Am 27. Januar 2026 trafen sich einige der bekanntesten Persönlichkeiten des ORF im RadioKulturhaus in Wien, um über die Zukunft des österreichischen Rundfunks zu diskutieren. Diese Veranstaltung, das ORF-DialogForum, bot eine einzigartige Gelegenheit, von den Erfahrungen und Erfolgsrezepten derjenig
Am 27. Januar 2026 trafen sich einige der bekanntesten Persönlichkeiten des ORF im RadioKulturhaus in Wien, um über die Zukunft des österreichischen Rundfunks zu diskutieren. Diese Veranstaltung, das ORF-DialogForum, bot eine einzigartige Gelegenheit, von den Erfahrungen und Erfolgsrezepten derjenigen zu lernen, die den ORF über Jahrzehnte hinweg geprägt haben.
Der Österreichische Rundfunk (ORF) ist seit seiner Gründung ein bedeutender Bestandteil der österreichischen Medienlandschaft. Seine Fähigkeit, sich den wandelnden Bedürfnissen der Gesellschaft anzupassen, ist ein wesentlicher Faktor für seinen anhaltenden Erfolg. Doch wie genau hat der ORF es geschafft, über Jahrzehnte hinweg relevant zu bleiben?
Im Rahmen des DialogForums diskutierten prominente Persönlichkeiten wie Käthe Kratz, Kurt Langbein und Paul Lendvai über diese Frage. Sie betonten, dass der ORF stets darauf geachtet hat, sowohl traditionelle Werte zu bewahren als auch neue Technologien und Formate zu integrieren.
Die digitale Transformation ist ein Begriff, der oft verwendet wird, um die Umstellung von analogen auf digitale Technologien zu beschreiben. Für den ORF bedeutet dies, dass Inhalte nicht nur über traditionelle Kanäle wie Fernsehen und Radio, sondern auch online zugänglich sein müssen. Diese Umstellung hat es dem ORF ermöglicht, ein jüngeres Publikum zu erreichen und seine Reichweite zu erweitern.
Die Veranstaltung am 30. Januar 2026 zeigte, dass der ORF diese Herausforderung angenommen hat. Durch die Live-Übertragung des DialogForums auf zukunft.ORF.at und die spätere Ausstrahlung auf ORF III und ORF ON konnte ein breites Publikum erreicht werden.
Die Geschichte des ORF ist reich an Beispielen für erfolgreiche Anpassungen an neue Gegebenheiten. In den 1970er Jahren beispielsweise führte der ORF innovative Formate wie das 'Europastudio' ein, das von Paul Lendvai geleitet wurde. Dieses Format ermöglichte es, komplexe europäische Themen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Ein weiteres Beispiel ist die Dokumentationsreihe 'Betrifft', die unter der Leitung von Kurt Langbein stand. Diese Serie war bekannt für ihre tiefgründige Berichterstattung und hat viele Auszeichnungen erhalten. Solche Programme haben dazu beigetragen, den ORF als eine Institution zu etablieren, die für Qualität und Integrität steht.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz hat der ORF eine einzigartige Position. Während in Deutschland der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch Gebühren finanziert wird, ist der ORF auf eine Mischung aus Gebühren und Werbeeinnahmen angewiesen. Diese finanzielle Struktur hat den ORF dazu gezwungen, kreativ zu sein und innovative Wege zu finden, um seine Programme zu finanzieren.
In der Schweiz hingegen hat die SRG SSR, der öffentlich-rechtliche Rundfunk, kürzlich eine Volksabstimmung überlebt, die die Abschaffung der Rundfunkgebühren zum Ziel hatte. Diese Abstimmung hat gezeigt, dass es auch in der Schweiz eine starke Unterstützung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt.
Die Rolle des ORF geht über die bloße Unterhaltung hinaus. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat die Aufgabe, die Bürger zu informieren und zu bilden. Durch Programme wie 'Betrifft' oder das 'Europastudio' hat der ORF dazu beigetragen, das Bewusstsein für wichtige gesellschaftliche Themen zu schärfen.
Ein konkretes Beispiel ist die Berichterstattung über den Klimawandel. Der ORF hat in den letzten Jahren zahlreiche Dokumentationen und Berichte zu diesem Thema produziert, die das Bewusstsein der Öffentlichkeit geschärft haben. Diese Programme haben nicht nur informiert, sondern auch zur öffentlichen Debatte beigetragen.
Der ORF erreicht mit seinen Programmen täglich Millionen von Menschen. Laut einer Studie aus dem Jahr 2025 nutzen über 80% der österreichischen Bevölkerung regelmäßig Angebote des ORF. Diese hohe Reichweite zeigt, wie wichtig der ORF für die österreichische Medienlandschaft ist.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Finanzierung des ORF. Im Jahr 2025 betrugen die Einnahmen aus Rundfunkgebühren etwa 600 Millionen Euro, während die Werbeeinnahmen bei etwa 200 Millionen Euro lagen. Diese Zahlen verdeutlichen die Abhängigkeit des ORF von Gebühreneinnahmen, aber auch die Notwendigkeit, durch Werbung zusätzliche Mittel zu generieren.
Die Diskussionen im ORF-DialogForum haben gezeigt, dass der ORF gut gerüstet ist, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass der ORF weiterhin auf Qualität und Innovation setzen muss, um relevant zu bleiben.
Ein wichtiger Aspekt wird die Integration neuer Technologien sein. Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) bieten neue Möglichkeiten, Inhalte zu präsentieren und die Zuschauererfahrung zu bereichern. Der ORF hat bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen und plant, diese Technologien in Zukunft verstärkt zu nutzen.
Das ORF-DialogForum hat deutlich gemacht, dass der ORF auf einem soliden Fundament steht. Die Kombination aus traditioneller Berichterstattung und innovativen Formaten hat den ORF zu einer unverzichtbaren Institution in Österreich gemacht. Die Zukunft wird zeigen, wie der ORF diese Stärken nutzen kann, um den Herausforderungen der digitalen Welt zu begegnen.
Für weitere Informationen und um die Diskussionen des DialogForums nachzuverfolgen, besuchen Sie bitte die offizielle Seite des ORF.