Die Debatte um die österreichische Spritpreisbremse: Arbeiterkammer und ÖGB kritisieren, dass die OMV die gesetzlich vorgesehene Preissenkung nach eigenen Angaben nicht vollständig weitergibt.
Arbeiterkammer und ÖGB kritisieren, dass die OMV die gesetzlich vorgesehene Spritpreisbremse nach eigenen Angaben nicht vollständig umsetzen will. Obwohl der Konzern im vergangenen Jahr Milliardengewinne erzielt hat, sollen die Preisnachlässe bei Diesel geringer ausfallen als vorgesehen.
„Wenn eine Entlastungsmaßnahme beschlossen wird, dann muss sie auch bei den Menschen ankommen“, sagt Tobias Schweitzer, Bereichsleiter Wirtschaft in der Arbeiterkammer. „Gerade Pendler:innen und Familien spüren hohe Spritpreise im Alltag unmittelbar. Deshalb ist es nicht nachvollziehbar, warum die OMV die Senkung nicht im vorgesehenen Ausmaß weitergibt.“
Auch der ÖGB verweist auf die angespannte Kostenlage vieler Haushalte. Angela Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB, sagt: „Bei den aktuellen Lebenshaltungskosten braucht es verlässliche Entlastung und keine Einschränkungen beim nächsten Schritt. Wenn ein Unternehmen Milliarden verdient, erwartet man sich, dass eine angekündigte Preisreduktion auch vollständig umgesetzt wird.“
AK und ÖGB fordern die OMV auf, die vorgesehenen Preisabsenkungen in vollem Umfang weiterzugeben. Die Spritpreisbremse ist eine wichtige Maßnahme, die Milliardengewinne der OMV dürfen jedoch nicht auf dem Rücken der Pendler:innen gemacht werden.