Am 18. März 2026 serviert der ORF seinen Zuschauern eine besondere kulinarische Doppelstunde: Während in "So isst Österreich besser" traditionelle Gerichte wie Cordon bleu und Kirschstrudel auf den Prüfstand kommen, widmet sich "Aufsperren statt Zusperren!" der Frage, ob das österreichische Wirtshaus noch eine Zukunft hat.
Am 18. März 2026 serviert der ORF seinen Zuschauern eine besondere kulinarische Doppelstunde: Während in "So isst Österreich besser" traditionelle Gerichte wie Cordon bleu und Kirschstrudel auf den Prüfstand kommen, widmet sich "Aufsperren statt Zusperren!" der Frage, ob das österreichische Wirtshaus noch eine Zukunft hat.
In der neuen Folge von "So isst Österreich besser" nimmt Silvia Schneider gemeinsam mit Spitzenkoch Max Stiegl und Molekularbiologe Fritz Treiber zwei österreichische Kultgerichte unter die Lupe: Cordon bleu und Kirschstrudel.
Das Cordon Bleu gilt als Gericht, das sich irgendwo zwischen liebevoller Sonntagsküche und griffbereiter Tiefkühltruhe bewegt. Während Max Stiegl im burgenländischen Gastgarten mit bestem Schweinefleisch und Mangalitza-Schinken ein klassisches Cordon bleu zubereitet, erklärt Fritz Treiber die industrielle Variante. Im Labor macht er sichtbar, wie die Industrie mithilfe von Enzymen wie Transglutaminasen einzelne Fleischstücke zu scheinbar nahtlosen Produkten „zusammenfügt“. Auch vegane Alternativen und sogenannter Analogkäse stehen im Fokus der Analyse.
Im zweiten Teil der Sendung dreht sich alles um den Strudel, Österreichs wohl berühmteste Teigrolle. Ein kurzer historischer Exkurs führt von osmanischen Vorbildern bis zum gezogenen Teig der Wiener Hofküche. Danach geht es wieder ans Eingemachte, denn Max Stiegl zieht seinen Strudelteig aus nur vier Zutaten und füllt ihn mit frischen Kirschen und knusprigen Bröseln. Fritz Treiber hingegen rekonstruiert einen industriellen Strudelteig mit Palmöl, modifizierter Stärke und Zusatzstoffen.
Die Rezepte der Sendung sind in der ORF nachlese zu finden sowie auf https://extra.ORF.at und https://tv.ORF.at abrufbar.
Folge 4: „Neufurth – Der Mittagstisch“ (um 22.00 Uhr in ORF 1 und 24 Stunden vorab auf ORF ON)
Diesmal führt Kira Schinko der Weg nach Neufurth in Niederösterreich. Entlang der Hauptstraße stößt sie auf ein stillgelegtes Wirtshaus, das bis vor Kurzem noch von der 92-jährigen Wirtin „Mizi“ Ganglmair geführt wurde. Ihr Mittagstisch war über Jahrzehnte Fixpunkt für Arbeiter:innen, Angestellte und Stammgäste aus der Umgebung. Kira Schinko fragt sich, ob dieses Modell heute noch funktioniert oder ob der klassische Mittagstisch ausgedient hat. Unterstützung bekommt sie von Haubenköchin Theresia Palmetzhofer und deren Mutter. Sie zeigen, dass sich Hauben-Küche, Alltagstauglichkeit und Leistbarkeit nicht ausschließen müssen. So beschließt Kira, das Wirtshaus Ganglmair für einen Tag wieder aufzusperren und den Mittagstisch neu zu denken.