Über eine Million Zuschauer verfolgten Superteam-Gold der Skispringer – Slalom-Stream bricht alle Rekorde
Die Olympischen Winterspiele 2026 bescheren dem ORF historische Einschaltquoten. Bis zu 1,026 Millionen sahen das dramatische Skispringen.
Die Olympischen Winterspiele 2026 entwickeln sich für den ORF zu einem wahren Quotenspektakel. Am gestrigen Montag, dem 16. Februar, verfolgten bis zu 1,026 Millionen Österreicherinnen und Österreicher die dramatischen Ereignisse beim Superteam-Bewerb der Skispringer – ein Beleg für das ungebrochene Interesse der heimischen Bevölkerung an winterlichen Großereignissen.
Der Superteam-Bewerb der Skispringer wird wohl als einer der ungewöhnlichsten Wettkämpfe in die olympische Geschichte eingehen. Heftiger Schneefall zwang die Veranstalter zum vorzeitigen Abbruch des Wettbewerbs, sodass lediglich zwei Durchgänge gewertet werden konnten. Das Ergebnis: Gold für Österreich – und ein Millionenpublikum vor den heimischen Bildschirmen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Durchschnitt verfolgten 940.000 Zuseherinnen und Zuseher das Spektakel via ORF 1, was einem beeindruckenden Marktanteil von 35 Prozent entspricht. Besonders bemerkenswert ist das Interesse der jüngeren Generation: In der Zielgruppe der Erwachsenen bis 49 Jahre lag der Marktanteil ebenfalls bei 35 Prozent, bei den unter 29-Jährigen sogar bei starken 40 Prozent.
Bereits am frühen Nachmittag hatte sich abgezeichnet, dass dieser Olympia-Tag ein besonderer werden würde. Der zweite Durchgang des Herren-Slaloms zog bis zu 927.000 Zuschauerinnen und Zuschauer in seinen Bann, im Schnitt waren es 807.000 Ski-Fans, die gebannt vor den Fernsehgeräten saßen.
Die erreichten Marktanteile sind außergewöhnlich: 62 Prozent aller zu diesem Zeitpunkt fernsehenden Personen entschieden sich für die ORF-Übertragung. In den jüngeren Zielgruppen wurden mit 61 Prozent bei den Erwachsenen bis 49 Jahre und sensationellen 80 Prozent bei den unter 29-Jährigen historische Werte erzielt. Vier von fünf jungen Fernsehzuschauern verfolgten also den Slalom – ein Wert, der die ungebrochene Faszination des alpinen Skisports in Österreich eindrucksvoll unterstreicht.
Auch die neueren olympischen Disziplinen finden beim österreichischen Publikum großen Anklang. Das Big-Air-Finale der Damen, bei dem die österreichische Athletin Lara Wolf einen respektablen fünften Platz erreichte, verfolgten durchschnittlich 810.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Der Marktanteil von 31 Prozent zeigt, dass sich die spektakuläre Freestyle-Disziplin mittlerweile fest im Bewusstsein der österreichischen Sportfans etabliert hat.
Besonders die jüngere Generation zeigt sich für die actionreichen Freestyle-Bewerbe empfänglich: Mit Marktanteilen von 32 Prozent bei den Erwachsenen bis 49 Jahre und 36 Prozent bei den unter 29-Jährigen liegt Big Air deutlich über dem Senderschnitt.
Die Olympischen Winterspiele 2026 markieren auch einen Wendepunkt in der digitalen Sportberichterstattung des ORF. Die Streaming-Nutzung erreichte am Montag beeindruckende Dimensionen: Laut der Online-Bewegtbild-Messung von AGTT und GfK TELETEST Zensus erzielten die Live-Streams und Videos-on-Demand insgesamt 625.000 Nettoviews, also zusammenhängende Nutzungsvorgänge.
Die Bruttoviews, welche die Gesamtzahl der Videostarts abbilden, beliefen sich auf 2,3 Millionen. Das Gesamtnutzungsvolumen betrug rund 24 Millionen Minuten – Zahlen, die das veränderte Mediennutzungsverhalten der österreichischen Bevölkerung eindrucksvoll dokumentieren.
Einen historischen Meilenstein setzte der Live-Stream des zweiten Slalom-Durchgangs: Mit einer Durchschnittsreichweite von 81.000 gleichzeitigen Nutzerinnen und Nutzern handelt es sich um den stärksten Live-Stream eines alpinen Ski-Bewerbs seit Beginn der Messung im Jahr 2017. Dieser Rekord verdeutlicht, dass immer mehr Österreicherinnen und Österreicher Sportgroßereignisse über digitale Kanäle verfolgen – sei es am Arbeitsplatz, unterwegs oder als Ergänzung zum klassischen Fernsehkonsum.
Die Quotenerfolge des ORF bei Olympia 2026 reihen sich nahtlos in eine lange Tradition ein: Winterspiele waren für den öffentlich-rechtlichen Sender stets Garanten für Spitzenquoten. Die Kombination aus österreichischen Medaillenhoffnungen, dramatischen Wettkampfbedingungen und der generellen Affinität der heimischen Bevölkerung zum Wintersport erweist sich einmal mehr als unschlagbare Formel.
Bemerkenswert ist dabei die breite demografische Streuung des Interesses. Während bei vielen Fernsehformaten eine zunehmende Überalterung des Publikums zu beobachten ist, erreichen die Olympia-Übertragungen alle Altersgruppen gleichermaßen – teilweise sogar mit überdurchschnittlich hohen Marktanteilen bei den Jüngeren.
Die Olympischen Winterspiele 2026 demonstrieren eindrucksvoll die multimediale Strategie des ORF. Die parallele Ausspielung über klassisches Fernsehen und Streaming-Plattformen ermöglicht es, unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten zu bedienen und die Reichweite zu maximieren. Die Rekordzahlen im Streaming-Bereich zeigen, dass diese Strategie aufgeht.
Für die verbleibenden Wettkampftage der Olympischen Winterspiele 2026 ist mit weiterhin hohem Zuschauerinteresse zu rechnen. Mit österreichischen Athletinnen und Athleten in aussichtsreichen Positionen in zahlreichen Disziplinen dürfte der ORF auch in den kommenden Tagen Spitzenquoten verbuchen können.
Die Zahlen vom 16. Februar 2026 werden jedenfalls als Beleg dafür in die österreichische Fernsehgeschichte eingehen, dass trotz aller Veränderungen im Medienkonsum das gemeinsame Live-Erlebnis bei sportlichen Großereignissen nichts von seiner Faszination verloren hat – ganz im Gegenteil.