukturen.' Die Betroffenen bräuchten Diagnose und Therapie unter einem Dach, um das Herumreichen von einem Termin zum nächsten zu vermeiden. Jeder zusätzliche Termin könne für die Betroffenen eine Gefahr darstellen.
Abschließend richtet Schallmeiner einen dringenden Appell an Gesundheitsministerin Schumann und Staatssekretärin Königsberger-Ludwig: 'Es gibt klare Beschlüsse und Vereinbarungen. Die Betroffenen von ME/CFS und anderen postviralen Erkrankungen haben ein Recht auf Versorgung und Unterstützung – unabhängig von der Bereitschaft der Bundesländer.'