Wirtschaftsmagazin beleuchtet US-Handelspolitik und digitale Gefahren
Das ORF-Wirtschaftsmagazin Eco analysiert die Auswirkungen neuer US-Zollbestimmungen und warnt vor steigenden Risiken des Identitätsdiebstahls.
Das ORF-Wirtschaftsmagazin "Eco" widmet sich am 26. Februar 2026 um 22.30 Uhr in ORF 2 drei hochaktuellen Themen, die sowohl österreichische Unternehmen als auch Verbraucher direkt betreffen. Moderator Dieter Bornemann präsentiert Berichte über die chaotische US-Zollpolitik, einen historischen Gewerkschaftsstreik in Schweden und die wachsende Bedrohung durch Identitätsdiebstahl.
Die Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump steht erneut im Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit. Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA kürzlich mehrere seiner willkürlich festgesetzten Zollschranken als illegal erklärt hatte, kündigte Trump dennoch weitere Zollerhöhungen an. Diese Entwicklung sorgt bei österreichischen Exporteuren für erhebliche Unsicherheit.
Besonders betroffen sind Branchen wie die Maschinen- und Anlagentechnik, die Stahlindustrie sowie der Bereich der Luxusgüter, in denen österreichische Unternehmen traditionell stark auf den US-Markt setzen. Die rechtliche Grauzone, die durch die widersprüchlichen Signale aus Washington entstanden ist, erschwert die langfristige Planung für heimische Betriebe erheblich.
Das Eco-Team um Hans Hrabal, Martin Steiner und Mona Bruckberger analysiert, welche Zölle tatsächlich rechtswirksam sind und welche Auswirkungen die jüngsten Entwicklungen auf österreichische Unternehmen haben werden. Experten warnen bereits vor möglichen Lieferkettenunterbrechungen und steigenden Kosten für Konsumenten.
Ein bemerkenswerter Arbeitskampf in Schweden zeigt, wie selbst der reichste Mann der Welt an den traditionellen Gewerkschaftsstrukturen Nordeuropas scheitern kann. Seit über zwei Jahren befinden sich Tesla-Mechaniker in Schweden im Streik – der längste Arbeitskampf des Landes seit einem Jahrhundert.
Der Konflikt entzündete sich an Elon Musks bekannter Abneigung gegen Gewerkschaften und seiner Weigerung, einen Kollektivvertrag abzuschließen. In Schweden, wo gewerkschaftliche Organisierung und Arbeitnehmerrechte einen besonders hohen Stellenwert genießen, stößt diese Haltung auf erbitterten Widerstand.
Die Solidarität unter den schwedischen Arbeitnehmern ist beeindruckend: Elektriker weigern sich, Tesla-Ladestationen an das Stromnetz anzuschließen, die Müllabfuhr verweigert ihre Dienste bei Tesla-Standorten. Trotz dieser umfassenden Blockade gelingt es dem Unternehmen immer wieder, alternative Lösungen zu finden und den Betrieb aufrechtzuerhalten.
Johannes Schwitzer-Fürnsinn berichtet direkt aus Schweden über diesen außergewöhnlichen Arbeitskampf, der weit über die Grenzen des Landes hinaus Beachtung findet und als Präzedenzfall für den Umgang mit internationalen Konzernen gilt, die sich lokalen Arbeitsstandards widersetzen.
In einer zunehmend digitalisierten Welt wächst die Bedrohung durch Identitätsdiebstahl kontinuierlich. Thomas Grusch beleuchtet in seinem Bericht die verschiedenen Methoden, mit denen Kriminelle an persönliche Daten gelangen und diese für illegale Zwecke missbrauchen.
Phishing-E-Mails werden immer raffinierter und sind oft nur noch schwer von echten Nachrichten zu unterscheiden. Fake-Profile in sozialen Netzwerken dienen als Köder, um Vertrauen zu gewinnen und sensible Informationen zu sammeln. Besonders problematisch sind abgefangene Ausweiskopien, die bei Online-Verifikationsprozessen oder digitalen Behördengängen entstehen können.
Die gestohlenen Identitäten werden von Kriminellen auf verschiedene Weise monetarisiert. Sie verwenden die Daten für Einkäufe unter falschen Namen, eröffnen Bankkonten oder Kreditverträge oder handeln mit kompletten Identitätsdatensätzen im Darknet. Ein vollständiger Datensatz mit Name, Adresse, Sozialversicherungsnummer und weiteren persönlichen Informationen kann auf illegalen Marktplätzen mehrere hundert Euro wert sein.
Besonders tückisch ist, dass Betroffene oft erst Monate oder Jahre später von dem Missbrauch ihrer Daten erfahren – meist dann, wenn bereits erheblicher finanzieller Schaden entstanden ist oder das eigene Kreditrating durch unbezahlte Rechnungen unbekannter Käufe beeinträchtigt wurde.
Der Eco-Bericht gibt konkrete Handlungsempfehlungen für den Schutz vor Identitätsdiebstahl. Dazu gehören die regelmäßige Überprüfung von Kontoauszügen und Kreditberichten, die Verwendung starker, einzigartiger Passwörter für jeden Online-Dienst sowie die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung wo immer möglich.
Sollte es bereits zu einem Identitätsdiebstahl gekommen sein, ist schnelles Handeln gefragt. Betroffene sollten umgehend alle relevanten Banken und Kreditkartenunternehmen informieren, Anzeige bei der Polizei erstatten und bei der Schufa oder anderen Auskunfteien eine Selbstauskunft einholen, um das Ausmaß des Schadens zu erfassen.
Alle drei Themen der kommenden Eco-Sendung haben direkte Auswirkungen auf österreichische Bürger und Unternehmen. Die US-Zollpolitik beeinflusst nicht nur Exporteure, sondern kann auch zu höheren Preisen für importierte Waren führen. Der Tesla-Streik in Schweden zeigt beispielhaft, wie sich globale Konzerne gegenüber lokalen Arbeitsstandards verhalten – ein Thema, das auch in Österreich zunehmend relevant wird.
Die Bedrohung durch Identitätsdiebstahl betrifft jeden, der das Internet nutzt. Mit der fortschreitenden Digitalisierung von Behördengängen und Bankgeschäften in Österreich wird der Schutz persönlicher Daten zu einer immer wichtigeren Kompetenz für alle Bürger.
Das ORF-Wirtschaftsmagazin Eco beweist mit dieser Themenzusammenstellung einmal mehr seine Relevanz als wichtige Informationsquelle für wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Die Verbindung von internationalen Entwicklungen mit lokalen Auswirkungen entspricht dem Informationsbedürfnis einer globalisierten Gesellschaft.
Die Sendung am 26. Februar 2026 um 22.30 Uhr in ORF 2 und parallel auf ORF ON bietet österreichischen Zuschauern fundierte Analysen zu Themen, die ihre persönliche und berufliche Zukunft maßgeblich beeinflussen können. In einer Zeit rascher Veränderungen in Handel, Technologie und Arbeitswelt leistet qualitätsjournalistische Aufbereitung komplexer Zusammenhänge einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Meinungsbildung.