Der ORF widmet sich in einem umfassenden Programmschwerpunkt den Novemberpogromen von 1938 und ihren tragischen Folgen. Mit einem multimedialen Ansatz gedenken ORF 2, ORF III, Ö1 und ORF ON der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Diese Initiative, die am 2. November 2025 bekannt gegeben wu
Der ORF widmet sich in einem umfassenden Programmschwerpunkt den Novemberpogromen von 1938 und ihren tragischen Folgen. Mit einem multimedialen Ansatz gedenken ORF 2, ORF III, Ö1 und ORF ON der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Diese Initiative, die am 2. November 2025 bekannt gegeben wurde, zielt darauf ab, die dramatischen Ereignisse von vor 87 Jahren ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und die Erinnerung an die Gräueltaten wachzuhalten.
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 markiert einen der dunkelsten Momente in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. In dieser Nacht, die als Reichspogromnacht oder Kristallnacht bekannt wurde, entlud sich der von den Nationalsozialisten geschürte Antisemitismus in einer Welle von Gewalt und Zerstörung gegen jüdische Menschen und Einrichtungen in Deutschland und Österreich. Synagogen wurden in Brand gesteckt, Geschäfte geplündert und Tausende von Juden verhaftet und in Konzentrationslager deportiert.
Die Novemberpogrome waren ein Vorbote des Holocausts und stehen als Symbol für den Beginn der systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Europa. Die Erinnerung daran ist nicht nur ein Akt des Gedenkens, sondern auch eine Mahnung an die Gefahren von Intoleranz und Hass. Der ORF-Programmschwerpunkt bietet eine Plattform, um diese Geschichte zu erzählen und die Lehren daraus in die heutige Zeit zu übertragen.
Im Rahmen des Schwerpunkts zeigt ORF 2 unter anderem die Dokumentation „Menschen & Mächte: Alter Hass, neuer Wahn – Antisemitismus nach 1945“. Diese Produktion beleuchtet die Fortdauer antisemitischer Vorurteile und Judenhass nach dem Zweiten Weltkrieg. Historische Ereignisse werden mit aktuellen Entwicklungen verknüpft, um zu zeigen, dass Antisemitismus auch heute noch eine erschreckende Aktualität besitzt.
ORF III widmet sich in einem Zweiteiler der Geschichte des jüdischen Wien. Unter der Leitung von Danielle Spera wird die reiche jüdische Kultur und ihr unermesslicher Beitrag zur Geschichte Wiens beleuchtet. Diese Serie zeigt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die lebendige Gegenwart der jüdischen Gemeinschaft in der Donaumetropole.
Ö1 stellt die Frage, wie man über den Holocaust sprechen kann, wenn die Zeitzeugen zunehmend verschwinden. Diese Herausforderung wird in der Sendung „Punkt Eins“ diskutiert, in der Experten über die Bedeutung der Erinnerungsarbeit in einer sich wandelnden Welt sprechen. Diese Diskussion ist besonders relevant angesichts der aktuellen globalen Konflikte, die die Themen Flucht und Verfolgung erneut ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken.
Im Rahmen des ORF.at-Netzwerks und des ORF TELETEXT werden Informationen über Gedenkveranstaltungen bereitgestellt. Diese Plattformen bieten auch Zugang zu historischen Aufnahmen und Dokumentationen, die im Videoarchiv „Österreichs Zeitzeuginnen und Zeitzeugen“ verfügbar sind. Diese Ressourcen sind nicht nur für Historiker von Interesse, sondern bieten auch der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen.
Die Erinnerungsarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der österreichischen und europäischen Kulturpolitik. Sie dient nicht nur dem Gedenken an die Opfer, sondern auch der Prävention zukünftiger Gräueltaten. Durch die Aufarbeitung der Vergangenheit wird ein Bewusstsein für die Gefahren von Rassismus und Antisemitismus geschaffen. Dieser Programmschwerpunkt des ORF ist ein bedeutender Beitrag zu dieser wichtigen Aufgabe.
Ein fiktiver Experte kommentiert: „Das Gedenken an die Novemberpogrome ist von entscheidender Bedeutung, um die Schrecken der Vergangenheit nicht zu vergessen. Es erinnert uns daran, dass wir wachsam bleiben müssen, um ähnliche Verbrechen in der Zukunft zu verhindern.“
In einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle in Europa zunehmen, ist es wichtiger denn je, die Öffentlichkeit über die Gefahren solcher Ideologien aufzuklären. Der ORF-Programmschwerpunkt trägt dazu bei, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und die gesellschaftliche Debatte zu fördern.
Der ORF zeigt mit diesem Schwerpunkt, dass er nicht nur ein Medium zur Unterhaltung ist, sondern auch eine wichtige Rolle in der Bildung und Aufklärung der Gesellschaft spielt. Durch die Kombination von Fernsehen, Radio und Online-Inhalten wird eine breite Zielgruppe erreicht und die Bedeutung der Erinnerungskultur gestärkt.
Der ORF-Programmschwerpunkt zu den Novemberpogromen ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Medien zur Aufarbeitung der Geschichte beitragen können. Durch die vielfältigen Formate und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema wird ein breites Publikum erreicht und die Bedeutung der Erinnerungskultur unterstrichen. Diese Initiative zeigt, dass der ORF seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird und einen wichtigen Beitrag zur Bildung und Aufklärung leistet.
Für weitere Informationen und das vollständige Programm besuchen Sie die Webseite des ORF unter ORF Presse.