Am 2. Dezember 2025 gab die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Wien bekannt, dass sie die Einrichtung eines neuen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeirats beim ORF begrüßt. Diese Initiative signalisiert das ernsthafte Bestreben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Umwelt- und Klimathemen kontinuierli
Am 2. Dezember 2025 gab die Umweltschutzorganisation Greenpeace in Wien bekannt, dass sie die Einrichtung eines neuen Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeirats beim ORF begrüßt. Diese Initiative signalisiert das ernsthafte Bestreben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Umwelt- und Klimathemen kontinuierlich abzubilden. Der Beirat, der ab Ende 2025 tätig wird, soll Expert:innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Institutionen einbinden, um die Berichterstattung zu diesen kritischen Themen zu stärken. Adam Pawloff, Programmdirektor von Greenpeace in Österreich, betonte die Bedeutung dieser Entwicklung und forderte, dass der ORF seine Reichweite nutzt, um Umweltfragen verständlich und nahbar aufzubereiten.
Der ORF, als größter Medienanbieter Österreichs, hat eine besondere Verantwortung, die Bevölkerung umfassend und objektiv über Umweltfragen zu informieren. In einer Zeit, in der die Klimakrise immer drängender wird, ist die Rolle der Medien entscheidend. Der neue Beirat könnte ein Meilenstein sein, um sicherzustellen, dass Umwelt- und Klimaberichterstattung im ORF so präsent ist wie andere wichtige Themenbereiche wie Gesundheit oder Innenpolitik.
Der Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeirat des ORF wird eine Plattform bieten, um Wissen und Perspektiven aus verschiedenen Bereichen zu bündeln. Fachbegriffe wie 'Nachhaltigkeit', die oft verwendet werden, aber nicht immer klar definiert sind, werden hier eine zentrale Rolle spielen. Nachhaltigkeit bedeutet, Ressourcen so zu nutzen, dass die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt werden, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden. Dieser Ansatz wird durch den Beirat gefördert, indem er sicherstellt, dass die Berichterstattung des ORF nicht nur informativ, sondern auch zukunftsorientiert ist.
Die Berichterstattung über Umwelt- und Klimathemen hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich entwickelt. In den 1980er Jahren begann das Umweltbewusstsein in der breiten Öffentlichkeit zu wachsen, was zu einem Anstieg der Berichterstattung in den Medien führte. Der ORF spielte dabei eine wichtige Rolle, indem er Dokumentationen und Nachrichtenformate entwickelte, die sich mit Umweltfragen beschäftigten. Diese Entwicklung setzte sich in den 1990er Jahren fort, als das Thema Klimawandel zunehmend an Bedeutung gewann. Heute, im Jahr 2025, ist die Berichterstattung über Umwelt- und Klimafragen nicht mehr aus den Medien wegzudenken.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass der ORF mit der Einrichtung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeirats einen wichtigen Schritt gemacht hat. In Deutschland gibt es ähnliche Gremien, die jedoch oft auf bestimmte Regionen oder Themen beschränkt sind. Die Schweiz hingegen hat einen nationalen Ansatz, der jedoch weniger auf die Medienlandschaft fokussiert ist. Der österreichische Ansatz, einen Beirat direkt beim größten Medienanbieter zu etablieren, könnte als Vorbild für andere Länder dienen.
Die Einrichtung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeirats wird konkrete Auswirkungen auf die österreichische Bevölkerung haben. Einerseits wird die Qualität der Berichterstattung über Umwelt- und Klimathemen verbessert, andererseits wird das Bewusstsein für diese Themen gestärkt. Ein Beispiel hierfür ist die Berichterstattung über das Artensterben, die durch den Beirat eine neue Dimension erhalten könnte. Wenn etwa ein Waldgebiet verschwindet, entspricht das oft der Fläche von mehreren Fußballfeldern pro Tag. Solche Vergleiche schaffen greifbare Orientierung und machen die Dringlichkeit der Themen deutlich.
Statistiken zeigen, dass der ORF täglich Millionen von Menschen erreicht. Diese Reichweite ist ein entscheidender Faktor, um Umwelt- und Klimathemen in die Öffentlichkeit zu tragen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 sind über 70% der Österreicher:innen der Meinung, dass der ORF eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Umweltwissen spielt. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung des neuen Beirats und seiner Aufgabe, die Berichterstattung weiter zu verbessern.
Die Zukunft der Umweltberichterstattung beim ORF sieht vielversprechend aus. Der neue Beirat wird dazu beitragen, dass Umwelt- und Klimathemen noch stärker in den Fokus rücken. Prognosen zufolge wird die Bedeutung dieser Themen in den nächsten Jahren weiter zunehmen, da die Auswirkungen des Klimawandels immer spürbarer werden. Der ORF hat die Chance, eine Vorreiterrolle in der Medienlandschaft einzunehmen und andere dazu zu inspirieren, ähnliche Schritte zu unternehmen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einrichtung des Umwelt- und Nachhaltigkeitsbeirats beim ORF ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist. Die Bevölkerung wird von einer verbesserten Berichterstattung profitieren, und der ORF kann seine Rolle als führender Informationsanbieter in Österreich weiter festigen. Bleiben Sie informiert und engagieren Sie sich für eine nachhaltige Zukunft.