In einer eindrucksvollen Zeremonie wird am 10. September 2025 der Papageno-Medienpreis zum siebten Mal vergeben. Diese prestigeträchtige Auszeichnung würdigt herausragende journalistische Beiträge, die sich mit der Suizidprävention beschäftigen. Doch warum ist dieser Preis so wichtig für die Gesells
In einer eindrucksvollen Zeremonie wird am 10. September 2025 der Papageno-Medienpreis zum siebten Mal vergeben. Diese prestigeträchtige Auszeichnung würdigt herausragende journalistische Beiträge, die sich mit der Suizidprävention beschäftigen. Doch warum ist dieser Preis so wichtig für die Gesellschaft? Und welche Rolle spielen die Medien in der Suizidprävention?
Der Papageno-Medienpreis wurde 2019 ins Leben gerufen, um die wichtige Rolle der Medien bei der Suizidprävention zu betonen. Benannt nach der Figur Papageno aus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“, die dank der Hilfe anderer ihre Suizidgedanken überwindet, soll der Preis Medienschaffende dazu ermutigen, verantwortungsvoll über Suizidalität zu berichten. Diese Berichterstattung kann einen erheblichen Einfluss auf die Verhinderung von Nachahmungssuiziden haben, ein Phänomen, das als „Werther-Effekt“ bekannt ist.
Der Papageno-Effekt beschreibt, wie positive und lösungsorientierte Berichterstattung über Suizidalität Menschen in Krisensituationen Hoffnung geben kann. Im Gegensatz dazu steht der Werther-Effekt, der auf einen Roman von Goethe zurückgeht, in dem der Protagonist Selbstmord begeht. Nach der Veröffentlichung des Buches wurde ein Anstieg von Suiziden beobachtet, was die Macht der Medien in diesem sensiblen Bereich unterstreicht.
In diesem Jahr hat die Jury drei herausragende Beiträge für die Shortlist ausgewählt, die alle die Kriterien für suizidpräventive Berichterstattung erfüllen:
Diese Beiträge wurden aus einer Vielzahl von Einsendungen ausgewählt, die alle hohe Qualität und Engagement für die Suizidprävention zeigen.
Obwohl die Suizidrate in Österreich seit den 1980er-Jahren rückläufig ist, sterben immer noch rund 1.200 Menschen jährlich durch Suizid. Das sind dreimal so viele Todesfälle wie im Straßenverkehr. Die Medien spielen eine entscheidende Rolle bei der Prävention, indem sie verantwortungsvoll berichten und dadurch Nachahmungssuizide verhindern.
Österreich hat als eines der ersten Länder weltweit spezielle Medienrichtlinien zur Berichterstattung über Suizid eingeführt. Diese Richtlinien sollen sicherstellen, dass die Berichterstattung verantwortungsvoll und präventiv ist, um den Papageno-Effekt zu fördern und den Werther-Effekt zu vermeiden.
Medien haben eine immense Macht und Verantwortung. Ihre Berichterstattung kann nicht nur informieren, sondern auch Leben retten. Der Papageno-Medienpreis hebt die Bedeutung dieser Verantwortung hervor und ermutigt Journalisten, sich ihrer Rolle in der Suizidprävention bewusst zu sein und diese aktiv zu nutzen.
Ein führender Experte im Bereich der Suizidprävention betont: „Journalisten können durch ihre Arbeit nicht nur informieren, sondern auch Hoffnung geben und Leben retten. Der Papageno-Medienpreis ist ein wichtiger Schritt, um diese Rolle zu würdigen und zu stärken.“
Mit der wachsenden Zahl an qualitativ hochwertigen Beiträgen steigt auch das Bewusstsein für die Bedeutung der Medien in der Suizidprävention. Es ist zu hoffen, dass der Papageno-Medienpreis weiterhin dazu beiträgt, das Bewusstsein für verantwortungsvolle Berichterstattung zu schärfen und so einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben.
Weitere Informationen zum Papageno-Medienpreis finden Sie unter sozialministerium.gv.at/papageno-medienpreis.