PRESSEFEUER
StartseiteMeldungenFeaturesPreiseToolsDocs
Zurück zum Newsroom
Politik

Pensionslücke in Österreich: Handlungsbedarf trotz OECD-Vergleich

27. November 2025
Teilen:

Am 27. November 2025 veröffentlichte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) alarmierende Zahlen zur Geschlechter-Pensionslücke in Österreich. Diese beträgt 35,6 Prozent und liegt damit weit über dem OECD-Durchschnitt von 22,8 Prozent. Die ÖGB-Bundespensionist:innenvorsitzende Monika Kemperle fo

Am 27. November 2025 veröffentlichte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) alarmierende Zahlen zur Geschlechter-Pensionslücke in Österreich. Diese beträgt 35,6 Prozent und liegt damit weit über dem OECD-Durchschnitt von 22,8 Prozent. Die ÖGB-Bundespensionist:innenvorsitzende Monika Kemperle fordert dringende Maßnahmen, um diese Ungleichheit zu beseitigen. Die hohe Pensionslücke ist nicht nur eine statistische Zahl, sondern spiegelt tiefgreifende soziale Ungerechtigkeiten wider, die Frauen in Österreich betreffen.

Ursachen und Auswirkungen der Pensionslücke

Die Pensionslücke beschreibt den Unterschied zwischen den durchschnittlichen Pensionen von Männern und Frauen. In Österreich ist dieser Unterschied besonders groß, was auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Frauen arbeiten oft in Teilzeit oder in Berufen mit niedrigen Einkommen, die traditionell als 'frauentypische' Berufe gelten. Diese Berufe sind häufig im Dienstleistungssektor angesiedelt und bieten weniger Gehalt und Aufstiegschancen. Darüber hinaus übernehmen Frauen den Großteil der unbezahlten Pflege- und Familienarbeit, was ihre Karrierechancen weiter einschränkt.

Historisch gesehen hat sich die Pensionslücke in Österreich seit 2007 sogar vergrößert. Damals lag sie bei 33,3 Prozent. Während viele OECD-Länder Fortschritte beim Abbau der Ungleichheit gemacht haben, ist Österreichs Lücke angewachsen. Dies zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen und ein Umdenken in der Politik erforderlich ist.

Vergleich mit anderen Ländern

Im internationalen Vergleich steht Österreich nicht gut da. Nur Japan, Großbritannien und die Niederlande weisen eine größere Pensionslücke auf. Deutschland und die Schweiz haben ebenfalls mit Geschlechterungleichheiten zu kämpfen, jedoch sind die Unterschiede dort weniger ausgeprägt. In Deutschland liegt die Pensionslücke bei etwa 26 Prozent, während die Schweiz mit 23 Prozent näher am OECD-Durchschnitt liegt. Diese Vergleiche verdeutlichen, dass Österreich dringend Maßnahmen ergreifen muss, um die Kluft zu verringern.

Konkrete Maßnahmen und Forderungen

Monika Kemperle vom ÖGB fordert gezielte politische Maßnahmen, um die Pensionslücke zu schließen. Dazu gehören flächendeckende Kinderbetreuungseinrichtungen, bessere Pflegeangebote und lebensphasenorientiertes Arbeiten. Diese Maßnahmen würden es Frauen ermöglichen, ihre Berufstätigkeit besser mit familiären Verpflichtungen zu vereinbaren und somit ihre Altersvorsorge zu verbessern.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Maßnahme ist die Einführung von steuerlichen Anreizen für Unternehmen, die flexible Arbeitszeitmodelle anbieten. Diese könnten es Frauen ermöglichen, ihre Arbeitszeit zu erhöhen, ohne die familiäre Balance zu verlieren. Ein weiteres Beispiel ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen durch Quotenregelungen, die sicherstellen, dass Frauen gleiche Aufstiegschancen haben.

Statistiken und Fakten

Statistiken zeigen, dass Frauen in Österreich durchschnittlich 25 Prozent weniger verdienen als Männer. Diese Einkommenslücke wirkt sich direkt auf die Pensionslücke aus, da die Höhe der Pensionen auf dem Einkommen während des Arbeitslebens basiert. Laut OECD-Daten hat sich die Lücke in den letzten Jahren nicht nur nicht verringert, sondern sogar vergrößert. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass bestehende Maßnahmen nicht effektiv genug sind.

Zukunftsperspektiven

Experten prognostizieren, dass ohne drastische Maßnahmen die Pensionslücke weiter bestehen bleibt. Es wird erwartet, dass die demografische Entwicklung und der Anstieg der Teilzeitbeschäftigung die Situation verschärfen könnten. Um dies zu verhindern, müssen langfristige Strategien entwickelt werden, die auf die Förderung der Gleichstellung am Arbeitsplatz abzielen. Politische Maßnahmen sollten darauf abzielen, die strukturellen Barrieren zu beseitigen, die Frauen daran hindern, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.

Schlussfolgerung und Ausblick

Die Pensionslücke in Österreich ist ein dringendes Problem, das nicht ignoriert werden kann. Die Forderungen des ÖGB sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um die soziale Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Die Politik ist nun gefordert, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Gleichstellung der Geschlechter auch in der Pensionsfrage sicherzustellen. Die Frage bleibt, ob Österreich den Willen und die Mittel hat, die notwendigen Veränderungen umzusetzen. Für weiterführende Informationen zu diesem Thema besuchen Sie bitte die Webseite des ÖGB.

🔥 Pressefeuer auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegenAktivieren

Schlagworte

#Altersvorsorge#Frauenpension#Geschlechterungleichheit#OECD#Österreich#Pensionslücke#soziale Gerechtigkeit

Weitere Meldungen

OTS
Politik

Pensionsanpassung 2027: NEOS kritisieren Grüne und FPÖ

7. Juli 2026
Lesen
OTS
Politik

Transparenz bei Stellenbesetzungen: TI-Austria-Event

7. Juli 2026
Lesen
OTS
Politik

Kraftfahrgesetz- und Luftfahrt-Novellen: Wirtschaft & Sicherheit

6. Juli 2026
Lesen
Alle Meldungen anzeigen
PRESSEFEUER

Deutschsprachige KI-PR-Software aus Österreich für den DACH-Raum.

Produkt

  • Features
  • Preise
  • API & Agents
  • Docs

Ressourcen

  • Kostenlose Tools
  • Tools-Doku
  • MCP für Agenten
  • MCP Tool-Referenz
  • Agent Security
  • llms.txt
  • llms-full.txt
  • agents.txt

Unternehmen

  • Über uns
  • Kontakt

Rechtliches

  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB

© 2026 Pressefeuer.at. Powered by AdSimple.