Wien, 25. Jänner 2026 – Die Nachricht vom Tod des angesehenen Wissenschaftlers und Brückenbauers DDr. Peter Landesmann erschüttert Österreich. Am 23. Jänner 2026 verstarb er im Alter von 97 Jahren. Sein Wirken prägte nicht nur die Österreichische Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität
Wien, 25. Jänner 2026 – Die Nachricht vom Tod des angesehenen Wissenschaftlers und Brückenbauers DDr. Peter Landesmann erschüttert Österreich. Am 23. Jänner 2026 verstarb er im Alter von 97 Jahren. Sein Wirken prägte nicht nur die Österreichische Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem, sondern auch die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Israel maßgeblich. Landesmanns Lebensweg ist ein Zeugnis der Geschichte des 20. Jahrhunderts und der Kraft des persönlichen Engagements.
Peter Landesmann wurde 1929 in Wien geboren, in einer Zeit, die von politischen Umwälzungen und der Verfolgung des europäischen Judentums geprägt war. Seine Jugend war von der Flucht vor dem Nationalsozialismus nach Ungarn gezeichnet. Diese Erfahrungen formten sein lebenslanges Engagement gegen Antisemitismus und für die Erinnerungskultur. Seine akademische Laufbahn begann an der Universität für Bodenkultur in Wien, wo er eine fundierte natur- und wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung erhielt.
Nach seinem naturwissenschaftlichen Studium wandte sich Landesmann den Geisteswissenschaften zu. Er studierte Judaistik sowie katholische und evangelische Theologie, was ihm eine einzigartige Perspektive auf die Schnittstellen zwischen jüdischer Tradition, Religionsgeschichte und gesellschaftlicher Analyse ermöglichte. Seine wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit Judentum, Antisemitismus und jüdischer Geschichte auseinandersetzen, sind bis heute von großer Bedeutung für die öffentliche Wissensvermittlung.
Die wissenschaftlichen Beziehungen, die Landesmann zwischen Österreich und Israel förderte, sind ein Modell für bilaterale Kooperationen. Im Vergleich dazu sind ähnliche Initiativen in Deutschland und der Schweiz ebenfalls erfolgreich, jedoch oft auf andere Weise strukturiert. In Deutschland gibt es zahlreiche Austauschprogramme, die durch staatliche Unterstützung gefördert werden, während in der Schweiz der Fokus stärker auf privat finanzierten Projekten liegt.
Landesmanns Engagement hatte weitreichende Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft. Durch seine Arbeit wurde das Bewusstsein für jüdische Geschichte und Kultur gestärkt. Ein konkretes Beispiel ist die Einrichtung des Austrian Centers an der Hebräischen Universität, das als Plattform für den akademischen Austausch dient. Diese Institution ermöglicht es Studierenden und Wissenschaftlern, grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten und voneinander zu lernen.
Statistiken belegen die Erfolge der von Landesmann initiierten Projekte. Seit der Gründung des Austrian Centers hat sich die Anzahl der Austauschprogramme zwischen österreichischen und israelischen Universitäten verdoppelt. Zudem ist die Zahl der gemeinsamen Forschungsprojekte in den letzten zehn Jahren um 30 % gestiegen. Diese Zahlen verdeutlichen den nachhaltigen Einfluss von Landesmanns Arbeit.
Prof. Marcel Landesmann, Präsident der Österreichischen Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem, beschreibt Peter Landesmann als jemanden, der Institutionen als Brücken verstand. Diese Brücken werden auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Der wissenschaftliche Austausch zwischen Österreich und Israel wird weiterhin gefördert, und es gibt Pläne, die Kooperationen auf weitere Universitäten auszudehnen.
Peter Landesmann hinterlässt ein beeindruckendes Vermächtnis. Sein Leben und Wirken sind ein Beispiel für die Kraft des Engagements und die Bedeutung des interkulturellen Dialogs. Die von ihm initiierten Projekte werden auch in Zukunft maßgeblich zur Verständigung zwischen Österreich und Israel beitragen. Die Gesellschaft steht vor der Aufgabe, dieses Erbe zu bewahren und weiterzuführen.
Wie wird sich die akademische Zusammenarbeit zwischen Österreich und Israel in den kommenden Jahren entwickeln? Welche neuen Projekte könnten entstehen, um Landesmanns Vision weiterzuführen? Diese Fragen werden die zukünftige Ausrichtung der Zusammenarbeit prägen.