Am 1. Oktober 2025 erlebte Wien einen besonderen Tag des Feierns und der Anerkennung: Der Verband für gemeinnütziges Stiften ehrte herausragende Persönlichkeiten und Projekte, die mit ihrem Engagement die Gesellschaft nachhaltig prägen. Martin und Gerda Essl wurden als Stifter des Jahres ausgezeichn
Am 1. Oktober 2025 erlebte Wien einen besonderen Tag des Feierns und der Anerkennung: Der Verband für gemeinnütziges Stiften ehrte herausragende Persönlichkeiten und Projekte, die mit ihrem Engagement die Gesellschaft nachhaltig prägen. Martin und Gerda Essl wurden als Stifter des Jahres ausgezeichnet, während die Stiftung Blühendes Österreich den Preis für die Stiftung des Jahres erhielt. Diese Ehrungen unterstreichen die immense Bedeutung gemeinnütziger Stiftungen in Österreich, die jährlich zwischen 120 und 130 Millionen Euro in soziale und ökologische Projekte investieren.
Die Essl Foundation, gegründet im Jahr 2007, hat sich mit dem Zero Project einen Namen gemacht, das weltweit für seine innovativen Ansätze zur Inklusion und Barrierefreiheit anerkannt ist. Dieses Projekt hat bereits über 1.500 skalierbare Innovationen aus 150 Ländern identifiziert und evaluiert, um die UN-Behindertenrechtskonvention voranzutreiben. Der renommierte Zero Project Award, der jährlich in der UNO-City Wien verliehen wird, zieht mehr als tausend internationale Experten an.
„Mit großem persönlichen Engagement setzen sich Martin und Gerda Essl seit Jahrzehnten dafür ein, Menschen mit Behinderungen zu stärken, Barrieren abzubauen und nachhaltige soziale Innovationen zu fördern“, betonte ein Laudator während der Preisverleihung. Die Essls sind nicht nur in Österreich, sondern auch international für ihre Arbeit im Bereich der sozialen Inklusion bekannt.
Das Zero Project hat in den letzten Jahren seine Reichweite durch strategische Partnerschaften erweitert, darunter regionale Aktivitäten in Chile, Singapur und Indien. Die Initiativen konzentrieren sich auf neueste Technologien, inklusive Kunst und barrierefreie Gesundheitsversorgung. In Österreich selbst engagiert sich das Projekt durch Unternehmensdialoge, Parlamentsveranstaltungen und den ALC-Inklusionspreis.
Ein Experte kommentierte: „Das Zero Project zeigt das unglaubliche Potenzial von Innovationen weltweit und beweist, wie viel Kreativität und Engagement Menschen in eine inklusivere Welt einbringen.“ Diese globale Gemeinschaft arbeitet zusammen, um Lösungen zu entwickeln, die Inklusion und Teilhabe für alle ermöglichen.
Die Stiftung Blühendes Österreich, 2015 von der BILLA AG und BirdLife Österreich gegründet, verfolgt das Ziel, echten und nachweisbaren Naturschutz in Österreich voranzutreiben. In den letzten zehn Jahren hat die Stiftung über 300 Projektpartner aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Zivilgesellschaft mit rund 9,5 Millionen Euro unterstützt. Dabei wurden über 1.300 Hektar naturschutzfachlich wertvoller Flächen renaturiert oder verbessert.
„Blühendes Österreich gilt heute als Beispiel für wirkungsorientiertes, nachhaltiges Stiften in Österreich“, erklärte der geschäftsführende Vorstand des Verbandes für gemeinnütziges Stiften. Die Stiftung zeigt, wie privatwirtschaftliches Engagement und zivilgesellschaftliche Kooperationen gemeinsam unverzichtbare Beiträge zur österreichischen und europäischen Biodiversität leisten können.
Die Stiftung hat Projekte zur Biodiversitätsforschung, Naturbildung und Citizen Science initiiert, darunter die App „Schmetterlinge Österreichs“, bei der über 27.000 Freiwillige bereits 1,1 Millionen Beobachtungen gemeldet haben. Insgesamt wurden 10 Millionen Menschen über Website, App, Social Media und Veranstaltungen erreicht.
Ein Vorstandsmitglied von BILLA AG betonte: „Die Auszeichnung zur Stiftung des Jahres ist eine große Ehre und Bestätigung unseres Weges. Seit nunmehr zehn Jahren verfolgen wir mit unserer BILLA Stiftung Blühendes Österreich das Ziel, einen tatsächlichen und nachweisbaren Beitrag zum Naturschutz in Österreich zu leisten.“
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Veranstaltung war der Fokus auf Bildungszwecke, die einen zentralen Platz in der Arbeit vieler gemeinnütziger Stiftungen einnehmen. Pro Jahr steuern diese Stiftungen rund 11% des gesamten Spendenaufkommens zur Finanzierung von Anliegen des Gemeinwohls bei. Besonders bemerkenswert ist der Trend bei den Stiftungsneugründungen: Im ersten Halbjahr 2025 wurden bereits doppelt so viele gemeinnützige Stiftungen neu gegründet wie in den Jahren davor insgesamt.
Eine Studie, die in Zusammenarbeit mit einem Experten vom NPO-Kompetenzzentrum der WU Wien erstellt wurde, verdeutlicht, dass gemeinnützige Stiftungen längst die treibende Kraft für Innovationen im Schulsystem sind. Diese Entwicklung zeigt, dass Bildung als Förderzweck immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Die Auszeichnungen von Martin und Gerda Essl sowie der Stiftung Blühendes Österreich sind nicht nur eine Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen, sondern auch ein Ansporn für zukünftige Projekte. Die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Stiftungen sind enorm: Sie tragen zur Inklusion, zum Naturschutz und zur Bildung bei, und das nicht nur in Österreich, sondern weltweit.
Ein Zukunftsausblick zeigt, dass der Trend zu mehr gemeinnützigen Stiftungen anhalten wird. Mit der Unterstützung durch private und öffentliche Partner können diese Organisationen weiterhin bedeutende Beiträge zur Lösung globaler Herausforderungen leisten.
Die Preisverleihung am 1. Oktober 2025 war ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie viel Positives durch das Engagement einzelner Menschen und Organisationen erreicht werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass diese Vorbilder viele weitere Menschen inspirieren, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen.