Am 10. Dezember 2025 verkündeten die ÖVP Frauen einen bedeutenden Schritt in Richtung Gleichstellung: Die Umsetzung der EU-Richtlinie „Women on Boards“ sowie das neue Gesellschaftsrechtliche Leitungspositionengesetz (GesLeiPoG) sollen die Führungsetagen österreichischer Unternehmen diverser und gere
Am 10. Dezember 2025 verkündeten die ÖVP Frauen einen bedeutenden Schritt in Richtung Gleichstellung: Die Umsetzung der EU-Richtlinie „Women on Boards“ sowie das neue Gesellschaftsrechtliche Leitungspositionengesetz (GesLeiPoG) sollen die Führungsetagen österreichischer Unternehmen diverser und gerechter gestalten. Diese Entwicklungen sind nicht nur für die betroffenen Unternehmen von Bedeutung, sondern haben auch weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftliche Implikationen für Österreich.
Die Einführung einer 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten ist ein entscheidender Schritt, um die Gleichstellung im Wirtschaftsleben zu fördern. Diese Quote soll sicherstellen, dass Frauen nicht nur symbolisch, sondern tatsächlich in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Juliane Bogner-Strauß, die Bundesleiterin der ÖVP Frauen, betont die Bedeutung dieser Maßnahme: „Frauen gehören in die Führungsetagen unserer Unternehmen, und zwar auf Augenhöhe.“ Diese Regelung schafft klare Rahmenbedingungen und stärkt sowohl die Gleichstellung als auch den wirtschaftlichen Erfolg.
Die Diskussion um Frauenquoten ist nicht neu. Bereits seit den 1980er Jahren gibt es in Europa Bestrebungen, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen. In Österreich wurde 2018 das Gleichstellungsgesetz für Frauen und Männer im Aufsichtsrat (GFMA-G) eingeführt, das bereits erste Erfolge zeigte. Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen stieg auf rund 32 Prozent. Mit der aktuellen Gesetzesnovelle wird dieser Weg konsequent fortgesetzt.
Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass Österreich mit der 40-Prozent-Quote im europäischen Vergleich gut aufgestellt ist. In Deutschland gilt seit 2021 eine ähnliche Regelung, die den Frauenanteil in Aufsichtsräten auf 30 Prozent festlegt. Die Schweiz hingegen hat bisher keine verbindlichen Quoten eingeführt, setzt aber auf freiwillige Selbstverpflichtungen der Unternehmen. Diese unterschiedlichen Ansätze zeigen, dass es keinen einheitlichen Weg zur Gleichstellung gibt, aber die Richtung klar ist: Mehr Frauen in Führungspositionen.
Die Einführung der Quote hat nicht nur Auswirkungen auf die Unternehmenslandschaft, sondern auch auf die Gesellschaft insgesamt. Sie signalisiert jungen Frauen, dass sie in der Wirtschaft willkommen sind und ihre Karrierechancen steigen. Dies könnte langfristig zu einer Erhöhung der weiblichen Erwerbsquote führen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen stärken. Ein Beispiel ist die Telekom Austria, die bereits früh auf Frauenförderung setzte und heute einen Frauenanteil von 35 Prozent im Aufsichtsrat verzeichnet.
Die aktuelle Statistik zeigt, dass der Frauenanteil in den Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen in Österreich bei 32 Prozent liegt. Mit der neuen Regelung wird erwartet, dass dieser Anteil bis 2028 auf mindestens 40 Prozent steigt. Studien belegen, dass gemischte Führungsteams oft innovativer und erfolgreicher sind. Unternehmen mit einem hohen Frauenanteil in der Führungsebene weisen bis zu 21 Prozent mehr Profitabilität auf als ihre weniger divers aufgestellten Konkurrenten.
Die Zukunftsperspektiven für Frauen in Führungspositionen in Österreich sind vielversprechend. Die gesetzliche Quote ist ein erster, aber wesentlicher Schritt. Es bleibt jedoch wichtig, weitere Maßnahmen zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft zu ergreifen. Dazu gehören Mentoring-Programme, flexible Arbeitszeitmodelle und gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten. Langfristig könnte dies dazu führen, dass Frauen nicht nur in Aufsichtsräten, sondern auch in Vorständen stärker vertreten sind.
Die Einführung der 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten ist ein bedeutender Schritt für die Gleichstellung in Österreich. Sie schafft nicht nur faire Bedingungen in der Unternehmensführung, sondern sendet auch ein starkes Signal an die Gesellschaft: Frauen gehören in die Wirtschaft, und ihr Beitrag ist unerlässlich. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich diese Maßnahmen auf die österreichische Wirtschaft auswirken werden. Welche weiteren Schritte sind Ihrer Meinung nach notwendig, um die Gleichstellung in der Wirtschaft voranzutreiben? Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der ÖVP Frauen.