Der Bundesrat hat heute einer Dienstrechtsnovelle zugestimmt, die ein mittleres Management an allgemeinbildenden Pflichtschulen einführt. Jährlich sollen dafür rund 20 Mio. Euro zusätzlich bereitgestellt werden.
Der Bundesrat gab heute grünes Licht für eine Dienstrechtsnovelle zur Einführung eines mittleren Managements an allgemeinbildenden Pflichtschulen zur Entlastung der Schuldirektorinnen und Schuldirektoren. Jährlich sollen dafür rund 20 Mio. Ꞓ zusätzlich bereitgestellt werden.
Nach Angaben des Bildungsministers soll das mittlere Management Schulleitungen im Pflichtschulbereich bei der Aufgabe des Führens der Schule unterstützen – insbesondere bei pädagogischen Fragestellungen wie beispielsweise bei der Schulentwicklung. Ziel sei der Einsatz eines Führungsteams, nicht die Etablierung einer zusätzlichen formalen hierarchischen Ebene.
Keine Zustimmung gab es von der FPÖ. Sandra Jäckel (FPÖ/V) kritisierte, Lehrerinnen und Lehrer würden zu "Teilzeit-Managern" gemacht, während die Schülerinnen und Schüler eigentlich Vollzeitunterricht brauchen. Sie lehne das Gesetz entschieden ab, da "mehr Verwaltung keinen Unterricht ersetze" und sprach von einer tiefen Krise an den Schulen.
Günther Ruprecht (ÖVP/St) sagte, diese Dienstrechtsnovelle bringe eine "absolute Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Qualität an Schulen", weil Direktorinnen und Direktoren dadurch durch zusätzliche Ressourcen entlastet würden. Kritisch sei aus seiner Sicht, dass kleine Schulen in ländlichen Regionen von diesem System nicht profitieren würden.
Amelie Muthsam (SPÖ/N) sagte, mit der Novelle werde nicht etwas völlig Neues geschaffen, doch die Arbeit "fair organisiert". Simone Jagl (Grüne/N) bezeichnete es als ein "kleines Novellchen" und meinte, es wäre "schon noch mehr möglich" gewesen. Julia Deutsch (NEOS/W) betonte, dass mit der Einführung erstmals strukturierte Unterstützung innerhalb der Schule selbst ermöglicht werde.
Die Novelle sieht vor, jährlich rund 20 Mio. Ꞓ zusätzlich bereitzustellen, um Schulleitungen zu entlasten.