Am 16. Oktober 2025 verwandelte sich das beschauliche Annaberg in Salzburg in das Zentrum der internationalen Skibergsteiger-Szene. Unter dem Motto „Road to Olympia“ gewährte ein hochkarätiges Podium faszinierende Einblicke in die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Corti
Am 16. Oktober 2025 verwandelte sich das beschauliche Annaberg in Salzburg in das Zentrum der internationalen Skibergsteiger-Szene. Unter dem Motto „Road to Olympia“ gewährte ein hochkarätiges Podium faszinierende Einblicke in die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand/Cortina, bei denen die SkiMo-Bewerbe in Bormio ausgetragen werden. Diese Veranstaltung markiert einen historischen Moment, denn zum ersten Mal wird Skibergsteigen olympisch. Ein Meilenstein nicht nur für die Athleten, sondern auch für die beteiligten Unternehmen wie Martini Sportswear, das als offizieller Ausstatter bei den Spielen debütiert.
Skibergsteigen, oft auch als SkiMo bekannt, kombiniert Elemente des Skifahrens und Bergsteigens. Die Disziplin fordert von den Athleten nicht nur körperliche Ausdauer, sondern auch mentale Stärke und technisches Geschick. Bei den Olympischen Spielen 2026 werden Medaillen in zwei Disziplinen vergeben: im Sprint und im Mixed Relay. Diese beiden Wettbewerbe erfordern unterschiedliche Fähigkeiten, wobei der Sprint schnelle Entscheidungen und explosive Kraft fordert, während das Mixed Relay Teamarbeit und strategische Planung in den Vordergrund stellt.
Johanna Hiemer, eine der erfolgreichsten Athletinnen im internationalen Skibergsteigen, ist eine wahre Inspiration. Geboren in Schladming, ist sie nicht nur Mutter von zwei Kindern und Juristin, sondern auch eine herausragende Hochleistungssportlerin. Nach einer Babypause kehrte sie eindrucksvoll in die Weltspitze zurück und hat nun das große Ziel Olympia 2026 fest im Blick. Ihr männliches Pendant, Paul Verbnjak aus Kärnten, gilt als eines der größten Talente der Szene. Mit beeindruckenden Siegen bei der Mountain Attack und einem zweiten Gesamtrang im Individual-Weltcup zählt er zu Österreichs heißesten Eisen für die Bewerbe in Bormio.
In den Weltcuprennen der Saison 2024/25 sicherten sich Hiemer und Verbnjak im Mixed Relay bereits einen fixen Quotenplatz für Österreich – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu Olympia. Beide Athleten berichteten von ihren Erfahrungen bei der Olympiaqualifikation und betonten die entscheidende Rolle von Material und Training. „Der Unterschied zwischen Sieg und Niederlage liegt oft im Kopf“, so ein Athlet.
Veronika Mayerhofer, ehemalige Profilangläuferin und heute Sportpsychologin sowie Psychotherapeutin in Ausbildung, beleuchtete die mentale Seite des Hochleistungssports. Sie sprach über mentale Tools, Fokusarbeit und die Kunst, Druck in positive Energie umzuwandeln. Ihre Impulse waren nicht nur für die Athleten, sondern auch für das Publikum inspirierend. „Mentale Gesundheit ist nicht nur im Spitzensport, sondern auch im Alltag entscheidend“, betonte Mayerhofer.
Der Martini Mountain Club wurde ins Leben gerufen, um Bergbegeisterte zu vernetzen und den Dialog über Grenzen hinweg zu fördern. „Es geht darum, Bergmenschen zusammenzubringen – für gemeinsame Aktivitäten, Gespräche und Inspiration“, erklärte Sebastian Waldbauer, Head of Marketing bei Martini Sportswear. Der Abend in Annaberg machte erneut deutlich, wie stark der Martini Mountain Club Menschen mit derselben Leidenschaft für die Berge verbindet – offen, inspirierend und echt.
Skibergsteigen hat seine Wurzeln in den Alpenländern und entwickelte sich aus der Notwendigkeit, im Winter schnell über schneebedeckte Berge zu gelangen. In den letzten Jahrzehnten hat sich dieser Sport von einer reinen Fortbewegungsart zu einem hochkompetitiven Wettkampfsport entwickelt. Im Vergleich zu anderen Disziplinen wie Biathlon oder Langlauf, die seit langem olympisch sind, ist Skibergsteigen noch relativ jung auf der internationalen Bühne.
Während Länder wie die Schweiz und Frankreich traditionell starke Skibergsteiger-Teams haben, hat Österreich in den letzten Jahren erheblich aufgeholt. Der Erfolg von Athleten wie Hiemer und Verbnjak ist ein Beweis für die wachsende Bedeutung Österreichs in der internationalen SkiMo-Szene. Diese Entwicklung wird durch die Unterstützung von Unternehmen wie Martini Sportswear, die innovative Ausrüstung bereitstellen, weiter gefördert.
Die Aufnahme von Skibergsteigen in das olympische Programm hat nicht nur Auswirkungen auf die Athleten, sondern auch auf die breite Bevölkerung. Der Sport gewinnt an Popularität, was zu einem Anstieg der Teilnehmerzahlen bei lokalen und nationalen Rennen führt. Dies wiederum fördert den Tourismus in den alpinen Regionen, da mehr Menschen die Schönheit der Berge erleben möchten. Darüber hinaus inspirieren Athleten wie Hiemer und Verbnjak eine neue Generation von Skibergsteigern, die ihre sportlichen Vorbilder nachahmen möchten.
Die Zukunft des Skibergsteigens sieht vielversprechend aus. Mit der Aufnahme in das olympische Programm wird der Sport voraussichtlich weiter an Popularität gewinnen. Experten prognostizieren, dass dies zu einer verstärkten Förderung und Unterstützung durch nationale Sportverbände führen wird. Auch die Entwicklung neuer Technologien und Ausrüstungen, die den Sport sicherer und zugänglicher machen, wird erwartet.
Für Österreich besteht die Chance, sich als führende Nation im Skibergsteigen zu etablieren. Die Erfolge bei den Olympischen Spielen 2026 könnten den Weg für zukünftige Generationen ebnen und den Sport fest im nationalen Bewusstsein verankern.
Insgesamt zeigt die Veranstaltung in Annaberg, dass Skibergsteigen mehr als nur ein Sport ist – es ist eine Leidenschaft, die Menschen verbindet und inspiriert. Die Olympischen Winterspiele 2026 werden ein weiterer Schritt auf diesem aufregenden Weg sein.