Österreichs Pflegesystem steht am Abgrund! Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflegenden, wird dieser Berufsgruppe offiziell Anerkennung gezollt. Doch was steckt wirklich hinter dem Applaus für die Helden des Alltags? Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec warnt eindringlich vor einer dramatisc
Österreichs Pflegesystem steht am Abgrund! Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflegenden, wird dieser Berufsgruppe offiziell Anerkennung gezollt. Doch was steckt wirklich hinter dem Applaus für die Helden des Alltags? Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec warnt eindringlich vor einer dramatischen Situation, die uns alle betrifft!
Kaum eine Berufsgruppe ist so belastet wie die der Pflegekräfte. Körperlich und psychisch an ihre Grenzen gebracht, wenden sich viele von ihrem Beruf ab. Doch was passiert, wenn die Pflegerinnen und Pfleger fehlen? Bereits jetzt sind rund 1.500 Spitalsbetten in Österreich gesperrt – nicht, weil sie nicht benötigt würden, sondern weil das Personal fehlt. Eine unhaltbare Situation, die sich mit der demografischen Entwicklung noch verschärfen wird.
Ingrid Korosec fordert die Politik auf, endlich zu handeln: „Bessere Arbeitsbedingungen und höhere Entlohnung müssen her – und zwar schnell!“ Nur so könne man den Beruf wieder attraktiv machen und den drohenden Kollaps des Pflegesystems abwenden. Ein erster Schritt sei die Aufnahme der Pflegekräfte in die Schwerarbeitsverordnung. Doch reicht das aus?
Wer mindestens 45 Versicherungsjahre und in den letzten 20 Jahren mindestens zehn Jahre Schwerarbeit geleistet hat, soll mit 60 Jahren in Pension gehen können. Ein Lichtblick am Horizont, aber bei weitem nicht genug, um die Probleme zu lösen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Bedarf an Pflegekräften wird in den kommenden Jahren enorm steigen. Ohne rasche Maßnahmen droht ein Pflegenotstand, der nicht nur die Betroffenen, sondern uns alle betreffen wird. Es ist höchste Zeit, die Helden des Alltags nicht nur an einem Tag im Jahr zu würdigen, sondern ihnen die Wertschätzung und Unterstützung zukommen zu lassen, die sie verdienen!