Ein politischer Sturm zieht durch das österreichische Parlament, nachdem FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl einen Ordnungsruf von der Dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) kassierte. Der Grund: Kickl hatte den Begriff 'Lüge' in einer hitzigen Debatte verwendet. Die FPÖ sieht darin eine
Ein politischer Sturm zieht durch das österreichische Parlament, nachdem FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl einen Ordnungsruf von der Dritten Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) kassierte. Der Grund: Kickl hatte den Begriff 'Lüge' in einer hitzigen Debatte verwendet. Die FPÖ sieht darin einen Angriff auf die Redefreiheit und warnt vor einer gefährlichen Entwicklung.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz zeigt sich empört über die Entscheidung von Bures. Er kritisiert, dass ein einfaches Wort wie 'Lüge' bereits zu einem Ordnungsruf führt, obwohl es lediglich eine nachweisliche Unwahrheit benennen sollte. Schnedlitz warnt vor einer 'überschießenden Ordnungsrufpraxis', die den freien Parlamentarismus gefährde.
Die FPÖ zieht Parallelen zu den 1930er Jahren, als die freie Rede stark eingeschränkt war. Schnedlitz betont, dass nicht die Wahrheit, sondern das Gegenteil geschützt werde, wenn Abgeordnete für ihre Wortwahl sanktioniert werden. 'Nicht die Wahrheit gegenüber der eigenen Bevölkerung wird damit als das höchste Gut geschützt, sondern das genaue Gegenteil davon', so Schnedlitz.
Die Freiheitlichen sehen eine Bedrohung der Demokratie und des Parlamentarismus. Sie fordern, das freie Wort mit aller Konsequenz zu verteidigen und warnen vor 'absoluten Tendenzen'. Schnedlitz macht deutlich, dass die Demokratiegefährdung im Parlament keinen Platz habe, auch nicht unter dem Deckmantel der 'Würde des Hauses'.
Die Debatte dreht sich um den von der FPÖ als 'vorgeblich' bezeichneten Stopp des Familiennachzugs. Die Freiheitlichen glauben, dass die Regierung hier lediglich Augenwischerei betreibe.
Die brisante Diskussion wirft Fragen auf: Wie viel Redefreiheit verträgt das Parlament? Und wohin führt dieser politische Kurs? Die nächsten Sitzungen versprechen, noch hitziger zu werden.