In einer Zeit, in der die Gesundheit von Mensch und Tier untrennbar miteinander verbunden ist, fand am 22. Oktober 2025 in Innsbruck das bedeutende Symposium „One Health Tirol. Gemeinsam für gesunde Menschen und Tiere“ statt. Diese Veranstaltung, die von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (
In einer Zeit, in der die Gesundheit von Mensch und Tier untrennbar miteinander verbunden ist, fand am 22. Oktober 2025 in Innsbruck das bedeutende Symposium „One Health Tirol. Gemeinsam für gesunde Menschen und Tiere“ statt. Diese Veranstaltung, die von der Veterinärmedizinischen Universität Wien (Vetmeduni) und der Medizinischen Universität Innsbruck (Med Uni Innsbruck) organisiert wurde, zog Experten und Interessierte gleichermaßen an.
Bereits zum dritten Mal richteten die Vetmeduni und die Med Uni Innsbruck, in Kooperation mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), dieses wegweisende Symposium aus. Die Veranstaltung im Tiroler Bildungsinstitut Grillhof in Innsbruck war ein voller Erfolg und bot eine Plattform für den Austausch von Wissen und Ideen.
Der One Health-Ansatz ist ein interdisziplinärer Ansatz, der die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt als eine Einheit betrachtet. Er zielt darauf ab, die komplexen Wechselwirkungen zwischen diesen Bereichen zu verstehen und Lösungen für globale Gesundheitsherausforderungen zu entwickeln. „Gesunde Menschen, gesunde Tiere und eine intakte Umwelt hängen eng zusammen“, betonte Josef Geisler, Landeshauptmann-Stellvertreter, während der Eröffnung des Symposiums.
Matthias Gauly, Rektor der Vetmeduni, hob hervor, dass die Forschung der Universität darauf abzielt, zu den UNO-Nachhaltigkeitszielen beizutragen. Diese Ziele, auch bekannt als Sustainable Development Goals (SDGs), umfassen unter anderem das Ziel 15 „Leben an Land“, zu dem die Vetmeduni über 180 Projekte durchführt. Der One Health-Ansatz ist dabei von zentraler Bedeutung.
Das Symposium bot eine Vielzahl von Vorträgen und Diskussionen zu aktuellen Forschungsthemen. Michael Traugott von der Universität Innsbruck eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag über Umwelt-DNA-Monitoring, eine Methode, die zur Überwachung von Ökosystemen beiträgt und eine wichtige Rolle in der One Health-Forschung spielt.
Werner Ruppitsch von der Med Uni Innsbruck widmete sich der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen und pathogenen Mikroorganismen über Ökosystemgrenzen hinweg. Diese Themen sind von globaler Bedeutung, da die zunehmende Globalisierung die Ausbreitung resistenter Erreger begünstigt.
Die globale Herausforderung der Antibiotikaresistenzen wurde auch von Günter Weiss thematisiert. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, effektive Gegenmaßnahmen zu entwickeln, um die Ausbreitung resistenter Erreger zu verhindern. Miriam Govrins und Silke Huber präsentierten ihre Forschung zu Vancomycin-resistentem Enterococcus faecium und hypervirulenter Klebsiella pneumoniae in Tirol.
Die Veranstaltung verdeutlichte, wie entscheidend es ist, die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als Einheit zu betrachten. Der One Health-Ansatz schafft eine wichtige Basis, um globale Herausforderungen zu erkennen und gemeinsam nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Der One Health-Ansatz wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Die interdisziplinäre Vernetzung und der Austausch von Wissen sind entscheidend, um zukünftige Gesundheitsrisiken zu verstehen und wirksam zu begegnen. Das Symposium in Tirol hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin neue Perspektiven eröffnet und nachhaltige Lösungen fördert.
Patrizia Stoitzner, Vizerektorin für Forschung und Internationales der Med Uni Innsbruck, betonte: „Die Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt ist untrennbar miteinander verbunden – nur durch die gemeinsame Arbeit über Fachgrenzen hinweg können wir zukünftige Gesundheitsrisiken verstehen und wirksam begegnen.“
Die politische Unterstützung für den One Health-Ansatz ist von großer Bedeutung. Die enge Kooperation zwischen der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Medizinischen Universität Innsbruck ermöglicht es, Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen zu bündeln und praxisnahe Lösungen zu entwickeln. „Durch diesen wertvollen Austausch können wir Herausforderungen wie neue Krankheitserreger, Antibiotikaresistenzen oder klimabedingte Veränderungen frühzeitig erkennen und diesen wirksam begegnen“, so Josef Geisler.
Die gesellschaftliche Relevanz des One Health-Ansatzes wird durch die zahlreichen Forschungsprojekte und Kooperationen deutlich. Diese tragen dazu bei, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern und die Umwelt zu schützen.
Das Symposium „One Health Tirol. Gemeinsam für gesunde Menschen und Tiere“ war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der One Health-Ansatz für die Zukunft der Gesundheitsversorgung ist. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch von Wissen und Ideen und trug dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärmedizin zu stärken.
Der One Health-Ansatz wird auch in Zukunft eine zentrale Rolle spielen, um die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt zu schützen und globale Gesundheitsherausforderungen zu bewältigen.